Eine Schule, die verbindet
Am Sonntag feierte das Oberstufenzentrum Dorneckberg (OSZD) 50 Jahre. Die Schule verbindet fünf Gemeinden und damit ihre Kinder.

Andreas Vögtli, Präsident des Zweckverbandes Oberstufenzentrum Dorneckberg (OSZD), blickte in seiner Ansprache auf die Anfänge zurück. «Die dezentralen Schulstandorte, Raumknappheit oder dass es etwa in Büren keine Turnhalle gab, waren unbefriedigend. So gingen auch der Kontakt und das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Jugendlichen verloren.» Am 8. Juni 1971 wurden Büren, Gempen, Hochwald, Nuglar-St. Pantaleon und Seewen zu einem Schulkreis zusammengefasst, mit Standort Büren. Am 18. Oktober 1976 konnte das neue Schulgebäude bezogen und in Betrieb genommen werden. «Es war damals und auch heute noch eine ganz tolle Sache. In der Mensa können sich Schülerinnen und Schüler über die Mittagszeit verpflegen und es gibt eine Turnhalle, eine Aussensportanlage sowie ein Hallenbad.» Vögtli betont, dass der gemeinsame Schulstandort nicht nur als Bildungszentrum ideal, sondern auch bei späteren Tätigkeiten für den Zusammenhalt auf dem Dorneckberg äusserst wertvoll sei. Da die Schülerzahlen über die Jahrzehnte stetig zunahmen, musste das Schulhaus erweitert und modernisiert werden, damit es mit den Ansprüchen an den Unterrichtsbetrieb Schritt halten konnte.
Schulleiter Simon Esslinger erklärt, dass «die Schule 50 Jahre im wahrsten Sinn des Wortes auch dank massivem Beton Stand hielt. Die Stürme über den Dorneckberg waren schon damals bekannt. Aber auch die Idee hinter unserer Schule hat Bestand.» Es war wohl reiner Zufall, dass es just am Sonntag stürmte, als hätte es eines Beweises für die Worte bedurft.
«Eine Schule hat nie grünes Licht, bei uns blinkt es immer gelb»
«Bereits vor 50 Jahren wurde das OSZD mit einem für seine Zeit aussergewöhnlichen Konzept als Tagesschule geplant. Denn Schule soll mehr sein als Unterricht. Es soll Lebens-, Lern- und Begegnungsort für alle Jugendlichen unserer Dörfer sein. Die Schule hat eine gemeinsame Identität auf dem Dorneckberg ermöglicht», so Esslinger.
Mathias Stricker, im Kanton Solothurn als Regierungsrat für Bildung, Kultur und Sport zuständig, besuchte Büren und erklärte, wie wichtig diese Schule sei. «Eine gute Schule schafft eben nicht nur Raum für Unterricht, sondern Bedingungen, unter denen Begegnungen und persönliche Entwicklungen möglich werden.» Als ehemaliger Primarlehrer kann er das bestens beurteilen. Vögtli wird per Ende Jahr seinen Posten als Präsident des Zweckverbandes abgeben. «Es freut mich, dass ich in all den Jahren mitwirken konnte und jetzt bei dieser Feier sehe, wie toll alles wurde.» Er sagt aber auch: «Eine Schule hat nie grünes Licht, bei uns blinkt es immer gelb. Das heisst, man muss immer aufmerksam sein und daran arbeiten, dass sich die Schule weiter positiv entwickelt. Aber ich stelle fest: Wir gehen mit Zuversicht in die Zukunft.»
Die Schülerinnen und Schüler, welche das Gebäude täglich besuchen, nahmen aktiv an der offiziellen Feier am Sonntag teil. Dies mit Gesang (Primarschule) oder Einzeldarbietungen am Klavier oder mit E‑Gitarre und selbst komponiertem Lied. Beeindruckend waren das Angebot an Attraktionen und die kulinarische Vielfalt. Game Factory, Spooky 50 – Halloween trifft OSZD, Face Magic, ein Jubiläums-Theater, Pop‑up-Museum, Karaoke Loung, Art und Design, Art und Foto und mehr. Aber auch sportliche Aktivitäten, bei denen man selbst mitmachen durfte, gehörten zum Angebot – und im Hallenbad konnte man über Synchronschwimmen staunen.
Dieses Jubiläum hat gezeigt, wie wichtig es ist, den Kindern die bestmögliche Infrastruktur zu bieten.


