Ein Jauchzer auf die Zukunft
Dem Verein Schwarzbuebe-Jodler Dornach gelang es, die Turnhalle Bruggweg zu füllen und das Publikum mit einem «Bunten Blumenstrauss» zu erfreuen.

Bea Asper
Auch wenn es schwieriger sein mag, Mitglieder zu finden, lohnt es sich, sich miteinander für eine Sache zu engagieren. Die Freude oder gar Erfüllung sind Gründe genug und darüber hinaus hat die ganze Gesellschaft etwas davon», meinte Gemeindepräsident Christian Schlatter. Für ihn sind die «Schwarzbuebe-Jodler Dornach» unter dem Motto «klein aber fein» ein ganz feiner Verein.
Musikalisches Feuerwerk
Und der hat am letzten Samstag Grosses vollbracht. Mit dem Jodler-Obe 2012 ist es dem Verein erneut gelungen, die Turnhalle Bruggweg in einen Festsaal zu verwandeln und ein zahlreiches Publikum glücklich zu machen. «Ein bunter Blumenstrauss» – so lautete das Motto. Der Abend bot ein buntes Feuerwerk für alle Sinne, wobei die herzerwärmende Sängerin Wally Schneider durchs musikalische Programm führte und gleich selber mit ihren besten Stücken einen Teil dazu beitrug. Sie nahm die Zuschauer mit in den siebten Himmel, liess sie träumen, an eine bessere Welt glauben und die Alltagssorgen vergessen.
Die Gäste mit auf eine Wanderung durch die wunderschöne Natur nahm der Gastverein Jodlerklub Männertreu Nesslau, Duett Jolanda Willi und Boris Hatt mit Gitarre zeigte, dass das Jodeln keine kreativen Grenzen kennt.
Doch auch das Traditionelle kam nicht zu kurz, die Chueli-Musik aus Büren an der Aare verbreitete mit Schwyzerörgeli, Harmonika und Akkordeon gute Laune. Und natürlich machten die Schwarzbuebe-Jodler mit ihren Einlagen und der Top-Organisation den Abend zu einem unvergesslichen Musik-Fest. Vereinspräsident Klaus Boder zeigte sich zufrieden. «In Dornach finden zwei Vereinsabende statt (Concordia und Jodler). Ein Rezept für eine volle Turnhalle haben wir nicht», man sei aber bestrebt, mit Qualität zu bestechen. «Dies ist uns gelungen, auch dank der ausgezeichneten Arbeit unserer hervorragenden Dirigentin Ruth Matter Riedi.»
Boder freute sich auch, dass der Aufruf an potenzielle Neumitglieder auf Echo stösst. «Wir sind nach wie vor auf der Suche nach Nachwuchs, doch konnten wir schon zwei neue Sänger begrüssen», erklärte er auf Anfrage. Im nächsten Jahr feiert der Verein seinen 60. Geburtstag. «Dies wollen wir mit einem speziellen Konzert begehen», führt Boder aus. Das Jahr einläuten wird man am Dreikönigstag in der Klosterkirche mit der Jodlermesse. Ausserdem will man am Nordwestschweizer Jodlerfest teilnehmen.
Vor dem 60-Jahr-Jubiläum
«60 Jahre Schwarzbuebe-Jodler, wie weiter? Das ist die grosse Frage», meint Boder. Dank der optimalen Zusammenarbeit mit den Stadtjodlern Dietikon, der ebenfalls von Ruth Matter Riedi geleitet wird, sieht die Zukunft ganz gut aus. Bei personellen Engpässen können die Dornacher jederzeit auf Unterstützung der Zürcher Kollegen rechnen. «Als Gegenleistung helfen wir den Stadtjodlern aus», so Boder. Er sagt aber auch: «Es wäre schön, wenn wir pro Stimmlage fünf bis sechs Sänger hätten, daran arbeiten wir intensiv». Es ist ihm bewusst, dass dies nicht einfach sein wird. In der Region mussten Vereine (Beispiel Allschwil) ihre Aktivitäten einstellen. «Wir werden alles daran setzen, dass die Schwarzbuebe-Jodler überleben können», verspricht Boder.


