Bahnhofareal: Parking-Angebot für Velofahrer soll besser werden
Bewachte oder unbewachte Abstellplätze, Schliess-fächer ja oder nein und überhaupt: Wie viele Plätze sind nötig? Diese Fragen diskutierte der Dornacher Gemeinderat.

Bea Asper
Mit der Erneuerung des Bahnhofs Dornach-Arlesheim war im Rahmen des Agglomerationsprogramms auch eine Velostation vorgesehen. Damalige Projektvorschläge wurden aber aus Kostengründen verworfen. Es ging um 800 000 Franken. Jetzt liegt eine günstigere Variante vor, woran sich die Gemeinde Dornach – und auch Arlesheim – sich mit je 150 000 Franken beteiligen würde. Die Velostation Liestal GmbH wurde beauftragt, die Bahnhofssituation zu analysieren, Vorschläge zur Optimierung zu unterbreiten sowie einen Standort für ein bewachtes Veloparking zu prüfen. Erklärtes Ziel ist es, den Velofahrern an der gut frequentierten Verkehrsdrehscheibe eine zeitgemässe, bequeme und attraktive Infrastruktur zu bieten. Dem Gemeinderat lag am Montag nun ein Papier vor, das ein bewachtes Veloparking mit 175 Abstellplätzen vorsieht – und zwar bei der Tramschlaufe.
Entlang der Mauer zum Kloster Dornach würden 36 Plätze liegen, weitere 41 sollen gemäss Vorschlag auf der anderen Seite der Geleise an der Bahnhofstrasse vis-à-vis der Migros hinzukommen.
Dem Gemeinderat – das zeigte die folgende Diskussion – geht dieser Vorschlag allerdings zu weit. Er reduzierte das Veloparking bei der Tramschlaufe auf 100 Plätze und will vor allem die genauen Betriebs- und Folgekosten abgeklärt wissen. Und es soll nicht ein bewachtes Parking geben, sondern ein «gesichertes», etwa in Form von Velo-Schliessfächern. Den Betrieb des Parkings will der Gemeinderat ferner einem Privaten überlassen.
Laut Gemeindepräsident Christian Schlatter hat die Firma Lifestyle Cycles bereits ihr Interesse angemeldet. Der Gemeinderat beauftragt nun die Bauverwaltung, ein entsprechendes Vorprojekt zu erstellen – mit dem Vorbehalt, dass auch der Arlesheimer Gemeinderat ein solches Projekt unterstützt. Dieser hat sich tags darauf an seiner Sitzung für rund 400 Veloabstellplätze – bewachte und unbewachte – ausgesprochen. «Da die Meinungen offenbar auseinandergehen, werden wir das Gespräch mit dem Dornacher Gemeinderat suchen», sagte Gemeindepräsident Karl-Heinz Zeller auf Anfrage des «Wochenblatts».
Energiepolitisches Programm
Ob und welche Massnahmen Dornach zum Energiesparen ergreift, will der Gemeinderat in einem Workshop klären. Das von der Energiestadt-Kommission ausgearbeitete Papier zu sistieren, wie seitens der FDP vorgeschlagen wurde – «bis die Finanzen wieder im Lot sind», so Roland Stadler – kam für die Ratsmehrheit nicht infrage. Allerdings teilte man die Bedenken, dass die Umsetzung des Programms «ein riesiges Arbeitsfeld» eröffnen würde. Dafür fehlten die Ressourcen derzeit schlicht. Zur Diskussion stehen nicht weniger als 50 Massnahmen. Jene, die bereits angelaufen sind, sollen weitergeführt werden, ist die Meinung der Ratsmehrheit. Der Gemeinderat will nach einer separaten, detaillierten Analyse eine Prioritätenliste erstellen und entscheiden, welche Programmpunkte in die Ortsplanungsrevision und in Dornachs Leitbild einfliessen könnten.


