Die ewige Liebe zum Jodeln

Ein unvergesslicher Abend: Die Jodler haben einmal mehr alle Erwartungen übertroffen. Die waren hoch. Die Turnhalle Bruggweg war bis auf den letzten Platz besetzt.

Berührte die Herzen ganz besonders: Der gemeinsame Auftritt der Schwarzbuebe-Jodler mit dem Chinderchörli Waldhüttli und dem Jodlerklub Gunzgen.  Foto: Bea Asper
Berührte die Herzen ganz besonders: Der gemeinsame Auftritt der Schwarzbuebe-Jodler mit dem Chinderchörli Waldhüttli und dem Jodlerklub Gunzgen. Foto: Bea Asper

Bea Asper

Das Leben nimmt seinen Lauf, vieles verändert sich, die Liebe zum Jodeln bleibt. Moritz Schäfer und Jean-Jaque Senn feierten am Samstag am Jodlerabend in Dornach je 50 Jahre Mitgliedschaft beim Verein Schwarzbuebe-Jodler. Und die beiden betonten, dass sie auf eine «wundervolle Zeit mit tiefen Freundschaften zurückblicken und keine Stunde missen möchten». Und selbstverständlich bringe sie derzeit auch nichts davon ab, weiter mit dabei zu sein. «Sängertreu» stimmte der Gastverein Jodlerklub Gunzgen an, und ihr Solosänger und Liedermacher Daniel Wermuth brachte zusätzlich das Lied «Ewigi Liäbi» ins Spiel.

Wunderbar frohes Ambiente
Die Gastgeber überzeugten gesanglich ebenso mit den Stücken wie «im Wärde» und «Bim Vernachte». Die Jodler trafen einmal mehr mitten in die Herzen. Unverkennbar, wie sehr sie für den Schweizer Traditionsgesang brennen, der Funken ihrer Leidenschaft sprang sofort über aufs Publikum. Mit tosendem Applaus würdigten die Zuhörer die gefühlvollen Darbietungen und verlangten Zugaben. Moderatorin Susanne Hueber – stilecht gekleidet in der Tracht – zeigte sich emotional überwältigt und sagte spontan zu, bei einer der wöchentlichen Gesangsproben der Schwarzbuebe-Jodler reinschnuppern zu wollen, mitzusingen und den «Zungenschnalzer» auszuprobieren. «Ein wunderbar frohes und herzliches Ambiente herrscht hier», sagte Hueber anerkennend. Jodler-Präsident Klaus Boder wäre hoch erfreut, würden Hueber oder auch andere neue Sängerinnen und Sänger sich einbringen in den Chor, an Stimme und Gesang feilen und bei den Auftritten an regionalen und nationalen Anlässen mit auf der Bühne stehen.

Die Neugründung des regionalen Kinderchörlis hat zwar geklappt und bald ist der erste Auftritt – und zwar nächst Woche in Reinach. Das Problem, dass vielen Jodlervereinen die Stimmen ausgehen, sei aber nach wie vor akut, sagte Klaus Boder gegenüber dem «Wochenblatt». Bei den Zuschauern hingegen verzeichnen die Jodler keineswegs schwindendes Interesse. Im Gegenteil: Am Samstagabend war der Saal am Bruggweg bis auf den letzten Platz besetzt und die Darbietungen und Verköstigung übertrafen einmal mehr alle Erwartungen.

Die Herzen innig berührt hat vor allem auch das «Chinderchörli Waldhüttli», das unter der Leitung von Christina Wanner und ihrer Tochter Marina wöchentlich probt. Die beiden zählen in der Schweiz zu den Top-Jodlerinnen und mit Bravour gelingt es ihnen, eine grosse Schar von kleinen Sängerinnen und Sängern mit ihrem Elan im Jodeln weiterzubringen. In Dornach bekamen sie für dieses Engagement ganz grosse Anerkennung.

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