Gemeindepräsidium in Gempen: Klares Votum für den Bürgerblock

Patrik Stadler von der FDP ist klar zum neuen Gemeindepräsidenten von Gempen gewählt worden. SP-Herausforderer Simon Esslinger unterlag zum zweiten Mal.

Wahl für sich entschieden: Patrik Stadler tritt als neuer Gemeindepräsident in die Fussstapfen von Roland Sauter.  Foto: Tobias Gfeller
Wahl für sich entschieden: Patrik Stadler tritt als neuer Gemeindepräsident in die Fussstapfen von Roland Sauter. Foto: Tobias Gfeller

Freudig nimmt Patrick Stadler am Sonntagnachmittag auf Gempens Strassen die Gratulationen entgegen. Autos halten an, Spaziergänger zeigen mit dem Daumen nach oben. Die Freude der Leute ist das Spiegelbild des klaren Wahlresultats. Mit 206 zu 99 Stimmen distanziert Stadler SP-Gemeinderat Simon Esslinger deutlich. «Ich bin über das klare Resultat sehr erleichtert», sagt der strahlende Sieger. Neben der grossen Freude habe er aber auch Respekt vor dem Amt und dessen Aufgaben. Den Führungsstil seines Vorgängers Roland Sauter werde er grundsätzlich weiterführen. «Auch ich möchte alle im Gremium zu Wort kommen lassen und die Sitzungen effizient abhalten.» Dennoch komme mit einer neuen Person in gewissen Bereichen auch ein anderer Stil ins Präsidium.


Links-Grün chancenlos
Das Tandem Patrik Stadler und Martin Dietler (SVP) als Präsident und Vizepräsident hat bestens funktioniert. «Es ist genauso rausgekommen, wie wir uns das gewünscht haben», freut sich der mit einem klaren Resultat bestätigte Vizepräsident Dietler.

Grosser Verlierer des Urnengangs ist die links-grüne Allianz mit ihrem Kandidaten Simon Esslinger. «Die Enttäuschung hält sich in Grenzen. Wir haben unser Potenzial abgerufen, mehr aber nicht», resümiert der Unterlegene. Als Grund für das klare Votum sieht er unter anderem seine in der kürzeren Vergangenheit geringe Präsenz im Dorf. Nach seinem Scheitern vor vier Jahren ist dies nun bereits Esslingers zweite Niederlage im Kampf um das Gemeindepräsidium. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Resultats blickt der SP-Gemeinderat aber in die Zukunft: «Für die SP/Grünen geht es darum, einerseits im Gemeinderat weiter gut und unabhängig zu arbeiten, aber auch darum, neue Menschen für die politische Arbeit zu gewinnen. Wir brauchen Leute, die sich auch in Zukunft für die Dorfpolitik engagieren.»

Schlatter und Tomasi unbestritten
Im Unterschied zu Gempen sind die Präsidiumswahlen in Dornach und Hochwald ruhig verlaufen. Christian Schlatter von den Freien Wählern (FWD) wurde am Sonntag souverän in seinem Amt bestätigt. Bei einer Stimmbeteiligung von 36,6 Prozent und einem absoluten Mehr von 722 erreichte er 1170 Stimmen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Auch in Hochwald ist der bisherige Gemeindepräsident deutlich wiedergewählt worden. Andy Tomasi (CVP) kam auf 246 Stimmen, dies bei einer Wahlbeteiligung von 35,6 Prozent.

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