Die ganze Welt im Lange Heid

Das Lange-Heid-Quartier feierte unter dem Motto «Ein Quartier reist um die Welt» mit Essen und Trinken, Musik und Tanz und traditionellen Trachten seine kulturelle Vielfalt.

Austausch: Über kulinarische Köstlichkeiten lassen sich kulturelle Grenzen schnell überwinden.  Foto: Tobias Gfeller
Austausch: Über kulinarische Köstlichkeiten lassen sich kulturelle Grenzen schnell überwinden. Foto: Tobias Gfeller

Die Aufregung auf der Wiese ist gross. Ein Luftballon nach dem anderen steigt nach oben. Lange schauen die Kinder ihnen nach. Welcher wird es wohl am weitesten schaffen und von wem kommt das Kärtchen am Bändel mit der Adresse darauf zurück?

Das Ballonsteigenlassen war nur eines von vielen Highlights am Samstag beim Schulhaus Lange Heid. Gesichter wurde geschminkt, Tattoos geklebt, zuckersüsse Sirups mit Früchten getrunken und vor allem viel gegessen. Das Lange Heid zeigte den vielen Besucherinnen und Besuchern, warum es ein ganz spezielles Quartier ist: Vielfältig, kulturell bunt und voller Energie. Der einst als «Problemquartier» abgestempelte Ort mit einem hohen Ausländeranteil machte eindrücklich deutlich, was entstehen kann, wenn Menschen zusammenkommen und sich über kulturelle Grenzen hinweg austauschen. Das war auch das Ziel des Festes, erklärt Vivian König, Leiterin der Fachstelle Integration und frühe Kindheit, die zusammen mit dem Quartierverein Lange Heid, dem Familienzentrum der Mütter- und Väterberatung und dem Ausländerrat das Fest organisierte.


Stolz sein auf das eigene Quartier

Dass Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenfinden, ist im Lange-Heid-Quartier in den letzten Jahren gelungen. Das Fest am Samstag war ein vorläufiger Höhepunkt dieser Integrationsbemühungen. Es hat gezeigt, welche Kraft im Zusammenkommen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen entstehen kann. Frauen kamen in traditionellen Trachten ihrer Heimatländer, kochten exquisite Köstlichkeiten und brachten mit Tänzen und Chören ihre Kultur mit. Die ausländische Community konnte sich vollends entfalten, was im Quartier und darüber hinaus grossen Anklang fand. Ob Essen aus Taiwan, Kanada, Syrien, Spanien, Indien, Italien, Eritrea, Serbien, Bosnien, Türken, Deutschland, Albanien und natürlich aus der Schweiz – die ganze Welt war zu Gast im Lange- Heid-Quartier.

Dass die Quartierbewohnerinnen und -bewohner stolz auf ihr Zuhause sein dürfen und auch sollen, das betont das am Samstag an der Hauswand der Liegenschaft Im Steinenmüller 1 aufgehängte Plakat. Das Motiv ist im Rahmen eines Workshops mit Schulkindern aus dem Quartier entstanden. Die Idee wurde von den beiden Kreativschaffenden Ronny Buth und Muriel Perret weitergesponnen und die Umsetzung mit der Eigentümerschaft besprochen. Lange Heid – Kunterbunt mit Tradition.

Weitere Artikel zu «Münchenstein», die sie interessieren könnten

Möchte Sichtbarkeit schaffen: Lisa Kaufmann, Leiterin Koordinationsstelle für das Alter, mit dem mobilen Büro in der Gartenstadt. Foto: Florin Bürgler
Münchenstein23.07.2026

Sorgen mit dem Lastenvelo abholen

Die Koordinationsstelle für das Alter Münchenstein feiert ihr 10‑jähriges Bestehen und war in den vergangenen zwei Wochen im Rahmen des Projekts «Mobile…
Möchte, dass die Menschen wieder eine Beziehung zu Wildtieren aufbauen: Jagdaufseher Patrick Grosheny. Foto: zvg
Münchenstein15.07.2026

«Die Natur ist brutal, sie ist keine Bambiwelt»

Die Ansprüche an den Wald sind hoch. Dazwischen stehen die Jägerinnen und Jäger, die alle Probleme lösen sollen. Der Jagdaufseher appelliert an die…
Motorradparade: Am Wochenende dröhnen die Motoren auf der Wettsteinbrücke.Foto: zvg
Münchenstein08.07.2026

Motorrad-Spektakel feiert Geburtstag

Die zehnte Ausgabe der Biker Days Basel wartet mit einer aussergewöhnlichen Parade, einem Wettbewerb und hochkarätigen Bands auf.