Dornach
20.05.2020

Neue Räume, neue Mitarbeitende

Es geht voran beim Gemeindehaus: Der Gemeinderat stimmte dem Umbauprojekt im Grundsatz zu.  Foto: WOB Archiv

Es geht voran beim Gemeindehaus: Der Gemeinderat stimmte dem Umbauprojekt im Grundsatz zu. Foto: WOB Archiv

Neben dem baulichen Erneuerungsprozess der Gemeindeverwaltung beschäftigt den Gemeinderat nun auch die Suche nach einem neuen Finanzverwalter.

Von: Bea Asper

Das Dach der Gemeindeverwaltung hat es in sich. Die Frage nach seinem jetzigen Zustand und wie es sich nach dem geplanten Umbau des Gemeindehauses präsentieren soll, gab an der Gemeinderatssitzung vom Montagabend viel zu reden. Das Wochenblatt durfte die spannende Diskussion mitverfolgen – Gemeindepräsident Christian Schlatter hatte einer Teilnahme an der Videokonferenz grünes Licht gegeben.

Nach Ansicht von Daniel Müller (FDP), dem Leiter der Arbeitsgruppe Umbau Gemeindehaus, sollte das Projekt am Montag vom Gemeinderat zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet werden. Für Thomas Gschwind (Freie Wähler) und Daniel Urech (Freie Wähler) war das mehrseitige Dokument mit den Einzelheiten zum Ausbau aber nicht zufriedenstellend. Gschwind betonte, dass er die Wirtschaftlichkeitsprüfung für eine PVC-Anlage auf dem Dach und für die verschiedenen Varianten von Heizungen vermisse. Solche zu erstellen, sei in der ersten Lesung von der Ratsmehrheit gefordert worden. Weiter gehe aus den Unterlagen zu wenig hervor, ob das Dach bei der letzten Sanierung lückenlos isoliert worden sei oder nicht. Müller versicherte, Rücksprache zu nehmen mit der Zimmerei, welche vor zehn Jahren die Dachsanierung vollzogen hatte. Weiter werde er die Abklärungen zur PVC-Anlage nochmals intensivieren. Die neuen Erkenntnisse könnte der Rat dann noch im Verlauf der nächsten Wochen einfliessen lassen.
Mit dem Versprechen, dass die jetzige Gasheizung durch eine Schnitzelheizung ersetzt werden wird, sobald sie ans Ende ihrer Lebensdauer kommt (wohl in 5 bis 10 Jahren), stimmte der Rat im Grundsatz dem Umbauprojekt zu. Dieses geht aufgrund eingeholter Offerten von Kosten von rund 2,8 Millionen Franken aus.


Finanzverwalter hat gekündigt
In den kommenden Wochen muss sich der Rat auch mit der Neubesetzung einer leitenden Stelle beschäftigen. Der Finanzverwalter hat seine Stelle gekündigt. Der Gemeinderat ist nun gefordert, eine Lösung zu finden – gerade im Hinblick auf die Rechnungsgemeindeversammlung und den Budgetprozess vom Herbst. Auf Nachfrage erklärt Gemeindepräsident Christian Schlatter: «Eine Kündigung eines Abteilungsleiters ist wie in der Privatwirtschaft etwas, das immer mal wieder vorkommt. Im Falle von Dornach hat sich der Finanzverwalter für einen Weggang entschieden, was Gemeinderat, Verwaltungsleitung und Mitarbeitende bedauern. Ein beunruhigender Trend in der Finanzverwaltung ist jedoch nicht auszumachen, da innerhalb von zwölf Jahren nur zwei Wechsel in der anspruchsvollen Leitungsfunktion zu verzeichnen sind.» Die Sicherstellung des Betriebs der Finanzverwaltung sei bereits aufgegleist. «Wie bereits im vorgängigen Rekrutierungsprozess hat sich gezeigt, dass eine Vakanz gut überbrückbar ist und wir in der Lage sind, die Aufgaben zu schultern. So wurde zum Beispiel damals das Budget vom zuständigen Gemeinderat anlässlich der Gemeindeversammlung vertreten. Auch auf die anderen wichtigen Projekte darf ein Personalwechsel in der Finanzverwaltung keine gravierenden Auswirkungen haben: Die internen Stellvertretungen sind auch in der Übergangszeit gewährleistet, zusätzliches externes Fachwissen gewährt die Bewältigung der Aufgaben», führt Schlatter aus.

Wie es bei der Personalbesetzung bei Kaderstellen üblich sei, werde der Gemeinderat für die Nachfolgeregelung eine Findungskommission einsetzen, die mit einer externen Fachperson unterstützt werde. «Die gemeinderätliche Kommission wird sich nebst der Rekrutierung auch Gedanken zur Organisation machen müssen und dem Gemeinderat die notwendigen Entscheidungsgrundlagen liefern. Die Stelle wird ausgeschrieben, sobald die Entscheidungsgrundlagen vorliegen und der Gemeinderat den Rekrutierungsprozess genehmigt hat.»