Kein 1.-April-Scherz: ein bunter Osterhase in der Gartenstadt

Am letzten Samstag ­konnte man dem ­argentinischen Künstler Mau Pavón dabei zusehen, wie er einen Osterhasen in ­Menschengrösse ­bemalte. Der Osterhase bleibt bis zum 15. April im Zentrum Gartenstadt stehen.

Kunst im Einkaufszentrum: Der Künstler hat sich bei der Arbeit vom jeweiligen Augenblick inspirieren lassen. Foto: zVg

Kunst im Einkaufszentrum: Der Künstler hat sich bei der Arbeit vom jeweiligen Augenblick inspirieren lassen. Foto: zVg

Osterattraktion: Mau Pavón bedeckt den weissen Hasen nach und nach mit Acrylfarbe. Foto: Thomas Brunnschweiler

Osterattraktion: Mau Pavón bedeckt den weissen Hasen nach und nach mit Acrylfarbe. Foto: Thomas Brunnschweiler

Als Mau Pavón am 1. April den weissen Osterhasen zu bemalen begann, der bereits zwei goldfarbene Schuhe trug, gingen die Passanten noch ziemlich uninteressiert an ihm vorbei. Das änderte sich erst, als das Weiss mehr und mehr unter der Acrylfarbe verschwand. Nun zupften immer mehr kleine Kinder ihre Mütter oder Väter an der Jacke und wollten dem Künstler zusehen.

Eine ältere Dame machte mit ihrem Handy eine Aufnahme. «Wissen Sie», sagte sie, «mein Mann sagte, das sei ein 1.-April-Scherz. Ich muss ihm beweisen, dass das nicht so ist.» Im Laufe des Nachmittags verwandelte sich Meister Lampe immer mehr zu einem farbenfrohen Maskottchen für das Einkaufszentrum. Da es am 1. April in der Durchgangshalle relativ kalt war, blieben nur wenige Erwachsene stehen. Schade, denn Pavón hätte ihnen einiges erzählen können. Zu seiner Osterhasenaktion sagt er: «Ich habe kein Konzept vorbereitet, sondern lasse mich im jeweiligen Augenblick inspirieren.»


Eine Plattform für Künstler aus der Region

Zoe Beney, Eventkoordinatorin bei Coop und zuständig für die Kantone Zürich, Aargau und Basel, organisierte an zwölf Standorten und mit zwölf Künstlern ­diese besondere Osterattraktion. Jeder Künstler hatte bei der Gestaltung seines Hasen freie Hand. «Unser Ziel war es», sagt Beney, «den Künstlern aus der Region eine Plattform zur Sichtbarkeit zu geben und eine etwas andere Aktivität in unseren Einkaufszentren anzubieten. Den Rückmeldungen zufolge hatten die Kinder viel Freude daran, zu sehen, wie sich der Hase im Laufe des Tages verwandelte.»

Mau Pavón wurde in Buenos Aires in Argentinien geboren und zeichnet bereits seit seinem vierten Lebensjahr. Seit zweieinhalb Jahren lebt er in Basel und hat ein Atelier in Allschwil, das «Art Lab», wo er auch Privatstudenten unterrichtet. Da er von der Kunst nicht ganz leben kann, arbeitet er noch in einem Burger-Restaurant in der Aeschenvorstadt. Auf seinen Bildern, die man im Internet findet, sind lustige, absonderliche Gestalten zu sehen. Seinen Stil könnte man als humoristischen Surrealismus bezeichnen.

Mehr Infos zum Künstler unter mauriciopavon.wordpress.com

Weitere Artikel zu «Münchenstein», die sie interessieren könnten

Ausbau: Der Westtrakt der Stiftung Hofmatt wird um eine Etage erhöht. Foto: zvg/Visualisierung
Münchenstein26.08.2026

Die Stiftung Hofmatt baut aus

26 Wohnungen für betreutes Wohnen und mehr Platz für die Spitex: Die Stiftung Hofmatt erweitert ihr Angebot und schliesst damit eine Lücke in der…
Nachhaltiger Strom: Aventron erwirbt eine Beteiligung an sechs Windenergieanlagen im Waadtland. Foto: Symbolbild / Patrick Huerlimann
Münchenstein19.08.2026

Münchensteiner Energieunternehmen investiert in die Windkraft

Die Aventron AG, eine Tochtergesellschaft von Primeo Energie, beteiligt sich am zweitgrössten Windpark der Schweiz in der Waadt.
Hier wird kommendes Jahr gebadet: Die Eisenbahnrampe auf dem Dreispitz.Foto: Tobias Gfeller
Münchenstein12.08.2026

Jetzt wird gebaggert: Nächsten Sommer soll der Gleispool auf dem Dreispitz-Areal fertig sein

Die Bauarbeiten für das längste Naturschwimmbad haben begonnen. Die Gleise werden rückgebaut, verschwinden aber nicht.