Lehrreicher Test auf neuem «Grün»

Die erste Mannschaft des SC Dornach kehrte auf den grünen Rasen im Gigersloch zurück. Eine Art Einweihung ging am Dienstagabend gegen den FC Winterthur mit 0:7 verloren. Lehrreich war sie allemal.

Raseneinweihung: Sie eröffneten das Spiel auf dem neuen Gigersloch-Rasen (v. l.): Alper Keles, Dornach-Captain Mustafa Muharemovic, Schiedsrichter Mirnes Hyseni, Winterthur-Captain Luca Zuffi und Silvan Gorrengourt. Foto: Edgar Hänggi
Raseneinweihung: Sie eröffneten das Spiel auf dem neuen Gigersloch-Rasen (v. l.): Alper Keles, Dornach-Captain Mustafa Muharemovic, Schiedsrichter Mirnes Hyseni, Winterthur-Captain Luca Zuffi und Silvan Gorrengourt. Foto: Edgar Hänggi

Im Gigersloch wurden das Hauptspielfeld und das angrenzende Trainingsfeld neu erstellt. Rechtzeitig vor dem Saisonstart der 2. Liga interregional am 22. August gegen den SC Binningen durfte die erste Mannschaft den Platz «einweihen». Dafür gelang es, mit dem FC Winterthur aus der Challenge League einen interessanten Gegner zu verpflichten. Kein Zufall, denn Trainer der Zürcher ist Patrick Rahmen, der in Dornach wohnt und vier Saisons (2000 bis 2004) Spielertrainer der Dornecker war.

Speziell in dieser Begegnung: Dornachs Trainer Arjan Peço liess Rahmens Sohn Yann (A-Junior) von Beginn an spielen. Bei den Zürchern kamen vor der Pause mehrheitlich Spieler zum Einsatz, die sonst eher weniger spielen. Ausnahmen waren Captain Luca Zuffi und Yannis Odin. «Am Samstag spielen wir im Schweizer Cup auch gegen ein Team aus der interregionalen 2. Liga, so war es eine passende Vorbereitung», erklärt Rahmen.

«Ich wollte zu Beginn die jungen Spieler sehen. Sie hatten so die Chance, sich zu zeigen, und ich konnte das eine und andere ausprobieren.»

Dornach bekam schnell zu spüren, wie gnadenlos höheres Tempo und konsequentes Pressing sein können. Nach 45 Minuten lag Winterthur 4:0 vorne. Besonders bitter: Die ersten beiden Treffer fielen nach Fehlern der Dornacher. Genau darin sah Peço den grössten Wert des Abends. «Die Spieler müssen lernen, im Spiel unter Druck das Richtige zu tun», sagte er. Winterthur habe die Dornacher Defensive mit dem Pressing zu Fehlern gezwungen.

Ganz chancenlos war Dornach vor der Pause nicht. Immer wieder gelangen Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild grundlegend. Winterthur brachte seine stärkere Formation auf den Platz, und aus dem Testspiel wurde Einbahnfussball.

Zwei frühe Treffer sorgten für klare Verhältnisse. Danach liess es der Favorit ruhiger angehen. Den Schlusspunkt setzte ein unglückliches Eigentor. Peço wollte dem 0:7 keine grosse Bedeutung beimessen. «Das Ergebnis spielt für mich keine Rolle. Wichtig ist, dass wir daraus die Lehren ziehen», betonte er.

Brand im Wald sorgt für einen Feuerwehreinsatz

Genau dafür war dieses Spiel gedacht: Die Dornacher Spieler bekamen einen Vorgeschmack darauf, was sie in der neuen Saison unter Druck erwarten kann. Gegen Spielende sorgte ein Brand beim Wald oberhalb des Gigerlochs auch dank der Feuerwehr für mehr Spektakel als das Spiel.

Am Samstag um 16 Uhr steht in Binningen die erste Runde der Schweizer-Cup-Qualifikation an. Die erste Mannschaft wird künftig wieder auf Naturrasen spielen; im Winter soll dagegen auf dem Kunstrasen trainiert werden, wie Nino Nigro vom Dornacher Präsidium erklärt. Bei Meisterschaftsbegegnungen gegen Gegner mit Kunstrasen dürfte man für Trainings wohl auch wieder auf den Platz Weiden zügeln.

«Das Ergebnis spielt für mich keine Rolle.Wichtig ist, dass wir daraus die Lehren ziehen.»

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