Die Freude am Leben pflegen
Am Samstag fand der traditionelle Jodlerobe in der Turnhalle Bruggweg mit vielen befreundeten Jodlerklubs aus nah und fern unter dem Motto «Läbesfreud» statt.

Jay Altenbach
Kurz vor Beginn des Jodlerabends sind die Tische und Bänke in der Turnhalle gut besetzt. Viele befreundete Jodlerinnen und Jodler haben sich auf den Weg gemacht, den Samstagabend mit Schwarzbubenjodlern und ihren Gästen aus der Innerschweiz zu verbringen. Den Auftakt bestreiten die Schwarzbubenjodler mit «Lueget, loset, gniesset» und dem Stück «Glücklich sy» mit dem sie am Jodlerfest mit der Bestnote ausgezeichnet wurden. Anschliessend übernimmt die charmante Wally Schneider das Mikrofon und führt in einer sehr sympathischen Art durch den Abend. Ihre schöne Stimme und der heimelige Dialekt animieren das Publikum zum Zuhören.
Der imposante Jodlerklub Maiglöggli aus Emmenbrücke unter der Leitung der Aktivjodlerin Trudy Ineichen zeigt bereits beim ersten Lied sein volles Können und begeistert das Publikum. Seit 1987 hat der Jodlerclub Maiglöggli stets die Höchstnote 1 an den Jodlerfesten erreicht und dieses Niveau will die Dirigentin auch halten. Sie setzt sich aber nicht nur für die Aktivjodler ein, sondern fördert seit 1997 auch den Nachwuchs und führt diesen von Erfolg zu Erfolg.
Brillanter Soloauftritt
Zwischen den Darbietungen der Klubs bringen René Buser und Kurt Müller eine Einlage mit dem Alphorn und die beiden Jodlerinnen der Schwarzbubenjodler , Rita Gröger und Elisabeth Willi, begleitet von Sabine Schlienger am Schwyzerörgerli, zwei Duetts. Begeisterung löst der Auftritt von Tochter Jolanda Willi aus. Sie tritt als Solojodlerin in Begleitung von Boris Hatt an der Gitarre auf und entzückt das Publikum.
Die Zweifel von Boris Hatt, der nicht nur Gitarre spielt, sondern teilweise auch mitsingt, sind völlig unbegründet: Das Duo überzeugt restlos. Das Talent muss Jolanda von ihrer Mutter Elisabeth Willi geerbt haben. Die 27-jährige Primarlehrerin hat bereits mit 12 Jahren angefangen zu singen. Früher war sie mit der Schwester und dem Vater beim Jodlerclub Duggingen und sang viele Duetts mit der Schwester. Seit eineinhalb Jahren singt und jodelt sie nun bei den Schwarzbubenjodlern und begeistert durch ihr grossartiges Können und ihre ausdrucksstarke Stimme. Dank ihrem Hobby lernen ihre Schülerinnen und Schüler der Swiss international School in Basel Schweizer Lieder und Traditionen kennen.
Mit «Mi Boum», gesungen vom beiden Chören, beenden die Jodlerchöre den offiziellen Teil und übergeben die Bühne dem Schwyerörgelitrio Zmoos und den Tänzerinnen und Tänzern.
Jodler-Messe
Den nächsten Auftritt haben die Schwarzbuebe-Jodler Dornach am Sonntag, den 6. November 2011, um 11 Uhr in der katholischen Kirche in Aesch. Sie singen dort die Jodler-Messe von Jost Marty.


