Weihnachtsbäume sportlich entsorgt

Die Unternehmergruppe «Mir sin Arlese» hat am Sonntag zu einem Weihnachtsbaum-Weitwurf eingeladen. Neben Sport und Plausch gab es Raclette und Glühwein in der warmen Stube.

Ob’s wohl ein weiter Wurf wird?:Mit Schwung und Kraft entledigt sich ein Teilnehmer seines Weihnachtsbaums. Foto: Caspar Reimer

Zum ersten Mal fand am vergangenen Sonntag beim Hofgut Birseck an der Ermitagestrasse ein Weihnachtsbaum-Weitwurf statt. Arlesheimerinnen und Arlesheimer waren eingeladen, den eigenen Weihnachtsbaum mitzunehmen und ihn gewissermassen sportlich zu entsorgen. Obwohl sich das Wetter von seiner nasskalten Seite zeigte, waren zahlreiche Familien gekommen, um sich in dieser aussergewöhnlichen Disziplin zu messen oder bei einem Raclette vom Culinarium in der Scheune aufzuwärmen. Dabei zeigten sich grosse Unterschiede, was die Wurfkraft der Teilnehmenden anbelangte: Während manche ihren Baum trotz mehreren Versuchen kaum einen Meter über die Startlinie hinausbrachten, flog ein Baum 10,75 Meter weit. Wer keinen eigenen Baum hatte, konnte sich in den Kategorien Männer, Frauen oder Kinder vor Ort einen zum Wurf aussuchen. Während des ganzen Nachmittags waren 84 Würfe zu beobachten. Zu gewinnen gab es Arlesheimer Bons und wiederverwendbare «Mir sind Arlese»-Tragtaschen. Die nicht mehr gebrauchten Bäume werden nun an die Tiere der Familie Rediger vom Hofgut Birseck verfüttert.

Frische Ideen für Arlesheim

«Wir haben uns die Idee von Pfeffingen abgeschaut», sagt Tanja Hauck, Jungunternehmerin im Uhren- und Schmuckgeschäft Strobel, lachend. Sie ist zu­sammen mit Tobias Seewer vom Café Einzigartig und Pascal Jenzer vom «Wurzelhüsli» Gründungsmitglied von «Mir sin Arlese», einer im Herbst 2022 gegründeten Jungsektion des Arlesheimer Gewerbevereins AGIV. Die Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Ortskern mit frischen Ideen zu beleben. «Schliesslich ist Arlesheim doch einzigartig», sagt Tanja Hauck. «Man muss nicht in die Stadt fahren, denn in Arlesheim ist alles zu haben.» Es sei erfreulich, wie sich die Menschen und das Gewerbe in Arlesheim gegenseitig unterstützten – eine Erfahrung, welche «Mir sind Arlese» seit der Gründung immer wieder gemacht hat. Habe jemand eine Idee, packten viele mit an, um bei der Umsetzung zu helfen. «Das ist nicht selbstverständlich. Und mit solchen Aktionen wollen wir dafür sorgen, dass es so bleibt.»

Geselligkeit im Vordergrund

Die Idee eines Weihnachtsbaumwerfens ist nicht im Birseck entstanden: Seit 2007 wird in der pfälzischen Gemeinde Weidenthal sogar eine Weltmeisterschaft in dieser Disziplin ausgetragen. Der Rekord bei den Männern liegt dort bei einem Wurf von mehr als 25 Metern. Am Sonntag in Arlesheim stand jedoch nicht der Siegeswille einzelner Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vordergrund. «Es ist eine gute Gelegenheit, zusammenzukommen und sich auszutauschen. Nebenbei können wir dabei unseren Weihnachtsbaum auf witzige Weise entsorgen», so ein Besucher.

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