Beitragsgesuch für Dachsanierung gutgeheissen

Die Stiftung Heimatmuseum Schwarzbubenland braucht Geld für die Dachsanierung des Kirchengebäudes. Dornach ist bereit, 55 Prozent der Kosten zu übernehmen, das Gemeindepräsidium stellte aber auch Forderungen.

Nicht ganz dicht: Das Dach der St.-Mauritius-Kirche in Dornach muss dringend saniert werden.  Foto: WOB Archiv
Nicht ganz dicht: Das Dach der St.-Mauritius-Kirche in Dornach muss dringend saniert werden. Foto: WOB Archiv

An Regentagen nagt die Zeit besonders an den Relikten der Vergangenheit im Heimatmuseum Schwarzbubenland. Das Dach des Museumsgebäudes weist undichte Stellen auf. Für die Sanierung bat der Stiftungsrat die Gemeinden um finanzielle Unterstützung. Der Dornacher Gemeinderat stellte zur Diskussion, 55 Prozent der Kosten zu übernehmen, das Gemeindepräsidium stellte dazu allerdings Forderungen. So hiess es im Antrag an den Gemeinderat: «Zur Steigerung der Attraktivität und Belebung dieses schönen Ortes müssen Massnahmen ergriffen werden. Der Stiftungsrat wird beauftragt, noch vor Start der Sanierungsarbeiten dem Gemeinderat ein Konzept mit Ideen zu unterbreiten.» Des Weiteren verlangte Gemeindepräsident Christian Schlatter vom Stiftungsrat, dem Gemeinderat aufgrund der Höhe der Projektkosten mindestens zwei weitere Offerten vorzulegen.» Die Mauritiuskirche sei für Oberdornach «wahrscheinlich der wichtigste Bau» und bilde das Zentrum des historischen Dorfkerns. Bei einer so namhaften Summe, die aus Steuergeldern erbracht werden soll, müsse die Frage gestellt werden, ob die Bevölkerung genügend von diesem Gebäude hat, hielt das Gemeindepräsidium in seinem Kommentar zum Beitragsgesuch fest. Da die Kirche nur selten geöffnet sei, könne sie zur Belebung von Oberdornach nicht viel beitragen. Sehr beliebt seien die Museumskonzerte und man wünsche sich weitere Aktivitäten, die aber nicht unbedingt vom Stiftungsrat organisiert werden müssten, hiess es in den Ausführungen.


Stiftungsrat lässt sich nicht auf Deal ein

Stiftungsratspräsident Hans Vögtli und Stiftungsrat Daniel Müller (als Gemeinderatsvertreter) wiesen darauf hin, dass es nicht angemessen sei, Geldbeiträge für eine Dachsanierung mit Forderungen zum Betrieb des Museums zu verknüpfen. Müller liess dies den Gemeinderat auf dem schriftlichen Weg wissen, weil er in den Ferien weilt. Vögtli besuchte die öffentliche Gemeinderatssitzung als Zuhörer und folgte der Einladung des Gemeindepräsidenten gerne, das Wort zu ergreifen. Vögtli gab mit deutlichen Worten zu verstehen, dass der Stiftungsrat sich nicht auf einen
solchen Deal einlassen werde. Andere Gemeinden würden keine solchen Bedingungen stellen. In der Diskussion beantragte Gemeinderat Daniel Urech (Freie Wähler) die Streichung der Forderungs- Anträge. Diese kämen einer Einmischung in die Stiftung gleich; man müsse auf einem anderen Weg die Zusammenarbeit mit den Museumsverantwortlichen suchen, argumentierte er. Diese Meinung setzte sich im Rat klar durch.

Das Beitragsgesuch wurde indes einstimmig gutgeheissen, Dornach übernimmt 55 Prozent der Kosten, was gemäss Offerte maximal 120000 Franken ausmachen soll. Erfreut nahmen Schlatter und seine Ratskollegen zur Kenntnis, dass der Stiftungsrat von sich aus den zuständigen Kantonsstellen eine Lösung zum Schutz der Fledermäuse unterbreitet hat. So richten sich die Sanierungsarbeiten nach dem biologischen Zeitplan des Grauen Langohrs.

Weitere Artikel zu «Dornach und Dorneckberg», die sie interessieren könnten

Spielt Anne Frank: die deutsche Sopranistin Meike Hartmann. Foto: zVg
Dornach und Dorneckberg07.01.2026

Das Tagebuch der Anne Frank:Ein musikalisches Seelen-Porträt

Das Neue TheaterDornach bringt ab dem17. Januar «Das Tagebuch der Anne Frank» auf die Bühne. Sopranistin Meike Hartmann gibt einen Einblick in die…
Aussenbereich: Visualisierung des geplanten Schulhauses Brühl mit Pausenplatz und Erweiterungsbau.Foto: zvg / visualisierung
Dornach und Dorneckberg17.12.2025

Schulraumerweiterung Brühl:«Wir stehen erst am Anfang»

Beim Wettbewerb für die Schulraumerweiterung konnte die Jury aus21 Eingaben auswählen und empfiehlt einstimmig das Projekt «Panama» zur Weiterbearbeitung. Der…
Tritt ab: Lorenz Altenbach im Garten des Klosters Dornach, dessen Stiftungsrat er 20 Jahre lang präsidierte.Foto: Tobias gfeller
Dornach und Dorneckberg17.12.2025

Vom Freiwilligenprojekt zum KMU

Nach knapp 20 Jahren im Amt gibt Lorenz Altenbach das Präsidium der Stiftung Kloster Dornach ab. Mit dem Stiftungsrat hat er mehrere wegweisende Entscheidungen…