Umfangreicher Massnahmenkatalog

Der Gemeinderatverabschiedete an seiner ersten Sitzung im neuen Jahr das Legislatur-programm – neu mit einem Slogan.

Ein grüner Pfeil zeigt von links nach rechts, darunter steht der neue Slogan: «Dornach vorne». Er ist versehen mit den Schlagwörtern «gemeinsam, lebendig, naturnah, zukunftsfähig». Dies sei das Motto zum Legislaturprogramm 2025–2029, erklärte Gemeindepräsident Daniel Urech (FWD/Grüne) an der Gemeinderatssitzung vom Montag.

Der Gemeinderat hat die Ziele und den Massnahmenkatalog letzten Herbst an einer Klausur erarbeitet und das Strategiepapier an seiner öffentlichen Sitzung vom Montag einstimmig verabschiedet. Bei den Zielen steht zuoberst auf der Liste die «Stabilisierung der Finanzen». Erreichen wolle man dies mit der Sicherung der Investitionsfähigkeit, Vermeidung von Überschuldung, Veräusserung von Liegenschaften, dem Verkauf des Kabelnetzes und einer laufenden Überprüfung der Ausgaben auf Notwendigkeit und Tragbarkeit. Das Wort «Steuererhöhung» kommt in der Tabelle der Massnahmen nicht vor. Das zweite Handlungsfeld ist der Bildung gewidmet mit der Weiterentwicklung und der Erneuerung der Schulinfrastruktur und dem Ausbau des Angebotes. Darin stehen Punkte wie der Kredit für das Vorprojekt «Schulraum Bruggweg», die Realisierung des Bauprojektes «Brühl», die Vorbereitung für die Einführung einer Sek P-Stufe, aber auch die Einführung eines Schülerrats. Ein Ziel ist auch die externe Schulevaluation mit Ergebnis einer «grünen Ampel» oder eine Zufriedenheitsumfrage bei Eltern und Schülern der Musikschule als Grundlage für mögliche Anpassungen und Schaffung eines neuen Angebots.

Zahl der über 80-Jährigen wird zunehmen

Weiter hat sich der Gemeinderat zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeitsarbeit zu stärken und die Infrastruktur im Gebäude-, Verkehrs- und Energiebereich unter Berücksichtigung der Natur- und Umweltaspekte zu erneuern. Darunter sind etwa die Weiterentwicklung und Klärung der Projekte «Wydeneck», der Haltestelle Apfelsee und der Birsquerung aufgeführt. Auch die Umsetzung des Mobilitätskonzepts, die Umsetzung der Parkraumbewirtschaftung und Renaturierungsprojekte sind aufgeführt.

Des Weiteren ist bei den Zielen der Abschluss der Ortsplanrevision und der Teilzonenplanung Wydeneck, Massnahmen zur Aufwertung des Ortskerns Oberdornach, die Etablierung eines «Gestaltungsbeirats» sowie die Stärkung der Generationenfreundlichkeit aufgeführt. Es gelte, die Tagesstrukturen einzuführen, Spielplätze aufzuwerten, die Standortfrage Jugendhaus zu klären und auch das öffentliche Lokal im Gigersloch zu etablieren.

Im Legislaturprogramm sind auch die «Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen und agilen Verwaltung mit motivierten Mitarbeitenden und der Erhalt der hohen Kundenorientierung» als Ziel aufgeführt mit dem Vorantreiben der Digitalisierung und der Überprüfung der Organisationsstrukturen bei der Sozialregion.

Um Lücken im Bereich Alter und Gesundheit zu schliessen, hat der Gemeinderat in einem separaten Traktandum beschlossen, Vorschläge zu konkretisieren – zum Beispiel zur Entwicklung des Wohnraumes mit Betreuungsangebot und zur Bekämpfung von Armut und Einsamkeit. Gemäss der demografischen Entwicklung betrage der Anteil der über 80-Jährigen in zwanzig Jahren eineinhalbmal mehr als heute, gab der Ressortverantwortliche, Daniel Müller (FDP), zu bedenken. Unklar sei, wie sich das Angebot der Senevita im Stöcklin-Areal auf die Nachfrage auswirke und in welchem Rahmen es Alterswohnungen im Wydeneck geben könnte. Er wies auf die Pläne der Stiftung Haus Martin für eine Erweiterung im Bereich Demenz hin.

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