Musikunterricht wird unterstützt

Der Gemeinderat will musikalisch talentierte Jugendliche stärker unterstützen und Musikanfängern die Instrumentenwahl erleichtern. Für das Gebiet Widen hat Dornach eine Planungszone erlassen.

Talentförderung an der Musikschule: Überdurchschnittlich begabte Musikschüler sollen am kantonalen Förderprogramm teilnehmen können.  Foto: Isabelle Hitz
Talentförderung an der Musikschule: Überdurchschnittlich begabte Musikschüler sollen am kantonalen Förderprogramm teilnehmen können. Foto: Isabelle Hitz

Jeden Frühling findet an der Jugendmusikschule Dornach ein Präsentationskonzert statt, an dem die unterschiedlichen Instrumente vorgestellt werden. Dies alleine reiche jedoch oft für die Auswahl des richtigen Instruments nicht aus, fand Simon Reich, Leiter der JMS. An der Gemeinderatssitzung von Montagabend präsentierte er die Idee, dass jedes Kind maximal zwei Instrumente während je vier Probestunden zu 25 Minuten ausprobieren könne. Die Probelektionen sollen wie reguläre Musikstunden verrechnet werden. So würde den Eltern für acht Probelektionen um die 190 Franken berechnet, die Gemeinde übernähme 300 Franken. Ginge man von zehn Schülern pro Jahr aus, die acht Schnupperstunden besuchen würden, so ergäbe dies für die Gemeinde Kosten von 3000 Franken pro Jahr.

Reichs Anliegen wurde vom Gemeinderat positiv aufgenommen und einstimmig angenommen. Daniel Urech (FWD) und Thomas Gschwind (FWD) störten sich jedoch am Zeitpunkt des Antrags. Ein solches Anliegen gehöre in die ordentliche Budgetierung und sollte nicht als Nachtragskredit gestellt werden, monierte Urech.

Zusammenarbeit mit der Talentförderung Baselland

Simon Reich beantragte am Montagabend auch eine spezielle Unterstützung für besonders begabte Musikschüler. Von den 346 Dornacher Musikschülern würden etwa drei Schüler in diese Kategorie fallen, schätzt Reich. Der Kanton Solothurn bietet keine Talentförderung in Musik an. Daher schlug Reich vor, die Kosten von 450 Franken pro Schüler und Jahr für die Teilnahme an der Talentförderung Baselland zu übernehmen. Weiter wünschte sich Reich auch eine finanzielle Unterstützung der Eltern von talentierten Musikschülern. Die Talentförderung sieht vor, dass ein Schüler ein Hauptinstrument mit einer ganzen und ein Nebeninstrument mit einer halben Lektion sowie zusätzlich Musiktheorie an der JMS belegt. Die Kosten für die Eltern von 3046 Franken pro Jahr seien trotz Subvention hoch. Reich schlug daher vor, dass die Gemeinde von diesen Kosten 1046 Franken übernehmen würde.

Thomas Gschwind (FWD) beantragte, die 450 Franken für die Teilnahme an der Talentförderung anzunehmen, den Subventionsbeitrag für die Eltern aber erst ins nächste Budget aufzunehmen. Der Gemeinderat stimmte ihm zu.

Planungszone Widen

Für das Entwicklungsgebiet Widen beschloss der Gemeinderat eine Planungszone für drei Jahre. Davon ausgeschlossen ist das Areal der ehemaligen Swissmetall. Damit sollen Bautätigkeiten verhindert werden, die nicht ins Gesamtkonzept passen. Die Planungszone kann um zwei Jahre verlängert werden, sodass die Gemeinde maximal fünf Jahre Zeit hat, um im Rahmen der Ortsplanrevision Zonenvorschriften für das Widenareal zu erarbeiten.

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