Hochwalds neue Gemeinderätin

Christine Humphries (Die Mitte) setzte sich am Wahlsonntag gegen ihren Parteikollegen durch. Sie tritt die Nachfolge von Linda Dagli Orti (Grüne) an. Ihre Kandidatur sei ein kurzfristiger Entscheid gewesen.

Frisch in der Politik: Christine Humphries von der Mitte-Partei. Foto: zVg
Frisch in der Politik: Christine Humphries von der Mitte-Partei. Foto: zVg

Aufgrund des Rücktritts von Linda Dagli Orti (Grüne) aus dem Hobler Gemeinderat kam es am Wochenende zur Ersatzwahl. Nachdem die Grünen keinen Ersatz für den vakanten Sitz gefunden hatten, stellten sich die beiden Mitte-Politiker Christine Humphries und Roland Wallmeier zur Wahl.

Nach dem ersten Wahlgang ist bereits die Entscheidung gefallen: Mit 325 Stimmen – und damit 40 über dem absoluten Mehr – ist Christine Humphries gewählt. Ihr Parteikollege kam auf 224 Stimmen. Mit einem solch klaren Ergebnis hätte Humphries nicht gerechnet, wie die Hoblerin einen Tag nach der Wahl gegenüber dem Wochenblatt erklärt: «Ich konnte es vor der Wahl nicht einschätzen», sagt Humphries.

«Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat und freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen», so die 56‑Jährige weiter. Dass sie überhaupt kandidierte, war ein kurzfristiger Entscheid. Vor kurzem hat Humphries ihre Weiterbildung als Fachfrau Schulverwaltung an der FHNW abgeschlossen, entsprechend hat sie jetzt auch Zeit für das politische Amt. Von der Mitte-Partei wurde sie bereits in der Vergangenheit mehrfach angefragt. «Nun war es stimmig», sagt Humphries.

Beruflich umorientiert

Beruflich hat sich die gebürtige Hoblerin nach 30 Jahren im Bankwesen jüngst umorientiert. Seit drei Jahren ist sie die Schulverwalterin des Oberstufenzentrums Dorneckberg in Büren. «Ich wollte etwas Sinnstiftendes finden und dachte mir, das passt», erklärt Humphries ihren Karriereschritt. Ausserdem ist sie Vorstandsmitglied des Scaso, des Verbands der Schulverwaltungen Aargau und Solothurn.

Nun wagt Humphries also den Schritt in die Lokalpolitik. Mit dem Slogan «Verlässlich. Sachlich. Für Hobel» buhlte sie um die Stimmen der Mitbürgerinnen und Mitbürger. Genau diese Werte will Humphries nun auch im Gemeinderat vertreten. Welches Ressort sie übernehmen wird, weiss sie noch nicht. Aufgrund ihres Werdegangs bringe sie in vielen Bereichen Wissen mit. Wahrscheinlich wird es das Ressort Kunst, Kultur und Freizeit, also jenes, dass Dagli Orti bis zu ihrem Rücktritt bekleidet hat. Humphries will aber nicht vorgreifen und sich erst mit ihren Gemeinderatskollegen absprechen. «Ich möchte mich verlässlich in die bestehende Organisation einbringen», sagt Humphries. Sie sei eine Teamplayerin, eine konstruktive Zusammenarbeit liege ihr sehr am Herzen.

Wie gut die Zusammenarbeit im Hobler Gemeinderat funktioniert, darüber gab es nach dem Rücktritt Dagli Ortis einige Spekulationen. Humphries macht sich darüber keine Gedanken. «Dass Linda nicht mehr dabei ist, hat private Gründe. Ich schaue aber nicht in die Vergangenheit, sondern nach vorn», so Humphries. Dass die Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg in Hochwald weiterhin funktioniert, da ist sich Humphries sicher. Und das zeigte sich auch am Wahlsonntag: Als das Wahlergebnis feststand, stellten Freundinnen und Freunde aus anderen politischen Lagern Humphries den traditionellen Wahlbaum. «Das zeigt mir, dass in unserer Gemeinde Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg möglich ist», sagt Humphries. Nun freue sie sich auf die Zusammenarbeit mit den restlichen Gemeinderatsmitgliedern und auch darauf, ihre Heimatgemeinde künftig aktiv mitgestalten zu dürfen.

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