Neue Operationssäle fürs Spital Dornach
40 Millionen investiert das Spital in Dornach in einen Anbau. Bis 2030 soll dieser fertiggestellt sein.

Eigentlich hätte der Ausbau des Spitals schon früher umgesetzt werden sollen: Vor drei Jahren noch hatte die Spitalleitung ein Projekt vorgestellt, für welches jedoch eine Umzonung notwendig gewesen wäre. Dieses Projekt sorgte bei Anwohnenden für Kritik, weswegen das Spital kurzerhand umplante. Das neue Projekt mit dem Namen «DornaNova» wird zonenkonform ausgeführt, ohne dass eine Änderung am Zonenplan nötig wird.
Vergangene Woche setzten der Verwaltungsratspräsident der Solothurner Spitäler AG (soH), Kurt Fluri, die Direktorin des Spitals Dornach, Irene Wyss, und der Chefarzt für Innere Medizin in Dornach, Armin Droll, sichtlich vergnügt die Presslufthämmer an. Der etwas andere Spatenstich symbolisierte den Beginn der Bauarbeiten.
Das Spital Dornach wurde zwar in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder erneuert und umgebaut, dennoch stammt ein grosser Teil des Gebäudes – auch die Operationssäle – aus dem Jahr 1963. In den kommenden vier Jahren entsteht auf dem heutigen Parkplatz vor dem Spitalgebäude ein dreigeschossiger Anbau mit neuem Operationsbereich inklusive vor- und nachgelagerter Räume. Im Zuge der Erneuerung werde ebenfalls die medizinische und chirurgische Tagesklinik neu organisiert. Mit dem Anbau wird das Spital auch einen neuen Eingangsbereich erhalten.
Die moderne Infrastruktur ermögliche künftig effizientere Abläufe und bessere Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal, erklärte Fluri in seiner Ansprache. «Es geht darum, dem Spital Dornach wieder zu einer Infrastruktur zu verhelfen, die seiner wichtigen Rolle nicht nur in den Solothurner Bezirken Thierstein und Dorneck, sondern in der Nordwestschweiz entspricht», sagte Fluri weiter.
Die wegfallenden Parkplätze werden durch eine dreigeschossige Tiefgarage ersetzt; insgesamt stehen den Patientinnen und Patienten so mehr Parkplätze zur Verfügung. Der Anbau der Basler Burckhardt Architektur AG koste die Solothurner Spitäler AG 40 Millionen Franken, die sie aus eigenen Mitteln investiere, wie Fluri festhielt.
«Wichtigste Arbeitgeberin der Gemeinde»
Einige Bereiche des Spitals, das von den Metallwerken Dornach und dem Kanton Solothurn initiiert und 1920 eröffnet wurde, sind in die Jahre gekommen. Durch den Anbau entstehe für Patienten wie auch für Mitarbeitende mehr Komfort. Dass Investitionsbedarf bestehe, sei schon lange bekannt, sagte Spitaldirektorin Wyss am Anlass. Deshalb sei das Projekt einer Erweiterung bereits 2014 aufgegleist worden. Wyss dankte in ihrer Ansprache auch ihrer Vorgängerin Barbara Schunk, die zum Spatenstich gekommen war, für ihre vorausschauende Planung.
Das Spital sei ein wichtiger Teil von Dornach, unterstrich Gemeindepräsident Daniel Urech. «Die soH ist die wichtigste Arbeitgeberin in der Gemeinde. Es ist selbstverständlich, dass wir als Gemeinde alles tun, was zur Unterstützung dieses Projektes beiträgt.»
Während der Bauarbeiten muss der Spitalbetrieb regulär weiterlaufen. «Ja, es wird lärmig, umständlich und auch mal schmutzig. Aber wir geben alles, damit die Einschränkungen so gering wie möglich sind», erklärte Stefan Knobel, Projektleiter und Bauherrenvertreter der soH. Die Rettungswagen werden künftig von Süden her über die Herzentalstrasse zum Spital fahren. Dazu müsse das bestehende Wegnetz leicht verbreitert und ein neuer Eingang für den Notfall gebaut werden, erklärte Knobel. Auch einige Parkplätze werden hinter das Spital verlegt. «Dafür müssen einige Bäume gefällt werden. Der Spitalgarten wird nach den Bauarbeiten aber wiederhergestellt», sagte Knobel.


