Altlasten beim Gigersloch

Die Sportanlage wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Weil ein Expertengutachten eine Gefährdung des Grundwassers nicht ausschliessen kann, werden nun Untersuchungen getätigt.

Vergangenheit macht sich bemerkbar: Eventuelle Belastungen werden eher im Westen der Anlage vermutet. Foto: Edmondo Savoldelli
Vergangenheit macht sich bemerkbar: Eventuelle Belastungen werden eher im Westen der Anlage vermutet. Foto: Edmondo Savoldelli

Lukas Hausendorf

Während 32 Jahren war die heutige Sportanlage Gigersloch eine Deponie für Siedlungsabfälle, Bauschutt und Aushubmaterial. Auch Gemeindepräsident Kurt Henzi lief seinerzeit noch auf dem Schulweg mit dem Leiterwagen daran vorbei. Damit war 1977 Schluss, der Müll wurde mit rund 34 000 Kubikmeter Flusskies überdeckt und eine zwei Meter mächtige Löss- und Humusschicht darüber planiert. Nach 1986 wurde das Areal dann landwirtschaftlich und als Sportplatz genutzt.

Mittlerweile dürften viele im Dorf nichts mehr von der Vergangenheit der Wirkungsstätte des erfolgreichen SC Dornach wissen. Die historische Untersuchung des Standorts im Auftrag des Solothurner Amts für Umwelt empfiehlt nun eine Altlastenvoruntersuchung auf dem Gelände. Auch weil sich im Abstrombereich von 500 Metern eine Grundwasserfassung für Brauchwasser befindet. Auch der Ramstelbach könnte möglicherweise betroffen sein, was Henzi aber als unwahrscheinlich erachtet. «Der Bach ist eingedolt, es ist also kaum möglich, dass da was ist», sagte er an der Gemeinderatssitzung vom Montag. Das kantonale Amt für Umwelt schliesst sich aber der Meinung seiner Gutachter an, dass eine Gefährdung des Grundwassers nicht auszuschliessen sei.

Die Altlastenspezialisten des Oltner Büros Sieber Cassina und Partner werden nun im westlichen Teil des Deponieperimeters, wo vorwiegend Siedlungsabfälle lagern, Messungen der Deponiegaskonzentration vornehmen, um raschest möglich eine allfällige Gefährdung des Schutzguts Luft auszuschliessen. Vorgesehen sind auch Proben des Ramstelbachs und des Grundwassers im direkten Abstrombereich des Gigersloch. Bis zum 1. Mai soll der Bericht der technischen Untersuchung dann dem Amt für Umwelt vorliegen. Eine Gefährdung der heutigen Nutzer der Sportanlage scheint aber unwahrscheinlich.

Herrenlose Bäume

Wer will zu den Bäumen vor dem Coop am Amtshauskreisel schauen? Keiner. Deshalb darf ihr kümmerlicher Zustand auch niemanden verwundern.
Das Problem: Die Bäume sind quasi herrenlos, obwohl sie auf Boden des Kantons stehen, der sie nun gerne entfernen würde. Früher gehörten sie dem Detaillisten Coop. Als dieser aber die Immobilie an die Privera AG veräusserte, delegierte er auch die Baumpflege, aber nicht an den neuen Eigentümer, sondern eben an niemanden.

Die Unterhaltsarbeiten waren nur in einer Aktennotiz nicht aber in einem Vertrag zwischen Eigentümer, Gemeinde und Kreisbauamt geregelt. Diese Lücke wurde nun wieder geschlossen. Weil der Gemeinderat an den Bäumen aus gestalterischen Überlegungen festhält, hat er die Privera zum Unterhalt verpflichtet.

Weitere Artikel zu «Dornach und Dorneckberg», die sie interessieren könnten

Sammelt Unterschriften: Die angehende Psychologiestudentin Delia Speiser aus Dornachfordert einen Nachteilsausgleich für Menschen mit Angststörungen. Foto: Désirée Bellwald
Dornach und Dorneckberg19.08.2026

Chancengleichheit mit Angststörungen

Delia Speiser startete im Rahmen ihrer Matura-Arbeit eine Petition für mehr Chancengleichheit bei Angststörungen. Im Gespräch erzählt die Dornacherin, worum es…
Brüder im Einsatz: Während Dario Christ (im Vordergrund) um den Kranz kämpfen konnte, das Duell jedoch verlor, gewann Marino im Hintergrund seinen letzten Kampf und klassierte sich knapp vor seinem Bruder.Foto: eh-presse
Dornach und Dorneckberg19.08.2026

Die Kranzsaison ist zu Ende: Zufriedene Schwinger aus Gempen trotz verpasster Kränze

Am Sonntag endete die Kranzsaison mit dem Nordwestschweizer Teilverbandsfest in Mümliswil und dem Schwägalp-Bergfest. Dabei zeigten die Gebrüder Dario und…
Grosse Unterstützung: Neben über 100 Freiwilligen unterstützen auch zahlreiche Sponsoren das Dorffest. Foto: zVg
Dornach und Dorneckberg12.08.2026

Ein Dorf feiert sich gross

800 Jahre Hobel: Das Organisationskomitee verspricht einen bunten Mix an Attraktionen und Informationen. Über hundert Freiwillige sind im Einsatz.