Ambitionierte Frauen schiessen Tore für Dornach

Die neue Frauenmannschaft des SC Dornach will in die vorderen Ligen. Überdies hat der Club neuerdings prominente Mitspieler.

Gut aufgestellt: Die neue Frauenmannschaft des SC Dornach mit Teammanager Dominique Beljean (l.), Trainer Philipp Martin (2. v. l.) und Trainer Thomas Wunderlin (r.).  Foto: ZVG
Gut aufgestellt: Die neue Frauenmannschaft des SC Dornach mit Teammanager Dominique Beljean (l.), Trainer Philipp Martin (2. v. l.) und Trainer Thomas Wunderlin (r.). Foto: ZVG

Caspar Reimer

Frauenfussball boomt und fristet längst kein Schattendasein mehr. Auch im Sportclub Dornach SCD spielt seit dieser Saison ein neues 20-köpfiges Frauenteam unter der Leitung von Teammanager Dominique Beljean. «Vier Frauen haben einen Verein gesucht, der bereits über eine Juniorinnen-Mannschaft verfügt. Innert weniger Wochen ist es uns gelungen, weitere Spielerinnen und ein kompetentes Trainerduo zu organisieren», berichtet Beljean zur Vorgeschichte des Teams. Das Kader besteht aus Frauen, die bereits Erfahrung als aktive Fussballerinnen in einem Verein mitbringen. Top-Spielerinnen also, die immer die beste Leistung bringen. «Genauso wichtig ist aber auch der Spass und die Freude am Fussball», ergänzt der Teammanager.

Siegreiche Spiele

Die Mannschaft steht in den beiden Wettbewerben, Meisterschaft und Cup, mit einer makellosen Bilanz da. Und Beljean hat ehrgeizige Ziele: Der Aufstieg in dieser Saison von der vierten in die dritte Liga sei ein realistisches Ziel. «Bereits in der nächsten Saison wollen wir ganz vorne in der 3. Liga mitspielen», so Beljean. Die Fähigkeiten jeder Spielerin sollen gefördert und das Team als Einheit stetig weiterentwickelt werden. Oft wird Beljean von Kollegen gefragt, ob es denn etwas anderes sei, mit Frauen statt mit Männern zu trainieren: «Die Unterschiede sind nicht so gross, wie manche denken.» Die Erfahrung zeige, dass Frauen viel mitdenken, sich aktiv einbringen und stets bemüht sind, Neues zu lernen. So überrascht es nicht, dass die Frauen im «Nepple Basler Cup» bereits gegen den FC Rheinfelden und BSC Old Boys (Frauen) gewonnen haben. Die neue Frauenmannschaft trägt ihre Heimspiele jeweils am Sonntag um 12 Uhr im «Gigersloch» aus, ein Training findet zweimal die Woche statt.

Frei, Huggel und Streller

Neben dem Frauenteam ist in dieser Saison noch die Mannschaft «Senioren 50+» hinzugekommen. Und besonders stolz ist man beim SC Dornach auf die «Senioren 30+»: Dort spielen neuerdings die Ex-FCB-Stars Frei, Huggel und Streller mit. «Die drei Musketiere der Region im SC Dornach zu haben, ist das Beste, was uns passieren konnte», schwärmt SCD-Präsident Stefan Schindelholz. Der selbstständige Weinhändler ist mit Leib und Seele Fussballfan und widmet seine ganze Freizeit dem Fussball. Mindestens 350 Aktive sind aktuell beim Club mit dabei: «Es kommen ständig Junge nach, die Fussball spielen wollen», sagt Schindelholz. Auch Fussballcamps in den Schulferien liegen im Trend. So findet gerade diese Woche die SCD-Fussballwoche statt, an der während einer ganzen Woche mehr als 100 Kinder in ihren Ferien Fussball spielen.

Kapazitätsgrenze erreicht

Der Fussballboom hat auch seine Kehrseite – der Platz wird eng. «Bei den Junioren sind zusätzliche Teams hinzugekommen. Und nun auch noch die Frauenmannschaft und die «Senioren 50+». Insgesamt haben wir sechs Teams hier im Gigersloch», berichtet Schindelholz. Im Sommer reiche der Platz noch knapp, aber im Winter sei es schwierig geworden. «Da wären wir um einen Kunstrasen dankbar.» Die bestehenden Anlagen seien modern und in einem guten Zustand: «Platzmässig sind wir aber immer mehr an der Kapazitätsgrenze.»

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