Münchenstein
06.11.2019

Abgesegnet: Die Passerelle zwischen Dreispitz und Merian Gärten kommt

Brückenschlag: In der Mitte zwischen FHNW-Neubau (links) und Transitlager (rechts) käme der Steg zur Grün 80 hin.  BZ Archiv

Brückenschlag: In der Mitte zwischen FHNW-Neubau (links) und Transitlager (rechts) käme der Steg zur Grün 80 hin. BZ Archiv

Bis auf die Genehmigungsverfahren steht dem Neubau einer Brücke zwischen den Merian-Gärten und dem Freilager nichts mehr im Weg. Neue Lösungen soll es auch bei den Sportanlagen geben.

Bea Asper

Es wird einen Brückenschlag geben zwischen der Brüglinger Ebene und dem Dreispitzareal. Die Gemeindeversammlung von Münchenstein hat dem Bruttokredit von 4,2 Millionen Franken für den Neubau einer Passerelle zugestimmt. Mit den Beiträgen der CMS von 1,13 Millionen Franken und dem Agglofonds von 1,47 Millionen Franken betragen die Nettokosten noch 1,6 Millionen Franken, welche die Gemeinde über den Topf der Mehrwertabgaben berappen will, erklärte Gemeindepräsident Giorgio Lüthi am vergangenen Mittwochabend. Aus der Versammlung – 208 Stimmberechtigte waren gekommen – gab es Lob: Die bessere Anbindung der Quartiere von Münchenstein sei der Schritt in die richtige Richtung, man würde sich dies nur etwas schneller wünschen. Der Detailplanung nach wird die 50 Meter lange Fussgängerverbindung erst im Jahr 2025 erstellt sein. Die Genehmigungsverfahren brauchen Zeit. Bei der Planung mussten die knappen Platzverhältnisse, vor allem wegen der Freileitungen – sowie die verschiedenen Ansprüche von SBB, BLT und des Kantons Basel-Landschaft berücksichtigt werden. Das Projekt beinhaltet auch eine Aufwertung des Gebietes Freilager mit Renaturierungsmassnahmen, die Schaffung einer neuen Haltestelle der Tramlinie 10 und Anpassungen im Eingangsbereich der Merian-Gärten.


Konzept Sportanlagen

Lob bekam der Gemeinderat auch für seine Ankündigung, Lösungsvorschläge auszuarbeiten für das Platzproblem der Sportler. «Das ist der erste Schritt in
die richtige Richtung», meinte Philipp Moser nach der Versammlung. Er und weitere Einwohner hatten sich zur Interessengemeinschaft Fussball Münchenstein zusammengeschlossen und den Gemeinderat aufgefordert, Alternativen für den jetzigen Zustand der Rasenplätze auszuarbeiten. Wegen der ungenügenden Qualität mussten in jüngster Zeit Fussballspiele abgesagt und das Training, vor allem auch für den Nachwuchs, eingeschränkt werden. Beim Wintertraining führe das Ausweichen in die Turnhallen dazu, dass die anderen Vereine von Münchenstein ebenfalls unter dem Platzmangel leiden. Dies könnte sich verschärfen durch anstehende Sanierungsarbeiten bei den Schulanlagen des Kantons. Stefan Friedli, Leiter der Gemeindeverwaltung, sagte, dass man dieses Problem erkannt habe und daran sei, (temporäre) Ausweichmöglichkeiten anbieten zu können. Lüthi beteuerte, dass der Gemeinderat die Erarbeitung eines Konzeptes für die Sportanlagen in Angriff genommen habe. Für Moser ist unbestritten, dass es höchste Zeit sei für eine Erneuerung der Fussballplätze. Die beiden Fussballvereine würden hervorragende Arbeit leisten in der Jugendförderung und in der gelebten Integration. Die Nachfrage nach Fussballtraining sei in Münchenstein nach wie vor sehr hoch.


E-Parkkarte

Eine zukunftsgerichtete Lösung hat die Gemeinde Münchenstein nun auch beim Dauerbrenner Parkkarte gefunden. Die Versammlung stimmte den (ursprünglich von Sergio Viva angeregten) Änderungen im Parkierreglement zu und schafft damit die Voraussetzungen für eine elektronische Parkkarte. Diese kann ab sofort online oder am Schalter bezogen werden.

Mit der administrativ schlanken Lösung muss keine Karte mehr im Auto platziert werden. Die Gemeindepolizei kann mit mobilen Geräten prüfen, ob für das Kennzeichen und das entsprechende Fahrzeug eine gültige Parkierkarte vorliegt. Ist dies nicht der Fall, wird vor Ort eine Ordnungsbusse ausgestellt. Auch Tagesparkierkarten können online bestellt werden – sowie aber auch weiterhin in Papierform an den entsprechenden Automaten gegen Bezahlung.