Dialog: Was entsteht auf der Oberen Loog?

Das Mitwirkungs­ver­fahren beim Areal Obere Loog geht in die nächste Runde.

Blick von oben: Dort, wo früher die Schulpavillons standen, lädt derzeit eine grosse Wiese zum Spielen ein. Foto: zVg
Blick von oben: Dort, wo früher die Schulpavillons standen, lädt derzeit eine grosse Wiese zum Spielen ein. Foto: zVg

Im Jahr 2025 soll das Gebiet der Oberen Loog neu bebaut werden, dabei soll unter anderem Wohnraum für bis zu 140 Personen entstehen. Um diesen zu realisieren, muss ein Teil der Fläche des Areals allerdings zuerst in Wohnzone umgewandelt werden. Zu dieser Umzonung konnte sich die Bevölkerung im Rahmen einer Mitwirkung bis Anfang September äussern. Die Mitwirkungseingabe konnte dabei entweder per Post oder online erfolgen. Die Gemeinde bestätigt, dass es Mitwirkungseingaben gegeben habe – mehr verrät Projektleiter Martin Lehmann derzeit nicht. «Die Eingaben werden nun geprüft und danach in einem Mitwirkungsbericht in ein bis zwei Monaten veröffentlicht.» Dieser sei nach Verabschiedung durch den Gemeinderat öffentlich einsehbar. Die Gemeindeverwaltung versichert, dass sie jede Eingabe ernst nehme und den Dialog mit der Bevölkerung suche. Nachdem das Mitwirkungsverfahren abgeschlossen sei, würden sich noch der ­Gemeinderat und die Gemeindeversammlung mit dem Geschäft befassen. Mit der konkreten Planung der Wohnhäuser werde erst begonnen, wenn die Umzonung vollzogen sei. Das Bauvorhaben hat also noch einen langen Weg vor sich, ehe die ersten Bagger rollen.

Potenzielle Interessenskonflikte

Auch wenn der Inhalt der Eingaben noch nicht öffentlich einsehbar ist, so lässt sich doch abschätzen, dass die Umzonung ein gewisses Konfliktpotenzial birgt. So wird beispielsweise durch die Umzonung jenes Land, das für die Schule genutzt ­werden kann, verkleinert. Gemäss dem Planungsbericht, der im Rahmen des ­Mitwirkungsverfahrens von der Gemeinde veröffentlicht wurde, sei dies jedoch unbedenklich, da die verbleibende Fläche für ein komplettes weiteres Schulhaus reichen würde. Damit sei der mittel- bis langfristige Bedarf nach Schulraum gedeckt. Zudem liessen sich im Bedarfsfall auch noch weitere Schulstandorte ausbauen.

Auch der zunehmende Verkehr, der durch den zusätzlich geschaffenen Wohnraum entstehen wird, könnte zu Unmut bei den Anwohnern führen. Die Gemeinde geht jedoch davon aus, «dass der zusätzliche Verkehr problemlos aufgenommen werden kann». Zudem werde noch geprüft, ob das Tempolimit der Loogstrasse von 50 auf 30 Stundenkilometer gesenkt werden soll.

Darüber hinaus würde eine Bebauung des Obere-Loog-Areals auch dazu führen, dass die Zwischennutzung zu Ende ginge. Diese erfreut sich gegenwärtig grosser Beliebtheit. Allerdings wird durch den Neubau der Sportanlagen Au auf dem Welschmatt 2 wiederum neuer Platz frei. Dieser soll dann ähnlichen Nutzungen zur Verfügung gestellt werden.

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