Durchbruch auf der Gemeindeverwaltung

Die Bauarbeiten für die Modernisierung des Gemeindehauses sind am Freitag gestartet. Läuft alles nach Plan, feiert Dornach noch in diesem Jahr die Einweihung.

Startschuss: Die Arbeiter schlugen am Freitag die erste Wand ein, Gemeinderat Daniel Müller (Mitte) begleitete das Team. Foto: Bea Asper
Startschuss: Die Arbeiter schlugen am Freitag die erste Wand ein, Gemeinderat Daniel Müller (Mitte) begleitete das Team. Foto: Bea Asper

«Die Kisten auf dem Dachboden bleiben unberührt, ebenso das Archiv hinter den schweren Metalltüren im Untergeschoss. Der Treppenaufgang aus erster Stunde schafft es ebenfalls in die Zukunft», sagt Statthalter Daniel Müller. Er leitet die Arbeitsgruppe Umbau Gemeindehaus und erlebte in den letzten Wochen bei der Räumung im ehemaligen Schulhaus aus dem Jahre 1864 eine Reise in die Vergangenheit. Hellebarden erinnern an frühere kämpferische Zeiten, und das rot-weisse Kostüm im Keller, welches die Dornacher an ihrem Gastauftritt am Sechseläuten von Zürich trugen, weist auf die Verbundenheit mit Solothurn. Die letzten Möbelstücke wurden in die Brockenstube gebracht. Am Freitagnachmittag war es dann so weit: Die Umbauarbeiten, die seit fünf Jahren die Gemüter von Dornach bewegen, sind gestartet. Die Mitarbeitenden der Firma Straumann Hipp aus Basel begannen unter der Aufsicht von Architekt Adrian Billerbeck mit dem Abbruch der Wände. Das Gebäude soll eine energetische Aufwertung erfahren und fit gemacht werden für die Gemeindeverwaltung von morgen.

Modernes Raumkonzept

Die Rückbauphase wird acht Wochen dauern. Dann beginnt die Installationsphase mit einer Zeitdauer von zwei Monaten, es folgt die Innenausbauphase. Aufgrund der Offerten geht die Arbeitsgruppe davon aus, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann. Es würden keine wesentlichen Eingriffe in die Statik vorgenommen, sondern auf Basis der bestehenden Gebäudestruktur die Räumlichkeiten erneuert und angepasst. «Das Erdgeschoss weist im Eingangsbereich eine zusätzliche Schiebetüre auf und umfasst den Empfangsbereich, die Einwohnerkontrolle sowie Sitzungs- und Besprechungszimmer», erklärt Müller. Im Untergeschoss wird der Lagerraum für ein künftiges Heizungsprojekt vorbereitet und der Velokeller zu einem öffentlichen WC umgenutzt.

«In der Einwohnerkontrolle werden Diskretzonen erstellt. Im ersten Obergeschoss sind die Räume des Gemeindepräsidiums und der Verwaltungsleitung vorgesehen. Im zweiten Obergeschoss gibt es ein modernes Raumkonzept für die Bauverwaltung und im dritten Obergeschoss für die Finanzverwaltung», führt Müller aus. Im ganzen Haus gibt es neue Toilettenanlagen sowie einen Brandschutz. Aussen wird das Gebäude neu gestrichen und der Zugang vom Parkplatz (mit neuem Velounterstand und E-Säule) mit einer behindertengerechten Rampe ergänzt werden.

Umbau kostet rund 3 Millionen

Beim ersten Anlauf hatte der Gemeinderat wegen einer Fehlplanung einen Baustopp verhängen müssen. Die Planung für den Umbau des Gemeindehauses wurde daraufhin von einer neuen Arbeitsgruppe komplett überarbeitet. Die Gemeindeversammlung genehmigte im August 2020 den Projektkredit inklusive PV-Anlage in der Höhe von 2853000 Franken. «Mit diesem Entscheid konnten der Architekt und die Fachplaner mit der Detailplanung fortfahren. Im Januar 2021 wurde die Baugenehmigung erteilt», rekapituliert Müller. Ende März hatte der Gemeinderat die Baumeisterarbeiten vergeben. Ob deren Einzug noch in diesem Jahr oder Anfang 2022 erfolgt, wird sich im Verlauf der Arbeiten herausstellen, meint Müller.

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