«Dr Schwarzbueb» entdeckt Kulturoasen

Die 104. Ausgabe des Jahr- und Heimatbuchs «Dr Schwarzbueb» ist gedruckt. Hauptthema in diesem Jahr sind Kulturoasen im Schwarzbubenland und Laufental. In einer dieser Oasen ist am Dienstag die Vernissage.

In der Druckerei Vogt-Schild: (v. l.) Anouk Miserez, Projektleiterin, Dominique Hertzeisen, Polygraf, und Jessica Glanzmann, Anzeigenleiterin, halten den frisch gedruckten Bogen mit dem Deckblatt des «Schwarzbueb» in den Händen. Foto: Stefan Biede
In der Druckerei Vogt-Schild: (v. l.) Anouk Miserez, Projektleiterin, Dominique Hertzeisen, Polygraf, und Jessica Glanzmann, Anzeigenleiterin, halten den frisch gedruckten Bogen mit dem Deckblatt des «Schwarzbueb» in den Händen. Foto: Stefan Biedermann

«Dr Schwarzbueb» erscheint bereits zum 104. Mal. Nach einem Jahr Planung und Organisation war vor zwei Wochen ein Teil des Teams bei Druckstart persönlich vor Ort. Gedruckt wird «Dr Schwarzbueb» in der modernen Druckerei Vogt-Schild in Derendingen. Inzwischen liegt das Jahr- und Heimatbuch versandbereit in der Verpackung.

«Versteckte Oasen – Ein Kulturbrevier» ist das Motto der diesjährigen Ausgabe. Die Autorinnen und Autoren machten sich auf die Suche nach kleinen Begegnungsorten, wo Menschen ehrenamtlich, mit Herzblut und grossem Engagement Kultur fördern. Zwölf solcher Oasen besuchten sie im Schwarzbubenland und im Laufental. Da ist zum Beispiel an bester Lage in Röschenz das Kulturatelier des schwedischen Künstlers Folke Truedsson. Obwohl dort seit 1994 weit über 100 Veranstaltungen stattgefunden haben – Lesungen, Konzerte, Vorträge, Workshops, Theaterabende, Buchvernissagen –, gilt dieser Ort immer noch als Geheimtipp. Oder da wäre die ehemalige Pfeifenfabrik BruBu in Kleinlützel. Jörg Niederberger hat mit Eva Allemann das Projekt «Raum Zeit Stille» aufgebaut. Seit Herbst 2018 ist «Raum Zeit Stille» ein offener Ort der Kunst. Hier bietet sich die Möglichkeit, in künstlerisch-gestalterische Prozesse einzutauchen und sich über Kreativität selbst zu reflektieren, eine Auszeit zu nehmen, selber kreativ oder gestalterisch aktiv zu werden oder ein oder mehrere Angebote von «Raum Zeit Stille» zu nutzen.

Um Märchen geht es im Nu Riu. Der Raum bietet Platz für Bildung, Kultur und Soziales. Die Idee von Anja Vitorino-Gass ist es, verschiedenste Angebote miteinander zu verbinden und zu kombinieren. Eine, die das Angebot nutzt, ist Antonia Lerch. Seit einiger Zeit führt sie zusammen mit sechs Kolleginnen drei- bis viermal pro Jahr «Märli-Matinees» im Seidenweg in Laufen durch. Was sie dazu bewegt, Märchen zu erzählen, und wer diese Matinees besucht, erklärt sie im Heimatbuch. Es lohnt sich, auch in die weiteren Reportagen über die verschiedene Kulturoasen der Region einzutauchen.

Chronik, Nekrolog und ein Nachruf auf Walter Studer

Nebst dem Hauptthema greift «Dr Schwarzbueb» mit der Chronik ausgewählte Ereignisse der Region aus Politik, Sport, Kultur und Sozialem des letzten Jahres auf. So feierte die Keramik Laufen ein Jahrhundert, ebenso der FC Breitenbach, der sich zum 100. Vereinsjahrestag zudem den Gewinn des Basler Cups schenkte. Der Bäuerinnen- und Landfrauenverein Leimental schaute auf 60 Jahre zurück. Mit grosser Angst wurde die Totalsperre im Laufental erwartet, die schliesslich relativ glimpflich bewältigt wurde. Nach dem Rücktritt von Regierungsrat Remo Ankli ist dank der Wahl von Sibylle Jeker aus Büsserach das Schwarzbubenland weiterhin in der Solothurner Regierung vertreten. Einen Schrecken ereilte die Bevölkerung von Breitenbach, als es im Juli in einer Firma auf dem Isola-Areal, die Feuerwerkskörper bereitgestellt hatte, zu mehreren Explosionen kam. Den letzten Teil des Jahreskalenders prägen ein Nachruf auf Walter Studer sowie spannende Artikel über unsere Region. Traditionell erscheinen wiederum der Nekrolog, ein Rätsel, ein Rezept und der Jahreskalender im Heimatbuch.

Bestellt werden kann «Dr Schwarzbueb» über: kontakt@schwarzbueb.ch.

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