Heimatliche Bilder kommen ans Licht

Vom 17. Juli bis zum 21. August zeigt das Heimatmuseum Schwarzbubenland Dornach die Ausstellung «Vom Dunkel ans Licht – Bilder aus dem Depot des Museums». Eine Möglichkeit, bekannte und unbekannte Künstler neu zu entdecken.

«Steinbruch bei Laufen»: Bild des in Dornach verstorbenen Malers Alfred Glauser.  Foto: ZVG
«Steinbruch bei Laufen»: Bild des in Dornach verstorbenen Malers Alfred Glauser. Foto: ZVG

Thomas Brunnschweiler

Seit der letzten Bilderausstellung im Heimatmuseum liegen schon fast zehn Jahre zurück. Der Raum eignet nur bedingt für die Präsentation von zweidimensionalen Werken, da die Wände bereits von Exponaten besetzt sind. Die Kunstsammlung des Heimatmuseums ist weder organisch gewachsen noch systematisch aufgebaut worden. Viele Werke kamen eher zufällig in den Besitz der Stiftung, viele wurden ihr von regionalen Künstlern im Nachgang zu Ausstellungen geschenkt.

Einen Kern der Sammlung bildet das grosszügige Legat des 1979 verstorbenen Dr. Otto Kaiser. Er war langjähriger spiritus rector und Kustos des Museums. Ihm verdankt die Sammlung Werke von überregionaler Bedeutung. Zu den schweizweit oder gar international bekannteren Künstlern gehören Wilhelm Gimmi, Ernst Hodel jun. und der Tiermaler Fritz Hug, der 1921 in Dornach geboren wurde. Die Ausstellung ist unter anderem ein Spiegel der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Landschaft des Schwarzbubenlandes und des Laufentals. Neben Ölgemälden werden Zeichnungen, Aquarelle, Linol- und Holzschnitte gezeigt.

Interessante Einblicke

Insgesamt sind 3 Künstlerinnen und 29 Künstler in der Sammlung vertreten. Den meisten Menschen in der Region dürfte der Maler August Cueni aus Zwingen bekannt sein, der schon von Albin Fringeli gewürdigt wurde. Weitere regionale Maler sind Severin Borer aus Büsserach (1924–2010), Johann Kessler aus Breitenbach (1893–1972) oder Alois Kron aus Ettingen (1913–2004). Besonders interessant sind auch die Werke der künstlerisch tätigen Frauen. Die in Arlesheim 1970 mit 93 Jahren verstorbene Maria Strakosch-Giesler war in Wien zusammen mit Klee, Chagall und Kandinsky in einer Gruppenausstellung vertreten. Der Malerin Rosa Wiggli-Klein aus Olten war 1993 im Kunstmuseum Solothurn eine viel beachtete Gedächtnisausstellung gewidmet. So führt die Ausstellung in Dornach die Lebensspuren ganz unterschiedlicher Menschen zusammen, wobei die regionale Landschaft als Motivgeber den gemeinsamen Nenner bildet.

Es ist wichtig, dass archivierte Kunstwerke regelmässig dem tristen Dasein der Dunkelheit entrissen und im guten Licht einer Ausstellung gezeigt werden. Die Hängung wird in der Ausstellung strikt alphabetisch vorgenommen. Auf eine künstlerische Wertung wird bewusst verzichtet. Im Katalog zur Ausstellung werden 25 Künstler/-innen vorgestellt. Es lohnt sich, die sorgfältig gestaltete und informative Broschüre des Kurators Dr. Hans Voegtli zu erwerben und zu lesen. Die Vernissage findet am 14. Juli um 18 Uhr im Heimatmuseum Schwarzbubenland Dornach statt und wird von Evgeniya Spalinger und Marisa Minder musikalisch umrahmt. Dem Organisator, der Stiftung Heimatmuseum Schwarzbubenland Dornach und insbesondere Hans Voegtli gebührt für ihr Engagement ein grosser Dank.

«Vom Dunkel ans Licht – Bilder aus dem Depot des Museums», Heimatmuseum Schwarzbubenland Dornach. 17. Juli–21. August 2016.
Öffnungszeiten: Mi 18–20 Uhr / So 15–17 Uhr. Vernissage: Do 14. Juli, 18 Uhr; Finissage: 21. August, 17 Uhr.

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