Erster Anerkennungspreis geht an Stefan Schindelholz vom SC Dornach
Der Dornacher Gemeinderat folgte der Empfehlung einer dreiköpfigen Jury. Der erstmals vergebene Anerkennungspreis ist mit 3000 Franken dotiert.

Bea Asper
Das Beste an diesem Preis ist die damit verbundene Geste», freut sich Stefan Schindelholz senior, Co-Präsident, ehemaliger Spieler, Trainer und Förderer des Sportclub Dornach. Die E-Mail-Nachricht, mit der die Verwaltung Stefan Schindelholz am Dienstag über den gemeinderätlichen Entscheid informierte, hat er noch gar nicht gelesen, als er vom «Wochenblatt» um ein Interview gebeten wird. Er habe zwar mitbekommen, dass er für den Anerkennungspreis nominiert worden sei, doch mit einer Wahl habe er nicht gerechnet. «Ich bin ja nicht der Einzige, der sich in Dornach für einen Verein engagiert», sagt Schindelholz. Und weiter: «Dieser Preis ist schön und spornt zu neuen Leistungen an. Aber er ist nicht die eigentliche Triebfeder. Sich für einen Sportverein, für eine soziale oder kulturelle Institution zu engagieren, macht man aus Freude, aus Leidenschaft für die Sache und eben mit Herzblut.» Und er erinnert an die vielen stillen Schaffer im Hintergrund. «Die dürfen nicht vergessen werden», so Schindelholz.
Mit dem SC Dornach ist Stefan Schindelholz nun seit fast 50 Jahren verbunden und verfügt über einen beachtlichen Leistungsausweis. In all den Jahren ist es ihm und dem Verein gelungen, von der 4. in die 1. Liga aufzusteigen (mit dem Wermutstropfen des Abstiegs in die 2. Liga im letzten Jahr). Im Gigersloch konnte eine tolle Clubanlage realisiert werden. Spieler und Trainer wurden verpflichtet, die später in ganz grossen Clubs wirkten. Und immer wieder konnten Sponsoren für die gute Sache begeistert werden.
Einen Anerkennungspreis dafür zu erhalten, daran hätte er nie gedacht. Er sei im Leben ja schon mit dem schönsten Geschenk belohnt worden: «Meine Kinder haben grosse Freude am Fussball und sind sogar im Profifussball tätig (Sohn Nicolas spielt beim FC Thun, Sohn Stefan spielt beim SCD, Anm. d. Red.), und meine Frau Marlene unterstützt mich seit mehr als 30 Jahren. Ohne familiären Zuspruch wäre es nicht möglich, sich täglich für einen Verein einzusetzen», betont Schindelholz. Bis zum Bau des Clubrestaurants hat Familie Schindelholz die Mannschaft des SC Dornach vor einem Heimspiel jeweils zu sich an den Frühstückstisch eingeladen. «Das förderte den Teamgeist und erhöhte die Zufriedenheit!» Auf die Frage, was er mit dem Anerkennungspreis machen wird, sagt er ohne zu zögern: «Die 3000 Franken werden in den Verein investiert.»
Initiative aus der Bevölkerung
Die Initiative, in Dornach einen Anerkennungspreis ins Leben zu rufen, war aus der Bevölkerung gekommen. Menschen in Dornach, die durch spezielles Engagement im kulturellen, sozialen oder sportlichen Bereich hervorgetreten sind und sich in besonderem Ausmass für und in der Gemeinde eingesetzt haben, sollten damit geehrt werden. Der Gemeinderat erarbeitete daraufhin Richtlinien und einen Kriterienkatalog (selbstloses Verhalten, Aufwand, Anerkennung und Ansehen lokal und regional sowie Mehrwert für die Gemeinschaft) und installierte ein Gremium mit den Mitgliedern Peter Boder (Präsident Orchester Dornach, Zunftrat Magdalenenzunft), Christine Weiss (Mitglied Kulturausschuss) und Urs Immeli (Präsident Vereinskartell).
Dieses wertete die bis Sommer eingegangen Vorschläge aus und übergab dem Gemeinderat einen Dreiervorschlag mit einer Wahlempfehlung. Mit im Rennen waren die Theatergruppe Dornach und Lukas Greiner, Leiter des JMS-Kammerorchesters Birseck-Dorneck.
Der Gemeinderat ist nun am Montag der Empfehlung des Jury gefolgt und hat den Anerkennungspreis Stefan Schindelholz zugesprochen. Die Wahl fiel nicht zuletzt auf ihn, weil dank seinem Engagement viele Spielergenerationen von einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung profitieren durften. Die feierliche Preisübergabe findet voraussichtlich an der Gemeindeversammlung im Dezember statt.


