Oldie-Treffen am «Gempen-Memorial»

Seit 1947 gab es keine offizielle Bergprüfungsfahrt von Oberdornach nach Gempen mehr. Umso attraktiver ist der Event am Samstag für alle Oldtimer-Fans. Mit 5 Franken ist man als Zuschauer mit dabei.

Mit am Start: Walter Grell (links) und sein Mechaniker Hans Boxler mit ihrem «Poulet», einem Deutsch-Bonnet DB 1938.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Mit am Start: Walter Grell (links) und sein Mechaniker Hans Boxler mit ihrem «Poulet», einem Deutsch-Bonnet DB 1938. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Über die wechselvolle und interessante Geschichte des Gempenrennens hat das «Wochenblatt» in der vergangenen Ausgabe ausführlich berichtet (nachzulesen im Internet unter www.wochenblatt.ch). Was versteckt sich aber eigentlich hinter dem «Gempen-Memorial» vom 10. September genau? Es ist eine offene Veranstaltung der Sektion Basel des ACS für klassische Automobile der Produktionsjahre 1911 bis 1965. Zugelassen werden nur Wagen im Originalzustand, die dem Strassenverkehrsgesetz entsprechen und immatrikuliert sind. Um am lizenzfreien Wettbewerb teilnehmen zu können, muss jeder Fahrer und Beifahrer im Besitz des Teilnehmer-Badges des ACS sein. Der Badge wird gegen ein Startgeld in Höhe von 500 Franken pro Team abgegeben. Damit die knapp bemessenen Zeiten eingehalten werden können, ist das Startfeld auf 120 Fahrzeuge begrenzt.


Das Programm
Die zu befahrende Strecke ist mit 5200 Meter um 400 Meter kürzer als die Rennstrecke von 1911. Um 8 Uhr wird die Prüfungsstrecke für den Fahrzeugverkehr gesperrt, um 9 Uhr dann auch für den Fussgängerverkehr. Um 9.30 Uhr folgen der erste Trainingslauf, die Rückverschiebung nach Oberdornach und der zweite Trainingslauf. In der Mittagspause von 13 bis 14 Uhr wird die Strecke für Zuschauer freigegeben. Nach der erneuten Fahrzeugverschiebung gibt es zwischen 14.30 Uhr und 18 Uhr zwei Wertungsprüfungen. Auf die Retablierung folgt beim Schulhaus Gempen die Preisverteilung.

Anders als 1947 gibt es keine Tribüne. «Die Zuschauer im Start- und Zielbereich werden aber von einem Speaker über Lautsprecheranlagen über den Wettbewerb und die Autos informiert», sagt Thomas Hoffmann, Pressesprecher des OK. Gibt es Verkehrsprobleme? «Es gibt in Gempen bei der Turnhalle und im Zielbereich ausreichend Parkplätze für die Besucherinnen und Besucher», so Hoffmann, «die Anfahrt wird ausgeschildert, der Verkehr eingewiesen.» Den ganzen Tag verkehrt ein Shuttle-Postbus auf der Strecke Dornach–Hoch-
wald–Gempen. Auch der normale Verkehr wird über Hochwald umgeleitet.
Der Eintritt in den Start- und Zielbereich kostet für einen Erwachsenen 5 Franken. Kinder bis 16 Jahre geniessen einen Gratiszutritt. Es werden ein Programmheft und eine Teilnehmerliste abgegeben. Es lohnt sich, das Programmheft zum «Gempen-Memorial» zu lesen, denn hier sind nützliche Hinweise zur Sicherheit enthalten. Vor allem sollen Zuschauerinnen und Zuschauer die Abschrankungen respektieren, keine Gegenstände auf die Rennstrecke werfen, keine Lagerfeuer entzünden, deren Rauch die Fahrer irritieren könnte, und bei Unfällen Ruhe und Disziplin bewahren. Verpflegen kann man sich an den Ständen der lokalen Vereine in Dornach und in Gempen.

«Die Verpflegungsstände befinden sich im Startbereich beim Schützenhaus Dornach und im Zielbereich auf der Wiese vis-à-vis des Friedhofs Gempen. Auf dieser Wiese werden auch die teilnehmenden Wagen aufgestellt.
Die Organisation des Anlasses stellte grosse Anforderungen. An der Spitze des OK steht Stephan Kestenholz, Präsident des Verwaltungsrats der Kestenholzgruppe. Eine dreiköpfige Jury wird die Prüfungsfahrten bewerten. Die Erlöse aus Startgeldern, Eintrittspreisen und Sponsoringbeiträgen sollen genau die Kosten tragen. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

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