Otto Stich soll seinen Platz erhalten
Über die Ausgestaltung des Otto-Stich-Platzes soll die Gemeindeversammlung befinden.

Lukas Hausendorf
Noch ist es eine unscheinbare, freie Rasenfläche, die von einem Mäuerchen und zwei Parkplätzen abgeschlossen wird. Aber der unverbaute Flecken an der Ecke Josefengasse/Unterdorfstrasse hinter dem Schwanenbrunnenplätzchen wird dereinst an den am 13. September 2012 verstorbenen alt Bundesrat Otto Stich erinnern. Ein Ort der Erinnerung für Dornachs grössten Politiker, der aber kein «statischer Gedenkort» sein soll, wie aus einem Konzeptpapier der Gemeinde hervorgeht.
Stichs Leben und Wirken soll in der Gestaltung des Platzes erlebbar werden, aber auch begegnen sollen sich die Dornacher dort. Und debattieren, ganz im Sinne einer Agora in der griechischen Polis. Damit würde Stich, der den politischen Disput mit Konsequenz und Respekt pflegte, wohl entsprochen. Allerdings soll der Gedenkplatz bescheiden ausfallen. Ein erster Vorschlag der Gemeinde, der eine mit Verbundsteinen belegte Fläche, die von einer Metallpergola überdacht wird, wurde an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember durch eine dringlich erklärte Motion blockiert. Darin wurde eine schlanke Variante gefordert, die nicht mehr als 50 000 Franken kosten sollte. «Der verstorbene alt Bundesrat war als Sparminister bekannt, ihm hätte diese Variante sicher besser gefallen», glaubt der Motionär zu wissen. Und der Spardruck ist in Dornach zurzeit tatsächlich hoch. Für das laufende Jahr ist ein Fehlbetrag von 1,7 Millionen Franken budgetiert.
Alte Variante vom Tisch
In der Zwischenzeit liess die Gemeinde neue Gestaltungsvarianten erarbeiten. Am Montag lagen dem Gemeinderat fünf Eingaben vor, die allerdings nur von begrenzter Aussagekraft waren. «Die zusätzlichen Varianten haben nichts gekostet», versicherte Gemeindepräsident Christian Schlatter (FWD) auf Nachfrage von Daniel Grossenbacher (CVP). Dafür beinhalteten die beiden neuesten Varianten, die von der Bauverwaltung in Absprache mit Schlatter eingeholt wurden noch keine Kostenschätzungen und waren auch nicht in der Vorlage der Baukommission enthalten. Die beurteilte nämlich nur drei Varianten, wobei die sie ein auf circa 80 000 Franken abgespecktes Projekt des Architekturbüros Bühler favorisierte. Dieses kommt zusammen mit der «Variante 4», ein von Hecken, Mauern und hochstämmigen Bäumen umrahmter Platz mit Sitzquadern, am 12. Juni vor die Gemeindeversammlung. Damit folgte der Gemeinderat einem entsprechend lautenden Antrag Grossenbachers.
LED auf Vormarsch
In Dornach leuchten noch immer 217 Quecksilberdampflampen den Bürgern des Nachts den Weg. Deren letzte Stunde hat nun, da sie nicht mehr der Norm entsprechen geschlagen und werden sukzessive ersetzt. Dabei scheint die LED-Technologie nun das Leuchtmittel der Wahl. Entlang des Bruggwegs werden nun 22 der alten, energieineffizienten Funzeln durch die modernen Leuchten ersetzt. Damit spart die Gemeinde bei der Beleuchtung dieses Strassenzugs allein pro Jahr 2400 Franken an Energiekosten. Die Lampen sollen ab 23 Uhr gedimmt werden und vorher nur bei der minimal nötigen Leistung die Strasse beleuchten. Das werden sie garantiert heller als die alten Quecksilberdampflampen, dafür beleuchten sie auch nur die Strasse.


