Was als kleines Theater begann, ist heute eine etablierte Bühne

Mit der Eröffnung der Saison 2020/2021 feiert neuestheater.ch in Dorn­ach sein 20-jähriges Bestehen. Die neue Saison ist auch geprägt von der Corona-Krise.

Ein starkes Team: 3. Reihe v. l.: Peter Jackson, Svenja Bertschi, Linda Mischler; 2. Reihe v. l.: Sandra Löwe, Veronica Pache, Susanne Koch; 1. Reihe v. l.: Johanna Schwarz, Georg Darvas, Eleni Foskett-Prelorentzos. Foto: ZVg / neuestheater.ch
Ein starkes Team: 3. Reihe v. l.: Peter Jackson, Svenja Bertschi, Linda Mischler; 2. Reihe v. l.: Sandra Löwe, Veronica Pache, Susanne Koch; 1. Reihe v. l.: Johanna Schwarz, Georg Darvas, Eleni Foskett-Prelorentzos. Foto: ZVg / neuestheater.ch

Johanna Schwarz, administrative Leitung, blickt zurück auf den Beginn im alten Kino Dornach. «Heute staune ich immer wieder, was in den letzten 20 Jahren alles geschehen ist. Mit dieser Entwicklung hat damals niemand gerechnet.» Dass das ambitionierte Theater in einem Provisorium je zu einer stehenden Bühne werden sollte, ist tatsächlich ein kleines Wunder. Möglich gemacht haben es neben einem unterstützenden Team, einem treuen wachsenden Publikum und Gönnern auch die Kantone Solothurn und Baselland, Gemeinden, Stiftungen und Sponsoren. «Heute sind wir ein ganz anderer Betrieb, der auf mehr Schultern lastet», sagt Schwarz.


Die neue Saison ist geprägt von Corona-bedingten Veränderungen. Beim Schutzkonzept hält sich das Theater an die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit BAG; das stetig aktualisierte Konzept ist auf der Website zu finden. Linda Mischler, die an der Info-Stelle und der Kasse arbeitet, wird keine Maske ­tragen, weil es eine Schutzscheibe gibt. Sie glaubt, dass das Schutzkonzept von neuestheater.ch funktionieren wird. «Die Leute vermissen das Theater. Das habe ich von einigen gehört», erklärt sie. «Die Menschen sind regelrecht auf Entzug. Es ist wichtig, die Kultur wieder stattfinden zu lassen.» Und Johanna Schwarz ergänzt zu der Zeit kurz nach dem Lockdown: «Das Haus hat tatsächlich fünf  bis sechs Wochen geträumt.»


Das Saisonprogramm
Die kommende Saison wird die letzte unter der Leitung von Georg Darvas und Johanna Schwarz sein. «Das Konzept ist dasselbe wie in den letzten fünf Saisons», sagt Schwarz. Am 21. August wird die Saison mit einem kleinen Fest sowie mit «LOOP Tanz III» mit zwei Choreografien eröffnet. «Night Shift» mit der Choreografie von Javier Rodriguez Cobos und «Liminal» von Sol Bilbao Lucuix präsentieren zwei verschiedene Erfahrungswelten. Nach dem Theaterfestival Basel wird die brillante Inszenierung von Becketts «Warten auf Godot» durch Georg Darvas wiederaufgenommen. Es wird sechs sogenannte «Cartes Postales» geben, Stücke, mit denen neuestheater.ch und TOBS Solothurn sich gegenseitig überraschen. Ein Highlight von Dezember bis Februar wird «Die Fledermaus» von Johann Strauss sein, inszeniert von Georg Darvas, musikalisch gestaltet von Bruno Leuschner mit prominenten Solistinnen und Solisten und einem kleinen Salonorchester. Auch «Theater Junges M» wird im März 2021 wieder zu sehen sein. Mit dem Stück «Vaters Aktentasche» wird die bekannte Schauspielerin Nikola Weisse Dornach beehren – sie begibt sich am Theaterabend zurück in ihre eigene traumatische Kindheit. Eine abwechslungsreiche Theatersaison wartet auf die Besucherinnen und Besucher.

 

Tickets gewinnen
Das Wochenblatt verlost 2 × 2 Tickets für Simon Becketts «Warten auf Godot» am Samstag, 12. September, um 19.30 Uhr. Einfach ein E-Mail mit dem Stichwort «Theater» bis Donnerstag, 27. August, an wettbewerb@wochenblatt.ch. Name, Adresse und Telefonnummer nicht vergessen. Viel Glück!

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