Ein neues Gesicht für den Bahnhof Münchenstein

Nach den Präsentationen des Hochhausprogramms und der Revision Quartierplan Stöckacker wird ab dem 9. Dezember bereits die nächste Ausstellung in der Gemeindeverwaltung eröffnet.

Visualisierung des Siegerprojekts von Stähelin Architekten, Basel: Das Bild zeigt den aktuellen Stand des Projekts, der allerdings noch nicht dem fertigen Bauprojekt entsprechen muss.  Foto: ZVG
Visualisierung des Siegerprojekts von Stähelin Architekten, Basel: Das Bild zeigt den aktuellen Stand des Projekts, der allerdings noch nicht dem fertigen Bauprojekt entsprechen muss. Foto: ZVG

WoB.  Die unmittelbar beim Bahnhof Münchenstein gelegene Parzelle 799, die sich ursprünglich im Besitz der Gemeinde Münchenstein befand, konnte im Januar 2016 an die Bricks Immobilien AG verkauft werden. An die Veräusserung gekoppelt war die Auflage, einen Studienauftrag durchzuführen, um eine neue bauliche Nutzung für die Parzelle zu entwickeln.

Die Aufgabenstellung beinhaltete den Umgang mit komplexen Themen, wie z. B. die Funktion des Standortes zwischen dem Industriegebiet «Gstad» und dem Bahnhofareal, die Berücksichtigung des nahegelegenen historischen Ortskerns sowie eine gute Lösung für den Niveauunterschied gegenüber der Heiligholzstrasse.

Von den drei eingeladenen Architekturbüros wusste das Projekt von Stähelin Architekten, Basel, die Jury am meisten zu überzeugen. Vorgesehen ist ein ca. 30 Meter hoher Bau mit rund 80 Wohnungen und möglicher Nutzung des Erdgeschosses für die Quartierversorgung. Das im Grundriss geometrisch abgewinkelte Gebäude ist konzeptionell gut durchdacht und lässt Flexibilität für die Weiterverarbeitung zu.

Wie geht es weiter?

Auf Basis des Siegerprojekts wird nun ein Quartierplan ausgearbeitet, der das übliche Planungsverfahren durchläuft. Dies bedeutet, dass die Einwohnerinnen und Einwohner im Rahmen des öffentlichen Mitwirkungsverfahrens die Möglichkeit haben, zum Quartierplan Stellung zu nehmen. Im Anschluss wird der Quartierplan der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt und darauf folgt das Baugesuch. Bis zu diesem Zeitpunkt werden mit grosser Sicherheit noch diverse Anpassungen am Projekt, wie z. B. an der Fassadengestaltung, vorgenommen. Es ist damit zu rechnen, dass die genannten Schritte rund zwei Jahre in Anspruch nehmen werden.


Öffentliche Ausstellung vom 9. bis 21. Dezember

Die Ergebnisse des Studienauftrags werden im Rahmen einer Ausstellung der interessierten Münchensteiner Bevölkerung vorgestellt. Vom Freitag, 9. Dezember, bis Mittwoch, 21. Dezember 2016, werden die Projekte zu den üblichen Öffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung (Bauverwaltung, 1. Obergeschoss) präsentiert. Neben dem Siegerprojekt können auch die beiden anderen Beiträge aus dem Studienauftrag begutachtet werden. Die Bauverwaltung steht gerne für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Weitere Artikel zu «Münchenstein», die sie interessieren könnten

Hier wird kommendes Jahr gebadet: Die Eisenbahnrampe auf dem Dreispitz.Foto: Tobias Gfeller
Münchenstein12.08.2026

Jetzt wird gebaggert: Nächsten Sommer soll der Gleispool auf dem Dreispitz-Areal fertig sein

Die Bauarbeiten für das längste Naturschwimmbad haben begonnen. Die Gleise werden rückgebaut, verschwinden aber nicht.
Trotz seines Daseins als Verdingkind: Boris Oppliger wurde als stets lebensfrohes Kind beschrieben.Fotos: zvg / Verlag Baselland
Münchenstein05.08.2026

Ein Schicksal aus Münchenstein, das den Vergessenen eine Stimme gibt

Boris Oppliger (1934–2025) leistete mit der Veröffentlichung seiner Memoiren als Pflege- und Verdingkind einen Beitrag zur Aufarbeitung eines dunklen Kapitels…
Möchte Sichtbarkeit schaffen: Lisa Kaufmann, Leiterin Koordinationsstelle für das Alter, mit dem mobilen Büro in der Gartenstadt. Foto: Florin Bürgler
Münchenstein23.07.2026

Sorgen mit dem Lastenvelo abholen

Die Koordinationsstelle für das Alter Münchenstein feiert ihr 10‑jähriges Bestehen und war in den vergangenen zwei Wochen im Rahmen des Projekts «Mobile…