Volksfest vor laufender Kamera
Der letzte «Donnschtig-Jass» 2011 sorgte für schmachtende Herzen bei Semino-Rossi-Fans, Herzklopfen bei FCB-Anhängern und Herz-flattern beim Jassen.

Jay Altenbach
Zufrieden verfolgte das Dornacher OK-Team «Donnschtig-Jass» die Live-Sendung. Viel Arbeit lag hinter ihnen bis zum Beginn der Live-Übertragung. Bereits während der Bewerbungsfrist hatte die Sendeleitung Dornach besucht und sich für das Gebiet rund um den Museumsplatz als Austragungsort entschieden. Hotels und Dekoration waren bereits gebucht und wären bei einem allfälligen Gewinn von Mariastein auch dort zum Einsatz gekommen. Nachdem Dornach als Sieger feststand, fand eine erste Sitzung vor Ort mit der Aufnahmeleitung statt. Am nächsten Tag suchte Gemeindepräsident Kurt Henzi mit einer TV-Redakteurin geeignete Drehorte für das Ortsportrait auf und entwickelte mit ihr gemeinsam ein kleines Drehbuch. Am Samstag filmte ein Fernsehteam während des ganzen Tages für den dreiminütigen Spot. Ab Dienstag wurde die Hauptstrasse gesperrt und der Aufbau begann. Sattelschlepper mit Material für die 60-minütige Sendung eroberten Dornach und das Team breitete sich Tag für Tag mehr aus: 15 Tonnen Material wurden verbaute und über 2,5 Kilometer Kabel verlegte.
Professionelles TV-Team
Am Donnerstag begannen die ersten Proben kurz nach dem Mittagessen. Per Zufall anwesende Kinder durften zu Roman Kilchsperger ins Jass-Zelt und den Platz des Jasskönigs einnehmen. Die Kameraeinstellungen wurden geprobt und der genaue Ablauf der Sendung festgelegt. Vor der Bühne hatten Mitglieder des Fanclubs von Stargast Semino Rossi Tische in Beschlag genommen. Plakate des Stars, Schals und Argentinien-Fahnen sowie T-Shirts des Fanclubs zierten die Garnituren. Ab 13 Uhr nahmen die ersten Helfer des Sportclubs, des Turnvereins, der Concordia und der Guggenmusig Ruinenarre ihre Arbeit auf. Der Ertrag der Festwirtschaft wurde zu gleichen Teilen unter den vier Vereinen aufgeteilt. Gemeindepräsident und OK-Mitglied Kurt Henzi lobte die gute Zusammenarbeit mit den Fernsehleuten und zeigte sich beeindruckt von der Professionalität: «Rund 40 Leute sind heute vor Ort und jeder weiss genau, was er zu tun hat.»
Trotz drei kurzen Regengüssen verlief die Sendung problemlos. Die beiden FCB-Fussballer Marco Streller und Beni Huggel waren für die Kids die Stars der Sendung und Semino Rossi liess die Herzen vieler Damen höher schlagen. Die jungen Tänzer von Sylize waren atemberaubend. Sie vermischten verschiedene Stilrichtungen zu einer fantastischen Tanzshow.
Nach drei Runden jassen lag Marbach mit nur gerade zwei Punkten im Vorsprung aber gewann den letzten entscheidenden Jass deutlich. Mit dem gemeinsam gesungenen Schmachtfetzen Sierra Madre, Wunderkerzli und einem Gruppenbild der Stars sorgte Roman Kilchsperger für einen gelungenen Schlusspunkt. Aufnahmeleiter Rob Rutz und Moderator Roman Kilchsperger lobten beide die gute Zusammenarbeit mit den Behörden und dem OK. Die Sendung sei gut verlaufen und das Publikum habe sensationell mitgemacht. Die gute Stimmung hielt noch weit bis in die Nacht hinein an und die Dornacher genossen wieder einmal ein gelungenes, gemeinsames Fest.


