Ausgezeichnete Unterhaltung

Der mit 3000 Franken dotierte Dornacher Anerkennungspreis 2017 geht an die Theatergruppe des Musikvereins Concordia. Die Gemeinde würdigt damit eine für das Dorfleben wichtige Tradition.

Anerkennungspreis macht stolz und motiviert: Salomé Derrer, Präsidentin des Musikvereins Concordia (l.), und Carmen Hurni, Regisseurin des neusten Stücks, freuen sich auf den Unterhaltungsabend Ende dieses Monats umso mehr.  Foto: Isabelle Hitz
Anerkennungspreis macht stolz und motiviert: Salomé Derrer, Präsidentin des Musikvereins Concordia (l.), und Carmen Hurni, Regisseurin des neusten Stücks, freuen sich auf den Unterhaltungsabend Ende dieses Monats umso mehr. Foto: Isabelle Hitz

Theater gehört zum Dorfleben und es ist der Theatergruppe hoch anzurechnen, dass sie diesen grossen Aufwand auf sich nimmt», betonte Gemeindepräsident Christian Schlatter in seiner Laudatio an der letzten Gemeindeversammlung. Salomé Derrer, Präsidentin des Musikvereins und ehemalige Schauspielerin und Regisseurin der Theatergruppe, und Carmen Hurni, die seit einem Jahr für die Regie zuständig ist, freuen sich über die Auszeichnung: «Der Preis bedeutet für uns Wertschätzung und Motivation», sagt Hurni. «Es gibt nicht mehr viele Vereine, die etwas zum Dorfleben beitragen», ergänzt Derrer und ist stolz, dass die Leistung der Theatergruppe mit dem Anerkennungspreis gebührend gewürdigt wird.

Der Musikverein Concordia feiert dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Die Theatergruppe ist seit über achtzig Jahren fester Bestandteil des Vereins und ein wichtiger Publikumsmagnet an den alljährlichen Unterhaltungsabenden. Seit der Aufführung «De Bergfatzki» und «Dräck am Stäcke» am Musig-obe von 1936 sorgt sie jedes Jahr mit einem Schwank für gute Unterhaltung. In den letzten Jahren waren es Stücke wie «Chönd Sie choche?!», «Jemmers nei, Frau Haueschtei» oder «Mord ohni Wort», mit denen die Schauspieler die Besucher begeisterten. «Unser Unterhaltungsabend ist ein toller Mix aus Musik und Theater», sagt Salomé Derrer. Der nächste Auftritt in der Mehrzweckhalle am Bruggweg steht unmittelbar bevor: Am 27. und 28. Januar bringt die Theatergruppe den Schwank «Casanova für Arme» auf die Bühne.

Grosses Engagement

Der Aufwand vor und während einer Aufführung ist jeweils gross: Von der Stückauswahl über die Kulissen bis zu den Kostümen: Alles wird von den Theaterleuten selber organisiert und geleistet. Das Preisgeld von 3000 Franken kommt der Gruppe daher sehr gelegen und soll vollumfänglich für Requisiten, Kostüme und andere Auslagen verwendet werden. Jeweils im Mai beginnen mit der Auswahl des Stücks die Vorbereitungen für den Auftritt im Januar. Ab Ende Oktober wird zwei bis drei Mal pro Woche geprobt. Vor allem für Schauspieler, die auch noch in der Musik spielen, ist das ein beachtlicher Aufwand. Vom Applaus und der Freude und Wertschätzung des Publikums motiviert, nimmt man dies jedoch gerne in Kauf. «Auch die Arbeit im Team macht Freude und schweisst einen zusammen», fügt Salomé Derrer hinzu.

Der grösste Teil der Schauspieler sind Aktivmitglieder des Musikvereins, die der Theatergruppe oft über viele Jahre hinweg treu bleiben. Eine tragende Figur sei Theo Götz gewesen, der vor zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen mit dem Schauspielen aufhören musste. «Er war bekannt und sehr engagiert dabei, auch in der Organisation. Es gab Leute, die nur seinetwegen an die Aufführungen kamen», erzählt Derrer, die sich ebenfalls bereits seit über dreissig Jahren für den Verein engagiert. Trotz der hohen zeitlichen Belastung denken weder Hurni noch Derrer ans Aufhören: «Wir wollen weitermachen und vielleicht sogar einmal ein abendfüllendes Theater auf die Bühne bringen.»

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