Dornach
07.04.2021

Dornach soll für Kinder und Jugendliche attraktiver werden

Hand bieten: Die Gemeinde Dornach erarbeitet aktuell ein Konzept, das Ziele, Leitsätze und konkrete Massnahmen für ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche beinhaltet. Foto: Pixabay.com

Hand bieten: Die Gemeinde Dornach erarbeitet aktuell ein Konzept, das Ziele, Leitsätze und konkrete Massnahmen für ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche beinhaltet. Foto: Pixabay.com

Die Erarbeitung eines Kinder- und Jugendleitbildes ist ein Legislaturziel des Dornacher Gemeinderates. Nach zwei Workshops wird immer klarer, wo es anzusetzen gilt.

Von: Fabia Maieroni

Dornach arbeitet seit rund zwei Jahren an einem neuen Leitbild für Kinder und Jugendliche, dessen Ziel es ist, die bestehenden Angebote in einen Gesamtzusammenhang zu bringen, eine integrale Planung, Koordination und Steuerung zu ermöglichen und zu gewähr­leisten, so dass die Angebote für Kinder und Jugendliche nachhaltig unterstützt und begleitet werden. Federführend bei der Planung und Umsetzung ist die Familien-, Jugend- und Kulturkommission. Für die Erarbeitung des Leitbilds wurde vom Gemeinderat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die von einer Projektgruppe der Fachhochschule Nordwestschweiz begleitet wird. Die Arbeitsgruppe der Gemeinde besteht aus Christoph Janz, Präsident der Familien-, Jugend- und Kulturkommission und Leiter der Arbeitsgruppe, Marisol Fürst, Vertreterin des Gemeinderats, Thomas Gschwind, Vertreter der Jugendarbeit und Lena Kunz, Vertreterin der verbandlichen Jugendarbeit.

Im Sommer 2019 fand in einer ersten Phase eine Bestandes- und Bedürfnisanalyse statt, in der Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Vereine befragt wurden. Die daraus hervorgegangenen Wünsche und Bedürfnisse wurden in einem Bericht zusammengefasst und sollen als Grundlage für die zweite Phase dienen.

40 Teilnehmende gestalten mit

In dieser zweiten Phase hat die Arbeitsgruppe nun zwei Workshops an jeweils zwei unterschiedlichen Tagen veranstaltet. Ziel der Mitwirkungstermine war es, die Befragungsergebnisse zu Schwerpunkten wie «Freizeit und Förderung», «Beratung und Unterstützung», «Kinder- und Jugendbeteiligung» oder «Familien- und schulergänzende Kinderbetreuung» zu gewichten und anschliessend grobe Visionen zu formulieren. Etwas mehr als zweieinhalb Stunden dauerte ein Online-Workshop. An beiden Terminen nahmen insgesamt etwa 40 Personen teil.

Bei den Befragungen aus der ersten Phase und in den Workshops der zweiten Phase habe sich gezeigt, dass in Dornach schon viel gut laufe, es aber an einer Koordination mangelt, resümiert Thomas Gschwind nach den beiden Tagen. «Für Kinder- und Jugendfragen gibt es in der Gemeinde heute keine zuständige Stelle. Wenn z.B. Kinder zukünftig bei der Gestaltung von Spielplätzen partizipieren sollen, braucht es jemanden, der sich verantwortlich fühlt und dies koordiniert.» Auch mehr bezahlbare Kinderbetreuungsmöglichkeiten und ein attraktiveres Dorf, vor allem bezüglich der Örtlichkeiten für Familien und Jugendliche in Form von attraktiveren Spielplätzen oder Rückzugsorten für Jugendliche, seien gefragt, ergänzt Christoph Janz. Mit dem Leitbild sollen den Jugendlichen und Familien «Hand und Infrastruktur geboten werden, die zeitgemäss und wertschätzend erscheinen.»

Jugendliche nahmen kaum teil

Das Interesse der Jugendlichen, am Leitbild mitzuwirken bestehe zwar, ein solches Strategiepapier zu erarbeiten sei für Jugendliche jedoch oft zu wenig konkret und aktuell nicht das Thema «Nummer eins», stellt Christoph Janz fest. Dies hänge sicherlich mit den coronabedingten Einschränkungen zusammen. Janz betont aber auch: «Was sich die Kinder und jüngeren Jugendlichen wünschen, wurde bereits bei den Umfragen in den Schulen abgefragt. Dies fliesst auch in das Leitbild ein.» Auch Thomas Gschwind pflichtet dem bei: «Für diese Bestandesaufnahme wurden im Wesentlichen Kinder und Jugendliche befragt, ergänzt mit Schlüsselpersonen und Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen und Institutionen. Somit konnten die Jugendlichen sehr direkt ihre Meinung abgeben», erklärt Gschwind.

Die Workshops seien nicht explizit für Jugendliche und schon gar nicht für Kinder ausgelegt worden, gezielt eingeladen worden seien Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen und Vereine, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sowie der Gemeinderat.

Mit den gewonnenen Erkenntnissen soll in den kommenden Monaten ein umfassendes Leitbild ausgearbeitet werden. Geplant ist, dass dieses bereits im Juni vor den Gemeinderat kommt.