GV Hochwald: Besseres Finanzergebnis als angenommen, ein räumliches Leitbild und eine Gemeindefusion

Hochwalds Rechnung fällt besser aus als budgetiert, ist aber trotzdem im Minus. Zu reden gab auch eine mögliche Gemeindefusion mit Gempen.

Präsentierten eine bessere Rechnung als erwartet: Der Hobler Gemeinderat um Gemeindepräsident Beat Kübler (FDP),der am Rednerpult steht. Foto: Désirée Bellwald
Präsentierten eine bessere Rechnung als erwartet: Der Hobler Gemeinderat um Gemeindepräsident Beat Kübler (FDP),der am Rednerpult steht. Foto: Désirée Bellwald

Die Gemeinde Hochwald rechnete für das Jahr 2025 mit einem Aufwandüberschuss von 436 077 Franken. Das abschliessende Defizit liegt nun bei 185 380 Franken. Gemeinde-Vizepräsident und Ressortleiter Finanzen, Raumplanung und Energie, Hans Schumacher (FDP), erklärte, dass in den vergangenen Jahren tendenziell knapp budgetiert worden sei, weshalb man für das Jahr 2025 grosszügiger angesetzt habe. Als einen gewichtigen Grund für die negative Bilanz führte er insbesondere die Gesundheitskosten sowie die Ausgaben für die AHV-Ergänzungsleistungen an. Pflegekosten seien meist schwierig vorauszusehen, gab Schumacher zu bedenken, und es handle sich dabei um ein Thema, das Hochwald wohl auch in den kommenden Jahren weiter beschäftigen werde.

Rechnung kritisch beäugt und angenommen

Besser als erwartet schnitt Hochwald bei den Ausgaben in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasser und Abfallentsorgung ab. Geholfen hätten weiter auch die Steuereinnahmen, die ebenfalls höher ausfielen als budgetiert. Ein Mitglied der Gemeindeversammlung sah dem Gemeinderat dabei besonders kritisch auf die Finger: Kritisiert wurde, dass der Stundenaufwand des Gemeinderats um über 30000 Franken gegenüber dem Budget überschritten wurde. Dennoch schloss die Funktion Allgemeine Verwaltung mit rund 16000 Franken weniger Nettoaufwand als budgetiert ab. Gemeindepräsident Beat Kübler (FDP) erklärte, dass der stundenmässige Mehraufwand des Gemeinderats mehrere Gründe gehabt habe: Zum einen sei es bei den Gemeinderatsmitgliedern zu einigen Wechseln gekommen, was immer einen Mehraufwand bedeute, gleichzeitige hänge der personelle Aufwand stark an den Projekten, deren Aufwand schlicht falsch eingeschätzt worden sei. Der Antrag der Gemeinde, die Rechnung anzunehmen, wurde schliesslich mit 20 von 23 Stimmen angenommen.

Fusion mit Gempen und das räumliche Leitbild

Zwei Themen, die die Versammelten im Anschluss an die Rechnung stark beschäftigten, waren zum einen Gempens Ausschau nach Fusionspartnern und das räumliche Leitbild. Eine Anwesende wollte wissen, ob in diesem Belangen Hochwald bereits von Gempen angefragt wurde. Der Gemeindepräsident erklärte, dass der Gemeinderat im Bild darüber sei, dass Gempen die Zusammenarbeit mit umliegenden Gemeinden verstärken wolle, dass ihnen jedoch keine laufenden Verhandlungen bekannt seien. Ein weiteres Mitglied meldete sich zu Wort mit dem Appell an den Gemeinderat, dieses Geschäft zu prüfen.

Der Gemeinderat will nun prüfen, ob ein Fusionsinteresse auch vonseiten der Gemeinde Hochwald besteht, und den Austausch mit Gempen suchen. Ein weiteres Thema, das von der Versammlung vorgebracht wurde, war schliesslich die Fertigstellung des räumlichen Leitbilds, das in verschiedenen Workshops mit der Bevölkerung erarbeitet wurde. Der Gemeinderat orientierte darüber, dass er dabei sei, das Leitbild ohne inhaltliche Eingriffe zu kürzen und leserfreundlicher zu gestalten.

Bundesfeier und 800 Jahre Hochwald

Zuletzt wies Gemeindepräsident Kübler die Anwesenden auf zwei Veranstaltungen hin: Die Schützengesellschaft organisiert im Auftrag der Kulturkommission die diesjährige Bundesfeier. Die Feier findet ab 18.30 Uhr in der «Schützenstube» bei der Ziegelschüren und bei jeder Witterung statt. Ausserdem feiert Hochwald in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Von 21. bis 23. August feiert Hochwald sein 800‑jähriges Bestehen mit verschiedenen Essensständen, Einblicken in traditionelle Handwerkskunst und Musik. Der Erlös der Jubiläumsfeier geht zugunsten der Hochwaldner Schule.

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