Feierliche Grundsteinlegung von «Wohne im Öpfelsee»
An der Apfelseestrasse wurde der Grundstein des neuen Hauses der Sonnhalde Gempen gelegt. Das Haus für ältere Menschen mit Behinderung ist das erste seiner Art im Dorneck-Thierstein

Thomas Brunnschweiler
Dank Spenden von bislang 1,4 Millionen Franken konnte das Projekt mit Anlagekosten von 6,8 Millionen Franken in Angriff genommen werden. Die Fremdfinanzierung von 70 Prozent stammt von der Raiffeisenbank Dornach. Das neue Haus für 20 ältere Menschen trägt einem Bedürfnis Rechnung, welches in einem Konzept bereits 2010 ersichtlich geworden ist. Immer mehr Menschen mit einer Beeinträchtigung erreichen ein Alter, das eine besondere Wohn- und Betreuungsform verlangt.
Das Wohnhaus der Sonnhalde setzt im Apfelseequartier einen neuen Akzent. Um den Kontakt mit den anderen Quartierbewohnern zu fördern, wird es im «Wohne im Öpfelsee» auch eine kleine Cafeteria geben. Zusätzlich dazu entstehen zwei Studios für etwas jüngere Menschen mit einer Behinderung. Die Energie- und Wärmeversorgung basiert auf einem «Solar-Eisspeicher-System». So leistet die Sonnhalde in verschiedener Hinsicht einmal mehr Pionierarbeit.
Platonischer Körper …
Rund 80 Menschen hatten sich am Freitag vor zwei Wochen in der Baugrube in der Neuen Heimat 8 eingefunden, um der feierlichen Grundsteinlegung beizuwohnen. Josef Reichmann, Geschäftsleiter Finanzen, führte durch die stimmungsvolle Feier und begrüsste die Vertreter von Kanton, Gemeinden und Organisationen wie auch die Bewohnerinnen und Bewohner aller Sonnhalde-Häuser.
Ursula Brunschwyler, die Abteilungsleiterin der sozialen Dienste des Kantons Solothurn, überbrachte die guten Wünsche der Regierung. Vorstandsmitglied Niklaus Hottinger ging auf den materiellen wie spirituellen Aspekt der Grundsteinlegung ein und spendete als Gabe einen reinen Bergkristall, der für Transparenz und Offenheit stehe. Roman Hirler, Sozialpädagoge und Bildhauer, hatte als Grundstein ein Dodekaeder (Zwölfflächner) aus Kupfer geschaffen, das als Behältnis für die Gaben diente. Er stellte eine interessante Betrachtung über Form und Stoff dieses platonischen Körpers an.
… mit originellen Gaben
Nach einem Liedbeitrag wurde der Grundstein gefüllt, unter anderem mit einem Pyrit, einem Turmalin, einem vergoldeten Schneckenhaus, einer Stimmgabel und verschiedenen Schriften. Während Roman Hirler das Pentagondodekaeder im Hintergrund verlötete, trug Andreas Schrade, Personalverantwortlicher der Sonnhalde, Gedanken zum Inhalt und zu den Wünschen vor. Nach Johanni-Liedern und der Rezitation eines Gedichts von Conrad Ferdinand Meyer wurde der Grundstein schliesslich einbetoniert, wobei sich alle Anwesenden mit der Schaufel beteiligen konnten.


