Dornach
18.03.2020

Corona-Pandemie: Spital Dornach war schon früh vorbereitet

Nur im Notfall «auf den Notfall»: Im Spital Dornach steht ein separater Bereich für Viruserkrankte zur Verfügung –
Personen, die nicht schwer erkrankt sind, werden jedoch aufgefordert, sich in Selbstquarantäne auszukurieren.  Foto: Caspar Reimer

Nur im Notfall «auf den Notfall»: Im Spital Dornach steht ein separater Bereich für Viruserkrankte zur Verfügung –

Am 25. Februar 2020 war der erste Fall eines mit dem Coronavirus infizierten Patienten in der Schweiz bestätigt. Im Spital Dornach ist man seither vorbereitet.

Von: Bea Asper

Der Kanton Solothurn ist bis anhin weniger stark betroffen als andere Kantone», bestätigt Gian Trionfini, Mediensprecher der Solothurner Spitäler AG, auf Anfrage. Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Personen ist noch tiefer als anderswo. Doch die Situation verlangt ein enormes Engagement vom Personal. Denn alle Standorte der Solothurner Spitäler AG waren von Anfang an bereit, sowohl Abklärungen als auch die Behandlungen durchzuführen. «Die Solothurner Spitäler AG ist mit ihren Standorten in Solothurn, Olten und Dornach gut aufgestellt und hat aktuell genügend freie Kapazitäten und personelle Ressourcen. Eine Notfallplanung ist erstellt und wird laufend der Lage entsprechend angepasst. Die Lage ist angespannt doch stabil», erklärt Trionfini.


Behandlungszimmer für Covid-19
In Dornach wurde für die Covid-19-Fälle eigens ein separates Aufnahmezimmer eingerichtet. So sei gewährleistet, dass sich die an Viren erkrankten Personen in einem separaten Bereich aufhalten, erläutert Trionfini. Die Isolationszimmer als Schutz vor Übertragung seien im Innern des Spitals bereitgemacht worden. Das geschulte Personal habe immer dafür gesorgt, dass die Schutzmassnahmen rigoros eingehalten werden. Für das Personal gibt es interne, national abgestimmte Richtlinien, wie man sich im Umgang mit Corona-Patienten zu verhalten hat. Diese würden, so Trionfini, sehr gut eingehalten. Die Beschaffung von Schutzbekleidung und Desinfektionsmittel sei anspruchsvoll, aktuell habe man aber genügend Ressourcen.
Für Personen, die nur geringe Beschwerden haben, gelte der Grundsatz, die Krankheit in der Selbstquarantäne bei sich zu Hause auszukurieren, meint Trionfini und ruft die Empfehlungen des Bundes in Erinnerung: «Die Bevölkerung ist aufgefordert, sich weiterhin besonnen und verhältnismässig zu verhalten und die Hygienemassnahmen sowie Verhaltensempfehlungen des Bundes zu befolgen.»

Zum Schutz aller Patienten und des gesamten Personals gelte wie überall auch im Spital Dornach weiterhin ein Veranstaltungs- und Besuchsverbot. Alle Mitwirkenden seien in der jetzigen Situation sehr gefordert, gibt Trionfini zu bedenken. Zur Entlastung des Personals habe das Spital die nicht dringenden Eingriffe auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.