Wahr gesprochen oder nur gelogen? Neue Medien stärken die Demokratie

Am Montagabend lud die CVP Arlesheim zu einer Podiumsdiskussion mit drei hochkarätigen Gästen ein. Thema war der Einfluss von Fake News und Social Media auf die direkte Demokratie.

Am Ende doch einig: Podiumsteilnehmer David Sieber, Kathrin Amacker und Urs Wiedmer mit Moderatorin Christina Hatebur (r.).
Am Ende doch einig: Podiumsteilnehmer David Sieber, Kathrin Amacker und Urs Wiedmer mit Moderatorin Christina Hatebur (r.).

Fake News sind ein hochaktuelles Thema. Die falschen Nachrichten begegnen uns überall, besonders auf Social-Media-Plattformen. Sogar der amerikanische Präsident – der es selbst mit der Wahrheit oft nicht sehr genau nimmt – erklärte sich jüngst selbst als Opfer solcher Fake News. Doch wie sieht es damit eigentlich in der Schweiz aus? Werden auch wir Opfer von falschen, unwahren Meldungen? Welchen Einfluss haben Facebook, Twitter und Co. auf unsere Meinungsbildung und die direkte Demokratie?

Diesen Fragen wollte die Präsidentin der CVP Arlesheim und Moderatorin des Abends, Christina Hatebur, an der Podiumsdiskussion in der Trotte nachgehen. Ihre Gäste waren bekannte Gesichter aus Politik und Journalismus. Neben dem ehemaligen Arena-Moderator Urs Wiedmer, seit 2016 Kommunikationschef des VBS, waren auch die Leiterin Kommunikation der SBB, Kathrin Amacker, sowie David Sieber, Chefredaktor der bz Basellandschaftliche Zeitung, eingeladen.

Nachrichtenflut – wie damit umgehen?

Nach einer kurzen Begrüssung durch den CVP-Vizepräsidenten Arlesheim, Markus Dudler, eröffnete Christina Hatebur die Diskussion. Im Vordergrund stand der Umgang mit der immensen Nachrichtenflut und der schnellen Verbreitung von Nachrichten über die sozialen Netzwerke. Kathrin Amacker und Urs Wiedmer waren sich einig, dass durch die schnelle Nachrichtenverbreitung eine transparente und rasche Kommunikation in der Öffentlichkeit seitens Unternehmen oder staatlichen Institutionen unerlässlich geworden sei, die Transparenz aus verschiedenen Gründen teilweise jedoch ihre Grenzen habe. Leichten Gegenwind erhielten die beiden Kommunikationschefs von David Sieber, der nicht nur einmal an diesem Abend die Rolle des investigativen Journalisten wahrnahm. «Unser Job ist es herauszufinden, was der Kommunikationschef nicht sagen darf, das interessiert uns», erklärte Sieber und betonte, dass eine gewisse Grundskepsis gegenüber offiziellen Medienmitteilungen nichts schade.

Auch wenn sich die Podiumsgäste nicht immer einig waren, verlief die Diskussion angenehm sachlich und respektvoll. Christina Hatebur liess genügend Raum für vertieftere Gespräche und brachte ihre Gäste gezielt wieder auf Kurs, wenn sich diese zu weit vom Thema entfernten. Auch wenn das eigentliche Thema Fake News während der Diskussion eher dem Thema Umgang mit Social Media und der schnellen Nachrichtenverbreitung wich, entwickelte sich eine angeregte und spannende Diskussion, in die sich zum Schluss auch das Publikum aktiv einbrachte. Trotz kleiner Divergenzen waren sich alle drei Podiumsteilnehmer schliesslich in einem Punkt einig: In den letzten Jahren fand eine starke Demokratisierung der Medien statt und die Möglichkeiten, sich umfassend über ein Thema zu informieren, stiegen rasant an. Eine Entwicklung, die für die direkte Demokratie als positiv zu werten ist.

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