Erinnerung an Albin Fringeli

25 Jahre nach seinem Tod wird Albin Fringeli mit einem Gedenkstein beim Heimatmuseum Schwarzbubenland Dornach geehrt. Damit werde die Erinnerung an den Dichter des Schwarzbubenlandes für die Zukunft wachgehalten, ist Stiftungsratspräsident Hans Voegtli überzeugt.

Ehrenbürger von Nunningen: 1987 pflanzte Albin Fringeli am Dorffest der Thiersteiner Gemeinde eine Linde auf dem Dorfplatz.  Foto: ZVG/AZ Medien

Ehrenbürger von Nunningen: 1987 pflanzte Albin Fringeli am Dorffest der Thiersteiner Gemeinde eine Linde auf dem Dorfplatz. Foto: ZVG/AZ Medien

Am 7. Juli waren es 25 Jahre her, dass der Dichter Albin Fringeli gestorben ist. Nun ist das Heimatmuseum Schwarzbubenland Dornach in den Besitz des Grabsteins von Fringeli gekommen. Hintergrund bildet der Umstand, dass die Grabesruhe auf dem Friedhof Oberkirch aufgehoben wurde. Die Familie des Dichters bot den Grabstein der Stiftung des Heimatmuseums Schwarzbubenland Dornach an. «Wir freuen uns ausserordentlich, dass das Heimatmuseum dem unermüdlichen Förderer seiner Institution ein bleibendes Dankes- und Erinnerungsmal widmen kann», sagt Stiftungsratspräsident Hans Voegtli.


Vielfältig kulturell aktiv
Der Dichter des Schwarzbubenlandes (1899–1993) war in seinem langen Leben vielseitig kulturell tätig. Er schrieb mehrere Bücher und zahlreiche Gedichtbände im Schwarzbubendialekt, war Mitbegründer des Schwarzbubenkalenders (der heute von den AZ Medien herausgegeben wird) und Heimatforscher. Hauptberuflich wirkte er während Jahrzehnten als Sekundarlehrer in Nunningen. Überdies gehörte Fringeli zu den Promotoren eines Heimatmuseums Schwarzbubenland in Dornach, das bereits 1949 eröffnet wurde. Von Anfang an war Albin Fringeli Teil der Museumskommission und später während Jahrzehnten auch des Stiftungsrats.

Fringelis Grabstein wurde 1993 vom Luzerner Künstler Eugen Renggli (1923–2016) geschaffen, der in Lucelle wirkte. Inzwischen ist das Erinnerungsmal mit finanzieller Unterstützung der «Freunde des Heimatmuseums» nach Dornach überführt worden. Nun steht der Grabstein vor dem Haupteingang des Museums, in der Nähe des Beinhauses für die Gefallenen der Schlacht von Dornach. Als Besonderheit ist die künstlerisch wertvolle Grabstele sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite gestaltet. Der Künstler liess sich von einem keltischen Kultstein inspirieren. Das Medaillon zeigt auf der Vorderseite ein Kreuz und auf der Rückseite einen stilisierten Kopf, wie er auch auf keltischen Goldmünzen des ersten nachchristlichen Jahrhunderts vorkommt, wie Hans Voegtli die Ausführung des Steines beschreibt.


Erinnerung wachhalten

Geboren wurde Albin Fringeli am 24. März 1899 auf dem Stürmenhof zwischen Bärschwil und Laufen. Dieser engeren Heimat blieb er zeitlebens eng verbunden. Ihr setzte er in Büchern wie «Am schtille Wäg», «Heimfahrt», «Geschter, hüt und morn», «Landschaft als Schicksal», «Holderbaum» oder «Schwarzbubenland» eindrückliche dichterische Denkmäler. Erst spät erfuhr Fringeli Anerkennung für sein Schaffen: Johann-Peter-Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg (1961), Preis der Schiller-Stiftung (1963), Kunstpreis des Kantons Solothurn (1965), Ehrendoktor der Universität Basel (1969) sowie Oberrheinischer Kulturpreis der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung Basel. Seine Heimatgemeinde Bärschwil und seine Wohngemeinde Nunningen verliehen ihm zudem das Ehrenbürgerrecht.

Der Gedenkstein in Dornach trage nun dazu bei, «die Erinnerung an eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Schwarzbubenlandes des 20. Jahrhunderts auch in Zukunft wachzuhalten», ist Voegtli überzeugt.

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