Uptown Basel steht bald unter Hochspannung

Primeo Energie baut für Uptown Basel ein eigenes Unterwerk und eine ­Heizzentrale für den Wärmeverbund Birsstadt.

Flug in die Baugrube: Die Drohne brachte eine Schachtel mit guten Wünschen in die Baugrube des künftigen Unterwerks. Foto: ZVG
Flug in die Baugrube: Die Drohne brachte eine Schachtel mit guten Wünschen in die Baugrube des künftigen Unterwerks. Foto: ZVG

Am vergangenen Donnerstag wurde der Grundstein für ein Unterwerk auf dem Areal von Uptown Basel gelegt. Für alle, die nicht wissen, was ein Unterwerk ist, gab Conrad Ammann, CEO von Primeo Energie, Nachhilfe: «Ein Unterwerk ist ein Knoten, von dem aus die Stromverteilung in eine Stadt oder ein Quartier stattfindet. Bei Uptown Basel bauen wir zum ersten Mal ein Unterwerk für einen einzelnen Kunden.»

Ab Ende des kommenden Jahres wird es den Innovationscampus in Arlesheim, der sich als Zentrum für Quantentech­nologie begreift und deshalb viel Strom benötigt, versorgen. Das Unterwerk soll eine Leistung von 40 Megavoltampere erbringen und in das überregionale 145-Kilovolt-Hochspannungsnetz von Primeo Energie eingebunden sein. «Uptown Basel ist damit eines der wenigen Unternehmen in unserem Versorgungsgebiet, das Strom direkt von dieser Ebene bezieht und die Energie anschliessend selber auf dem Areal verteilt.» Das Unterwerk sei nicht nur exklusiv, sondern auch klimaschonend: «Wie schon im Fall des neuen Unterwerks in Therwil arbeitet auch die Schaltanlage bei Uptown Basel vollständig ohne klimaschädliche oder fluorhaltige Isoliergase», so Ammann. Und auch die Wärme, die durch das hohe Stromaufkommen erzeugt wird, soll nicht einfach in der Luft verpuffen: Eine Trafostation auf dem Areal wird in der neuen Heizzentrale für den Wärmeverbund Birsstadt untergebracht sein, welche Primeo Energie ebenfalls auf dem Areal baut.

Wieder eine Drohne

«Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit Primeo Energie», sagte Investor und Verwaltungsratspräsident von Uptown Basel, Thomas Staehelin. Das Firmenkonzept im Sinne einer nachhaltigen Energiebewirtschaftung entspräche auch dem Grundgedanken seiner Familie. ­Uptown Basel ist in privater Eigentü­merschaft der Familie Monique und Thomas Staehelin, die für das Projekt über 500 Millionen Franken investiert hatte.

Um abermals zu demonstrieren, dass es sich bei Uptown Basel nicht um ein profanes Industriegelände handelt, wurde die Schachtel mit den guten Wünschen nicht von Hand, sondern mittels einer Drohne in der Baugrube versenkt. Die Gäste konnten das Geschehen auf der Wand verfolgen und brauchten sich nicht die Schuhe schmutzig zu machen.

«Wir haben hier eine gewisse Affinität für Drohnen. Das ist schon bekannt», scherzte Direktor und CEO von Uptown Basel, Baschi Dürr. Bereits zwei Wochen davor, bei der Eröffnung des ersten Gebäudes von Uptown Basel, kamen die Gäste in den Genuss eines spektaku­lären Drohnenfluges. Das Grusswort des Kantons überbrachte Regierungsrat Isaac Reber (Grüne): «Hier, auf dem Areal von Uptown Basel, spielt die ­Zukunftsmusik.»

Start mit 20 Kilovolt

Da das neue Unterwerk exklusiv für Uptown Basel konzipiert wurde und nicht an das öffentliche Netz angeschlossen sein wird, kann das Areal bereits von Beginn an mit 20 Kilovolt versorgt werden. Dies macht eine spätere Umstellung von 13 auf 20 Kilovolt, die im öffentlichen Mittelspannungsnetz in den kommenden Jahren erfolgen wird, hinfällig.

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