Einblick in den Schulalltag

Am 20. Mai hatten die Behördenmitglieder die Möglichkeit, die Primarschule zu besuchen. Die designierte Regierungsrätin Monica Gschwind, die in privater Mission unterwegs war, zeigte sich beeindruckt.

Keine Berührungsängste: Die designierte Bildungsdirektorin Monica Gschwind neben einem Schüler der Klasse 3 c im Schulhaus Neue Welt.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Keine Berührungsängste: Die designierte Bildungsdirektorin Monica Gschwind neben einem Schüler der Klasse 3 c im Schulhaus Neue Welt. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Als Schulleiterin Salome Zumbrunn beim Sing-Sang in der Turnhalle des Schulhauses Lange Heid die Gäste begrüsste, war die Aufregung der Kinder schon spürbar. Sie sangen mit Begeisterung «Jepo, i tai tai je», ein Lied der Maori aus Neuseeland. Die Schulleiter Thomas Boss und Andreas Näf, die Schulrätin Meret Stoll, Gemeindepräsident und Schulrat Giorgio Lüthi, Musikschulleiter Thomas Schild und die zukünftige Bildungsdirektorin Monica Gschwind genossen das musikalische Intermezzo sichtlich.

Nach dem Bewegungssong «Makumana» erklang der Lange Heid-Song, in dem es heisst: «s isch e gueti Schuel, voll im Saft». Im Anschluss begab sich die Gruppe zum Schulhaus Neue Welt, wo die Klasse 3c von Andreas Widmer bewies, dass sich Mathematik auch in der individuellen stillen Auseinandersetzung mit dem Stoff erarbeiten lässt. Monica Gschwind zeigte keine Berührungsängste, setzte sich in eine Bank und plauderte angeregt mit den Schülern.

Schulen auf Kurs
Unterdessen war Jeanne Locher, die Präsidentin der Gemeindekommission, hinzugestossen. Nach der Pause ging es im Französischunterricht der Klasse 5f bei D. Walser im Schulhaus Lange Heid weiter. Nach einer längeren, recht anspruchsvollen methodischen Einführung in die Aufgabenstellung lernten die Schüler Ausdrücke im Zusammenhang mit einem Geisterhaus, z. B. «lac de sang» oder «allée des couteaux». In einer Kleinklasse (2. bis 4. Stufe) konnten sich die Besucherinnen und Besucher ein Bild von der Situation in der Arbeit mit Kindern machen, die aus unterschiedlichen Gründen dem Regelunterricht nicht folgen können. Gemeindepräsident und Schulrat Giorgio Lüthi äusserte sich sehr zufrieden zu den Primarschulen in Münchenstein. «Es war ein guter Entscheid, das Strategische vom Operativen zu trennen», sagt er, «und die drei Schulleiter bewähren sich.»

Rege Bautätigkeit
Die Primarschule der Gemeinde Münchenstein sowie die Kindergartenstufe mit insgesamt fünf Standorten befinden sich in einer Ausbau- und Konsolidierungsphase. Rein äusserlich zeigt sich dies an den fortschreitenden Arbeiten beim Schulhaus Löffelmatt, aber auch am Entscheid der Gemeindeversammlung vom 16. März 2015, den Erweiterungsbau bei der Schulanlage Lange Heid zu genehmigen. Es gibt in Münchenstein rund 470 Primarschüler (1. bis 5. Klasse) und rund 200 Kindergärtner.

Monica Gschwind, welche den Vorstellungstag als Privatperson besuchte, zeigte sich angetan von der «engagierten Schulleitung und Lehrerschaft». Sie möchte in Zukunft den Kontakt zur Schule pflegen und selbst Einblicke in den Schulalltag erhalten. Zum Lehrplan 21 in der Sekundarschule hat sie noch einige Fragezeichen. Sie müsse sich aber erst in die Materie einarbeiten. Nach den Klassenbesuchen wurde ein Apéro riche angeboten.

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