Für den Schwimmunterricht: Münchensteiner Kinder werden ins Aquabasilea gefahren

Ab Sommer 2026 bietet die PrimarschuleMünchenstein Schwimmunterricht für Schülerinnen und Schüler an. Ort des Unterrichts ist das Aquabasilea in Pratteln.

Ungewohnte Kulisse: Ab dem kommenden Jahr lernen die Münchensteiner Kinder in Pratteln schwimmen.Foto: zvg
Ungewohnte Kulisse: Ab dem kommenden Jahr lernen die Münchensteiner Kinder in Pratteln schwimmen.Foto: zvg

Baselbieter Primarschulen müssen ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit für Schwimmunterricht bieten, sofern in der entsprechenden Gemeinde eine Infrastruktur, also ein Hallenbad oder ein Freibad, vorhanden ist. In Münchenstein ist dies nicht der Fall, weshalb es für hiesige kleine Wasserratten bisher keinen Schwimmunterricht gab. Dies ändert sich nun auf August 2026: Die Gemeindeversammlung hat dem entsprechenden Budgetposten Schwimmunterricht in der Höhe von 260 000 Franken am 8. Dezember grünes Licht erteilt und ist damit einem lang gehegten Ansinnen von Gemeinderat und Schulrat gefolgt.

«Der Kanton rief vor einigen Jahren zur Überprüfung der Situation in den Gemeinden auf. Dies war für den Schulrat Anlass, darüber zu beraten, wie der Schwimmunterricht als freiwilliges Angebot zugänglich gemacht werden könnte. Da mir dieser persönlich sehr am Herzen liegt, habe ich versucht, mit Hilfe des Schulrates über den Gemeinderat eine Lösung zu finden, um unseren Schülerinnen und Schülern Schwimmflächen zur Verfügung zu stellen», sagt Gemeinderat David Meier (FDP) auf Anfrage.

Gemeinde- und Schulrat haben für das neue Angebot mit dem Aquabasilea allerdings einen Ort gewählt, der überraschen mag, ist der Wasserpark in Pratteln doch eher für Wellness und Plausch, weniger für Sportschwimmen bekannt. Zudem gibt es mit Schwimmhallen in Aesch und Dornach Orte, die wesentlich näher liegen. Dazu schreibt Andreas Iten, Leiter Bevölkerungsdienste: «Die näher gelegenen Hallenbäder wurden alle angefragt, jedoch verfügte keines über die notwendigen Kapazitäten für drei Vormittage pro Woche.» Es sei grundsätzlich eine grosse Herausforderung, im Baselbiet entsprechende Schwimmflächen zu finden, sagt Meier. «Münchenstein hat in diesem schwierigen Umfeld keine Mühen gescheut und mit dem Aquabasilea einen wohl speziellen, aber auch sehr interessanten Partner gefunden.»

Wie die Schülerinnen und Schüler nach Pratteln kommen, wird noch zu klären sein: Die Gemeinde werde einen Vertrag mit einem Busunternehmen abschliessen, welches die Transferfahrten durchführe. «Eine entsprechende Ausschreibung werden wir im Januar 2026 vornehmen», so Iten. Die budgetierten Kosten von 260000 Franken setzen sich unter anderem zusammen aus Eintritt, Bustransport und Lohn für Schwimmlehrpersonen für rund 14 Schwimmlektionen pro Klasse und Jahr.

Sportbecken und Wellenreiten

Münchenstein ist die erste Gemeinde, die das Aquabasilea als Ort für den schulischen Schwimmunterricht nutzt, wie dessen Betriebsleiter Tobias Lenz mitteilt. «Wir halten das Schulschwimmen neben dem Schreiben und Lesen für eine wichtige Lehrveranstaltung, Schwimmen verbessert auch die gesellschaftliche Integration. Wir freuen uns, dass die Gemeinde Münchenstein in Kooperation mit uns ab dem kommenden Schuljahr dafür sorgt, dass die Primarstufe das Schwimmen lernen kann.»

Lenz sieht sein Bad für die Bedürfnisse der Münchensteiner Kinder als bestens geeignet: «Die Schülerinnen und Schüler dürfen das Schwimmen im grossen Sportbecken mit 1,35 Metern Wassertiefe und angenehmen 32 Grad, das sich bestens dafür eignet, erlernen.» Zudem gäbe es im Aquabasilea noch andere Möglichkeiten, das Element Wasser zu entdecken.

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