Dornach will regional mit der Birsstadt planen
Die Gemeinde tritt der regionalen Planungsgruppe Birsstadt bei. Dank regionaler Planung erhofft man sich mehr Gewicht beim Kanton und bessere Chancen auf Bundesgelder.

Lukas Hausendorf
Die Birsstadt wird immer konkreter. Vor einigen Jahren mehr Vision und Basis für interkommunalen Austausch, nehmen erste Projekte nun Konturen an und erste Formen der regionalen Zusammenarbeit institutionalisieren sich. Nun sind die acht Birsstadt Gemeinden daran, eine regionale Planungsgruppe einzuberufen, in der sowohl Exekutivmitglieder aller Gemeinden sowie Fachbereichsleiter aus den Verwaltungen tätig sein werden. Auch die Schaffung einer gemeinsamen Geschäftsstelle ist vorgesehen. «Die Schaffung einer gemeinsamen Planungsregion ist ein Pilotversuch», sagte Dornachs Gemeindepräsident am Montagabend. Sie ist aber auch eine Notwendigkeit.
Verkehrs- und raumplanerische Projekte wie MARDA und ELBA, die sich über das gesamte Birseck erstrecken, zeigen, dass die Gemeinden im Birstal künftig enger zusammenarbeiten müssen, um die drängenden Herausforderungen in der Raumplanung meistern zu können. Einer Studie des Büro Metron zufolge wird die Agglomeration bis zum Jahr 2035 um 50 000 Einwohner wachsen. Eine gemeindeübergreifende Planung von Siedlungs-, Erholungsgebieten und Gewerbezonen ist dafür unabdingbar. «Das gemeinsame Vorgehen erhöht zudem auch die Chancen auf Bundesbeiträge aus dem Agglomerationsprogramm», so Schlatter. Und es verschafft den Interessen der Birsstadt beim Kanton besseres Gehör.
Beteiligung der Kantone ist Bedingung
Allerdings muss der Kanton auch mitziehen. Die Schaffung der regionalen Planungsgruppe Birsstadt ist nicht nur davon abhängig, dass alle acht Birsstadt Gemeinden mitmachen und einen Beitrag zahlen, sondern auch davon, dass die Kantone Baselland und Solothurn ihre Kassen öffnen und für die ersten drei Jahre insgesamt 120 000 Franken beisteuern. Solothurn hat indes seinen Beitrag von 20 000 Franken vorbehältlich dem Kantonsbeitrag aus Liestal zugesichert. «Solothurn hat in Olten und Grenchen positive Erfahrungen mit Planungsregionen gemacht», erklärt Schlatter. Der Dornacher Gemeinderat hat für die ersten drei Jahre einen Beitrag von 27 342 Franken einstimmig gesprochen. Auch Arlesheim, Birsfelden, Pfeffingen und Reinach haben ihre Beiträge bereits gesprochen.


