Farbenfrohe Kostüme und ein Gefängniswagen

Ein vielfältiger Kinderfasnachtsumzug zeigte die Kreativität der Jüngsten.

Wie die Grossen: Auch an der Kinderfasnacht in Münchenstein wurden ordentlich Dääfeli und Räppli verteilt. Fotos: Fabian Schwarzenbach

Wie die Grossen: Auch an der Kinderfasnacht in Münchenstein wurden ordentlich Dääfeli und Räppli verteilt. Fotos: Fabian Schwarzenbach

Filmstars: Auch in Münchenstein durften
die gelb-blauen Minions nicht fehlen.

Filmstars: Auch in Münchenstein durften die gelb-blauen Minions nicht fehlen.

Eingesperrt: Eine Klasse baute ihr eigenes Gefängnis inklusive aktueller Sprüche.

Eingesperrt: Eine Klasse baute ihr eigenes Gefängnis inklusive aktueller Sprüche.

Farbenfroh: Auch mehrere Wägen waren
am Umzug zu sehen.

Farbenfroh: Auch mehrere Wägen waren am Umzug zu sehen.

Das Prächtigste an einer Kinderfasnacht, so auch am Kinderumzug in Münchenstein, sind immer die Kostüme. Was es da nicht alles zu entdecken gab: Minions, Pinguine, Sams, Krokodile, Köchinnen, klassische Fasnachtsfiguren wie Waggis oder Ueli und viele weitere Tiere, aber auch Eigenkreationen, die der Fantasie entsprungen sind, aber dem Publikum Eindruck machten. So trugen Kinder Schirme, an denen lange Stoffbänder befestigt waren und etwas zwischen verhüllter Prinzessin und krakeligem Tintenfisch ausstrahlten. Man konnte nicht anders als hingucken und der eigenen Fantasie freien Lauf lassen. Die Sams wurden sehr einfach gestaltet – zumindest sieht dies von aussen so aus: mit einem aufgeschnittenen Sack und einer orangen Wuschelfrisur. Dazu trugen die Kinder aus einem Eierkarton gefertigte Nasen.

«Toll» und «schön»

Mit den aktiven Kindern zu plaudern, war fast nicht möglich. Entweder waren sie im Terminkorsett des Umzugs ­eingespannt, oder sie brachten nicht viel mehr Worte hervor wie «toll» oder «schön». Aber schliesslich hatten sie ja auch Wichtigeres zu tun, als sich mit dem Publikum zu unterhalten: Dääfeli verteilen, Räppli schmeissen oder die Figur ausspielen. Die Personen am Strassenrand freuten sich nicht nur über die Kinder, sondern auch über die doch zahlreichen Erwachsenen, die es sich nicht nehmen liessen, dem Fasnachtsnachwuchs mit gutem Beispiel voranzugehen. Entweder als Lehrerin oder Betreuer die Kostümierten in Reihen zu halten oder als aktiver Fasnächtler mit Trommel oder Piccolo die musikalische Begleitung zu gestalten.

Vom Gefängnis bis zum Werkhof

Eine Gruppe hatte ein fahrbares Gefängnis konstruiert. Es hatte Gitterstäbe und Einkerbungen von Gefangenen, die zählten, wie viele Tage sie noch darin zu verbringen hatten. Aber auch aktuelle Sprüche waren zu lesen, wie beispielsweise der Entscheid, dass auch Personen mit C-Ausweis Baselbieter Polizisten werden können. Derweil ein Gemeindepolizist ­genügend zu tun hatte, den Verkehr durch die Lücken des Umzugs hindurchzuschleusen. Gut, gab es die Lücken, die es ja auch bei der grossen Fasnacht gibt. Und die Kinder waren froh um die Hilfe der Gemeinde. So war beispielsweise der Werkhof im Einsatz, und das nicht nur für die Signalisation und die Reinigung: Eine Gugge nannte sich Werkhof, schrieb das zumindest am Sousafon so an und sorgte damit auch musikalisch für Stimmung. Zwei als Sanitäter verkleidete Kinder trugen auf einer Barre eine als leicht verletzt kostümierte Puppe – guter Einfall, nur ein etwas langer Marsch ins Spital.

Die Route führte von der Eichenstrasse über die Loogstrasse via Schulstrasse, Gartenstrasse und Dammstrasse zum Kuspo, wo dann im Aussenbereich die Schulfasnacht zu Ende gefeiert wurde. Der Kinderfasnachtsumzug findet jeweils am Freitagnachmittag vor den Fasnachtsferien statt.

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