Im September wird umgebaut

Das Pfadiheim Dornach ist in die Jahre gekommen. Für die Sanierung haben der Hüttenverein und die Pfadfinderabteilung St. Mauritius eifrig Geld gesammelt: 81 Prozent der Kosten sind gedeckt.

Treiben die Sanierung des Dornacher Pfadiheims mit Elan und Herzblut voran: Der Vorstand der Hüttenvereins St. Mauritius mit Präsident Pascal Hasler (3. v. r.) und Patrick Meier, Kommunikationsverantwortlicher (l.).  Foto: Isabelle Hitz
Treiben die Sanierung des Dornacher Pfadiheims mit Elan und Herzblut voran: Der Vorstand der Hüttenvereins St. Mauritius mit Präsident Pascal Hasler (3. v. r.) und Patrick Meier, Kommunikationsverantwortlicher (l.). Foto: Isabelle Hitz

Das Pfadiheim unterhalb des Schlosshofes ist beliebt und stets gut gebucht: Nicht nur die Pfadiabteilung St. Mauritius schätzt die Infrastruktur und die tolle Lage oberhalb von Dornach, auch andere Jugendorganisationen, Vereine, Schulen und Private mieten die Hütte gerne für ihre Lager und Anlässe. Eigentümer des Pfadiheims ist der Hüttenverein St. Mauritius, der auch für den Unterhalt und die Vermietung zuständig ist.

Die letzten grösseren Umbauarbeiten des 1949 gebauten Hauses liegen 45 Jahre zurück. Vor allem im Obergeschoss braucht es Neuerungen: Die Raumaufteilung der Schlafsäle ist unpraktisch, die sanitären Anlagen veraltet. Aber auch Dach, Fassade, Fenster und Heizung müssen erneuert werden, erklärt Pascal Hasler, Projektleiter und Präsident des Hüttenvereins. Der Vorstand hat im letzten Jahr deshalb unter dem Titel «Vision 2020» ein Projekt für eine umfassende Sanierung lanciert.

Im September sollen die Sanierungsarbeiten beginnen. Dabei wird das erste Stockwerk komplett renoviert. Das Geschoss wird etwas vergrössert, erhält neue WC-Anlagen mit warmem Wasser und eine Dusche. Die beiden grossen Schlafsäle mit je vierzehn Betten werden in kleinere Räume unterteilt. Die Gesamtzahl der Betten bleibt jedoch gleich. Alles soll zweckmässig, aber so einfach wie möglich gehalten werden: «Wir wollen keinen Luxus», betont Patrick Meier, Kommunikationsverantwortlicher des Hüttenvereins. Auch das Dach wird angepasst und besser isoliert, die Fassade erneuert und die alten Fenster ersetzt. Eine neue Gas-Zentralheizung wird den alten Ölofen im Keller ablösen. Das Erdgeschoss wird weitgehend gleich bleiben. Die Küche wurde 2009 erneuert, deshalb sind dort keine Renovationsarbeiten nötig.

Teure Brandschutzmassnahmen

Die Renovierungsarbeiten kosten mehr als erwartet: Der Hüttenverein rechnet mit 820000 Franken. Mehrkosten entstehen vor allem durch die gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzmassnahmen. 81 Prozent der Kosten hat der Verein aber bereits beisammen: 150000 Franken stammen aus dem Eigenkapital des Vereins, die Einwohnergemeinde und die Bürgergemeinde Dornach spendeten 250000 beziehungsweise 60000 Franken. 11468 Franken sind durch die Crowdfunding-Aktion der Pfadfinderabteilung St. Mauritius Dornach auf der Internetplattform lokalhelden.ch zusammengekommen. Auch Privatpersonen, Firmen und Stiftungen spendeten für den Umbau. Der Hüttenverein will zudem mit Eigenleistungen rund 30000 Franken abdecken.

Behindertengerecht

Das Pfadiheim soll teilweise behindertengerecht gestaltet werden, sodass auch gehbehinderte Kinder in Regelklassen die Möglichkeit haben, an einem Lager in der Pfadihütte teilzunehmen. Für die Mehrkosten für die behindertengerechten Massnahmen hat der Hüttenverein vom Dornacher Stöckli-Heimberg-Fonds letzte Woche einen Beitrag von 33000 Franken zugesprochen bekommen. Der von der Gemeinde geführte Fonds verfügt über rund 1,8 Millionen Franken, die für Projekte zur Verfügung stehen, die geistig oder körperlich gebrechlichen Kindern und Jugendlichen im Dorneck zugute kommen.

«Wir dürfen stolz sein auf das, was wir erreicht haben» resümiert Patrick Meier. «Was uns noch fehlt, ist die Baubewilligung und ein paar Fränkli.» Das sei aber kein Grund zur Sorge. Die Gespräche mit dem Kanton seien positiv verlaufen, und von der Raiffeisenbank habe der Hüttenverein die Zusage für einen Kredit zu guten Konditionen. Das Projektteam will jedoch alles daransetzen, das restliche Geld noch zusammenzubringen: «Wir wollen der kommenden Generation keine Hypothek hinterlassen», so Meier.

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