Grosse Ehre fürs Baselbiet: Schaulager ist auf dem neuen Zehnernötli abgebildet

Bisher zeigte Schweizer Geld nur Personen aus Basel-Stadt. Erstmals kommt jetzt der Landkanton zum Zug.

Die neuen Noten: Das Schaulager ist im unteren Teil der Zehnernote zu entdecken. Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER
Die neuen Noten: Das Schaulager ist im unteren Teil der Zehnernote zu entdecken. Foto: KEYSTONE / URS FLUEELER

Auf den neuen Schweizer Bankscheinen, die die Schweizerische Nationalbank am Mittwoch präsentiert hat, ist das Schaulager in Münchenstein abgebildet. Das Kunsthaus wird auf der Rückseite der Zehnernote zu sehen sein. «Für uns ist das eine totale Überraschung», sagt Isabel Friedli, Kuratorin des Schaulagers. «Wir freuen uns riesig.» Das Schaulager sei in keiner Weise in die Entwicklung der neuen Noten einbezogen worden, «und ich weiss auch nicht, warum ausgerechnet unser Gebäude ausgewählt worden ist». Jetzt kann sie sich vorstellen, dass es zu schönen Situationen kommen wird, wenn Besucherinnen und Besucher ihren Eintritt bar mit einer Zehnernote zahlen. «Das ist ja eine Note, die man häufig in der Hand hat.» Und die neuen Scheine seien mit den zahlreichen abgebildeten Gebäuden wie ein Wimmelbild.

Zwei Basler warenschon abgebildet

Die allermeisten würden sich nicht damit auseinandersetzen, «aber wenn jemand die Note als Rätselraten sieht, erhält das Schaulager Aufmerksamkeit». Um zu sagen, ob das Schaulager den Schein in der eigenen Kommunikation mit der Öffentlichkeit verwenden werde, sei es aber noch zu früh, so Friedli. Es ist überhaupt das erste Mal, dass das Baselbiet die Ehre hat, auf einer Schweizer Banknote zum Zuge zu kommen. Bisher zeigte das Schweizer Notengeld nur Personen aus Basel-Stadt. Von 1998 bis 2016 war auf den 1000er-Noten der Kunst- und Kulturhistoriker Jacob Burckhardt (1818–1897), der in Basel zur Welt kam, dort lange wirkte und starb. Fast ein Vierteljahrhundert, nämlich von 1976 bis 2000, war auf der Zehnernote der Mathematiker Leonhard Euler (1707–1783) abgebildet. Dieser kam in Basel zur Welt, wuchs in Riehen auf und war dann in Berlin und St. Petersburg tätig, wo er auch starb. Allerdings gab es damals noch gar kein Baselbiet, sondern erst einen Kanton Basel.

Das endgültige Aussehen der Notenscheine kann sich noch ändern. Die neuen Banknoten werden frühestens Anfang der 2030er-Jahre in den Umlauf kommen.

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