«Crime time» am Bruggweg

Mit einem gelungenen Themenprogramm punktete der Musikverein Concordia Dornach in der Turnhalle Bruggweg. Musik und Krimikomödie wussten zu gefallen.

Versteht die Welt nicht mehr: Sir Tanley (Nobby Bloch). Im Hintergrund Theo Götz als Polizist Sutter.  Foto: Thomas Brunnschweiler
Versteht die Welt nicht mehr: Sir Tanley (Nobby Bloch). Im Hintergrund Theo Götz als Polizist Sutter. Foto: Thomas Brunnschweiler

Thomas Brunnschweiler

Am Samstagabend war die Turnhalle völlig ausgebucht, aber auch am Sonntagnachmittag fanden sich noch viele Dornacherinnen und Dornacher zur «Crime time» bei Speis und Trank ein. Mit dem zügig intonierten «Polizischt-Wäckerli-Marsch» begann das muntere Potpourri kriminalistischer Begleitmelodien. Im «Miss Marple Theme» der berühmten Agatha- Christie-Verfilmungen mit Margaret Rutherford zeigten sich die Flöten und Klarinetten von ihrer besten Seite.

Conférencier Pascal Haas führte mit einer kriminalistischen Rahmengeschichte, bei der das Publikum die Lösung zu erraten hatte, launig durchs Programm. Die voluminöse «James Bond Suite» von Monty Norman überzeugte durch einen homogenen und wuchtigen Klang. Der musikalische Charakter wurde von Dirigent Christoph Moor vorzüglich eingefangen und die Melodien von «Live and Let Die», «For your Eyes only» und «Goldfinger» erinnerten an cineastische Highlights. In «Der Dritte Mann» von Anton Karas konnten die Holzbläser ihre Qualitäten ausspielen und in «The Pink Panther Theme» von Henry Mancini vermochten die Flötistinnen erneut zu überzeugen. «Mission Impossible» gefiel durch eine dramatische musikalische Choreografie und die schönen Perkussionselemente.

Zuletzt erklangen in «Crime Time» die Titelmelodien der langlebigen Fernsehserien «Tatort», «Derrick» und «Ein Fall für zwei». Insgesamt bot die Concordia den Eindruck eines gefestigten, sicheren und straff geführten Ensembles, das eine positive Entwicklung hinter sich hat.

Unterhaltsame Krimikomödie

Nach der Pause kam die Kriminalkomödie «Mord ohni Wort» von Peter Kennedy in der schweizerdeutschen Fassung von Etienne Meuwly zur Aufführung. Regie führte der Routinier Alain Amhof, der selbst den etwas undurchsichtigen und hysterischen Butler Justin spielte.

Eine illustre Gästeschar im Hause von Primavera Donna musste sich unheimlichen Begebenheiten stellen, bei denen nie ganz klar war, wer welche Rolle spielte. Während eines Sturms draussen stapelten sich drinnen die Leichen. Am Schluss stellte sich die Frage, wer die Filmrechte für die haarsträubende Story erhalten sollte. Anja Füllemann wusste als scharfzüngige Partygängerin ebenso zu gefallen wie der schon fast legendäre Nobby Bloch als Sir Tanley. Theo Götz lieh seine wohlbekannte dramatische Gabe der Figur des Polizisten Sutter und Silvana Boder gab die zum Schweigen verpflichtete Schwester Bella Donna. Am Laptop steuerte Corinne Marty die akustischen Effekte. Die auch im Flyer gut aufgemachte Jahresproduktion zeigte, dass mit dem Musikverein Concordia als Kulturträger in Dornach immer noch zu rechnen ist.

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