Feiern bis in die tiefen Morgenstunden

Die Dornacher Fasnacht beschränkte sich heuer auf den Nepomukplatz. Der Publikumsaufmarsch war dafür riesig.

Samba Schnoogge: Sie brachten die Menge mit «Stand by me» zum Schunkeln.

Samba Schnoogge: Sie brachten die Menge mit «Stand by me» zum Schunkeln.

Schränzten, was das Zeug hält: D Agfrässeni aus Laufen.

Schränzten, was das Zeug hält: D Agfrässeni aus Laufen.

Heimspiel: D Ruinenarre spielten vor vollen Rängen.

Heimspiel: D Ruinenarre spielten vor vollen Rängen.

Grosser Aufmarsch: Die Bühne lockte zahlreiche Guggen aus der Region an.

Grosser Aufmarsch: Die Bühne lockte zahlreiche Guggen aus der Region an.

Reisten aus dem Nachbarkanton an: D Grossstadt-Chnulleri aus Kaiseraugst. Fotos: Eckhirsch putzART AG / Arpad Anderegg

Reisten aus dem Nachbarkanton an: D Grossstadt-Chnulleri aus Kaiseraugst. Fotos: Eckhirsch putzART AG / Arpad Anderegg

Die Ankündigung vom Fasnachtskomitee, auf dem Nepomukplatz am Schmutzigen Donnerstag wieder ein Guggenkonzert durchzuführen, stiess weit über die Region hinaus auf riesiges Interesse. Es meldeten sich mehr Guggen an als die Jahre zuvor – und der Publikumsaufmarsch war gigantisch. Die Musizierenden der Guggen liefen zur Hochform auf. Fetziger, rockiger, lustvoller denn je ertönte es auf der Bühne – und das Publikum sog die Rhythmen förmlich auf. Der Lichterglanz wechselte die Farben und verlieh dem Schmutzigen Donnerstag sein buntes Etikett. Vor dem Popcornstand brachten die Kinder mit quirligem Konfettitanz das dominierende Gefühl zum Ausdruck: Es herrschte pure Lebensfreude. Das Publikum stand dicht gedrängt vor der Bühne, wippte und sang vor sich her. Man genoss das bunte Treiben und das lang vermisste Gemeinschaftsgefühl. Später dislozierte man in die Vampir-Bar und feierte unbeschwert bis tief in den Morgen.

Fasnachtskomitee freut sich schon auf das nächste Jahr

«Unsere Bilanz fällt sehr positiv aus», resümiert Benjamin Jutzi vom Fasnachtskomitee fröhlich. «Wir hatten mit der Fasnachtsplanung begonnen, als man noch von strengen Auflagen ausging», erklärt Gemeinderat Kevin Voegtli, der die Vampir-Bar mitorganisiert. Umso grösser war die Freude über die Lockerungen der Massnahmen durch den Bundesrat und über die sehr erfolgreiche Fasnacht – auch wenn sie in diesem Jahr kurz ausgefallen ist. «Am Entscheid, auf den Umzug zu verzichten, mussten wir festhalten, es war einfach zu kurzfristig für eine Umkehr», sagt. Das sei zwar das dritte Jahr ohne Fasnachtsumzug, doch er sei zuversichtlich, dass dies nicht das Ende der Dornacher Wagenbauer sei.

Der Umzug, dessen Brauch in Dornach erst vor wenigen Jahren neu entdeckt worden war, werde im nächsten Jahr bestimmt umso schöner werden. Für die Dornacher Gugge Ruinenarre war es eine lange Durststrecke, weil sie im Sommer auch am Portiunkula-Markt auf ihre Doppelstöcker-Bar verzichten musste.

Am Sonntag kommen die Ruinenarre in Dornach nochmals zu einem Auftritt beim Fasnachtsfeuer. Treffpunkt ist um 19 Uhr beim Feuerwehrmagazin. Die Teilnehmenden erhalten einen Lampion und marschieren in musikalischer Begleitung der Guggenmusig Ruinenarre zum Sportplatz Gigersloch, wo um 19.30 Uhr das Fasnachtsfeuer entfacht wird.

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