Wo findet die Dornacher Jugi eine neue Heimat?

Der Treff 12 könnte ab­0gerissen und durch einen Modulbau aus Holz ersetzt werden. Diese Idee wird im Zusammenhang mit dem Wechsel des Standorts für das Jugendhaus überprüft.

Ersatz gesucht: Das Jugendhaus im Apfelsee wird voraussichtlich in drei Jahren einem Verkehrsprojekt weichen müssen. Foto: Fabia Maieroni
Ersatz gesucht: Das Jugendhaus im Apfelsee wird voraussichtlich in drei Jahren einem Verkehrsprojekt weichen müssen. Foto: Fabia Maieroni

Aus der Gemeinderatssitzung vom Montag ging hervor, dass es Pläne gibt, den Treff 12 abzureissen und durch einen Modulbau aus Holz zu ersetzen. Der Gemeinderat hatte sich bereits in der vergangen Legislatur mit Lösungsvorschlägen für den Treff 12 auseinandergesetzt und konnte die Kündigungsfrist für den Mietvertrag mit der Compass Group herabsetzen. Die Ortsplanrevision sei so weit fortgeschritten, dass klare Nutzungsvorstellungen für diesen Bereich vorliegen, sagte Kevin Voegtli. Er möchte den Treff 12 bei der Suche nach einem neuen Standort für das Jugendhaus miteinbeziehen. «Es ist bekannt, dass die Bausubstanz des Treffs 12 in einem schlechten Zustand ist. Nun besteht die Idee, das Gebäude abzubrechen, die Betonkeller zu belassen und einen neuen Holzbau auf den vorhandenen Sockel zu stellen.» Der Neubau müsste allerdings die Bedürfnisse des Jugendhauses erfüllen und sollte so gestaltet sein, dass eine Erweiterung oder ein grösserer Anbau in der Zukunft für weitere Nutzungen realisiert werden könne, führte Voegtli am Montag aus. Seiner Meinung nach würde eine modulartige Neugestaltung des Treffs 12 dem Zeitdruck gerecht werden.

Noch keine konkrete Antworten

Das Jugendhaus im Apfelsee muss voraussichtlich in drei Jahren wegen der geplanten SBB-Haltestelle Apfelsee mit einer Unterführung für Velos und Fussgänger Platz machen. Der Standort nahe der Birs und der Sportanlagen sei ideal für die Bedürfnisse der Jugendlichen, er sei gut erreichbar und nicht lärmempfindlich.

Gemäss Voegtli geht es nun bei der Standortfrage für ein neues Jugendhaus um eine Vertiefung der Evaluation. Dafür soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden. Sie soll aus Vögtli, Ressortverantwortlicher Freizeit, Kultur und Sport, Urs Kilcher, zuständig für das Ressort Bau und Infrastruktur, Thomas Gschwind, dem Leiter der Jugendarbeit, und Bauverwalter Martin Zweifel bestehen. Der Gemeinderat stimmte diesem Vorgehen zu. Statthalter Daniel Müller meinte, dass man bei der Standortsuche für das Jugendhaus die vorhandenen Liegenschaften (Käch, Erzerhaus) mitberücksichtigen sowie die anderen hängigen Projekte (Turnhalle und Tagesstruktur) ebenso vorantreiben sollte.

Gemeindepräsident Daniel Urech sagte auf Anfrage dieser Zeitung, dass ein neuer Treff 12 aus Holz lediglich eine mögliche Idee sei. Auf die Frage, wie es mit dem Treff 12 und dem Projekt Turnhalle weitergehen soll, gebe es noch keine konkrete Antworten. «Es liegen dazu keine Beschlüsse vor.» Die Festlegung der Ziele und der Priorisierung erfolge im Rahmen der Legislaturplanung. Diese werde voraussichtlich vor den Sommerferien bekannt gegeben, sagte Urech.

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