Ein Dorf feiert sich gross

800 Jahre Hobel: Das Organisationskomitee verspricht einen bunten Mix an Attraktionen und Informationen. Über hundert Freiwillige sind im Einsatz.

Grosse Unterstützung: Neben über 100 Freiwilligen unterstützen auch zahlreiche Sponsoren das Dorffest. Foto: zVg
Grosse Unterstützung: Neben über 100 Freiwilligen unterstützen auch zahlreiche Sponsoren das Dorffest. Foto: zVg

Am Wochenende vom 21. bis 23. August feiert Hochwald sich selber, seine Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Vor 800 Jahren wurde die Gemeinde auf dem Dorneckberg erstmals urkundlich erwähnt. «Wir blicken mit Stolz in die Vergangenheit zurück, mit Selbstbewusstsein auf die Gegenwart und mit Zuversicht in die Zukunft», schreibt das Organisationskomitee im Festführer. Das insgesamt fünfte Dorffest von Hochwald biete auf der Hauptstrasse ein «abwechslungsreiches Gesamtpaket von gelebtem Geschichtsbewusstsein, aktiver Geselligkeit, engagierter Teilnahme und Genuss für alle Sinne».

Es sei für alle etwas dabei, das Freude bereite, frohlockt OK-Mitglied Geri Michel. «Uns war von Anfang an wichtig, dass das Fest einen bunten Mix bietet, an dem sich die Bevölkerung von Hobel und Besucherinnen und Besucher von ausserhalb erfreuen können.»

Das Fest beginnt offiziell am Freitag um 18 Uhr mit dem Festakt auf dem Sportplatz Hollenrain. Grill, Buffet, Barbetrieb und Livemusik sorgen schon am ersten Abend für Highlights des Festwochenendes. Der Männerturnverein wird für den zuverlässigen und freundlichen Service besorgt sein. Am Wochenende stehen auch der Damenturnverein und Mitglieder von Korbball Hochwald-Gempen im Einsatz. Das OK kann auf insgesamt über hundert freiwillige Helferinnen und Helfer zählen. «Ohne diese Personen würde das Fest nicht funktionieren», betont OK-Präsident Stephan Biry. Zu Beginn der Planungen vor eineinhalb Jahren sei die Helfersuche eher harzig verlaufen. «Mittlerweile kommen die Menschen proaktiv auf uns zu und wollen mitwirken», verrät OK-Mitglied Claudius Grieder. «Im Dorf ist die Vorfreude längst spürbar. Je näher das Fest rückt, umso mehr steigt die Euphorie.»

Geschichte wird erlebbar gemacht

Dem Organisationskomitee ist es gelungen, die Hobler Bevölkerung aktiv in die Vorbereitungen und das Festwochenende miteinzubeziehen. Selbst die Livebands versprühen durch ihre Herkunft Lokalkolorit. Der Kindergarten und Primarklassen haben in einer Projektwoche vor den Sommerferien Wimpel und Wegweiser zur Beflaggung und Orientierung angefertigt. «Wir möchten zeigen, dass Hobel ein Dorf ist, das viel auf die Beine stellen kann», bekräftigt Michel.

Für das Organisationskomitee war es elementar, der Geschichte von Hobel am Fest einen grosszügigen Rahmen einzuräumen: Die Besucherinnen und Besucher können an einer Wippdrehbank ohne Strom und an einer mit Strom betriebenen Drechselbank einen Rohling bearbeiten, ins Schmiedehandwerk eintauchen, beim restaurierten Brunnenstock mit Schwengelpumpe einen Blick in die Tiefe eines Sodbrunnens werfen, eine Fahrt mit der historischen Reisepost unternehmen und bei der Herstellung von Basler Wälleli zuschauen. Die Wirtschafts- und Industriegeschichte von Hochwald wird in unterschiedlichen Facetten erlebbar gemacht. Die Kunstausstellung «Altes Hobel» im Hobelträff – gestaltet von der Kulturkommission und der Schule – beleuchtet die Historie des Dorfs auf kreative Art und Weise.

Landwirtschaft im Miniformat

Mit Harassenklettern, Büchsenwerfen und einem zu einer alkoholfreien Bar umgebauten London Bus mit Karaoke ist am Dorffest auf dem Schulareal auch für die Jungen für Action gesorgt.

Ein weiteres Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher mit dem Modellspieleland. Mit ferngesteuerten Landwirtschaftsfahrzeugen kann der Arbeitsalltag in der Landwirtschaft im Miniformat nachgespielt werden. OK-Präsident Biry ist überzeugt: «Das wird nicht nur die Jungen begeistern.» Dass für das Hobler Jubiläum kein Aufwand gescheut wird, zeigt sich an den Helikopterrundflügen, mit denen am Festwochenende der Dorneckberg aus der Höhe besichtigt werden kann.

Das Organisationskomitee und die zahlreichen Helferinnen und Helfer sind bereit, Hochwald und den Besucherinnen und Besuchern ein unvergessliches Wochenende zu bescheren. Als Festabzeichen dient eine aus Holz gefertigte Scheibe, mit der man das Fest finanziell unterstützt und automatisch an der Verlosung diverser Preise am Sonntagnachmittag teilnimmt. Für hundert Franken kann man sich einen Jubiläumspin ergattern. Finanziell ermöglicht werde das Fest auch durch die grosszügigen Sponsoren sowie die Einwohner- und die Bürgergemeinde, betont das Organisationskomitee.

Das kleine Dorf auf dem Dorneckberg feiert sich gross und wird sich von seiner besten Seite zeigen. Schon Ruedi Vögtli textete einst für das Hoblerlied: «Uns syg’s wie’s well, es tuet sich loone, bi eus do z’Hobel obe z’woone.»

Für detaillierte Informationen zum Fest besuchen Sie bitte die Website www.800joorhobel.ch.

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