Skandinavisches Fest auf dem Domplatz

Zum zweiten Mal in seiner heutigen Form fand am vergangenen Samstag der Sommerzauber statt. Das Fest rund um die Sommersonnenwende bot ein vielseitiges Programm für Gross und Klein.

Grosser Andrang bis in die Abendstunden: Der Sommerzauber auf dem Domplatz kam bei den Leuten an.Sämtliche Tische waren während des ganzen Abends gut besetzt. Foto: Hannes Felchlin

Grosser Andrang bis in die Abendstunden: Der Sommerzauber auf dem Domplatz kam bei den Leuten an.Sämtliche Tische waren während des ganzen Abends gut besetzt. Foto: Hannes Felchlin

Stand im Zentrum des Abends: die Bühne, auf der die regionale CoverbandBarbie Q für die musikalische Unterhaltung sorgte. Foto: Désirée Bellwald

Stand im Zentrum des Abends: die Bühne, auf der die regionale CoverbandBarbie Q für die musikalische Unterhaltung sorgte. Foto: Désirée Bellwald

Auf dem historischen Arlesheimer Domplatz wurde es am vergangenen Samstag trotz heisser Temperaturen lebhaft: Mit bunt bemalten Gesichtern tanzten die jüngsten Besucherinnen und Besucher in der Kinderdisco des «Wurzelhüsli». Angesichts der sommerlichen Wärme entwickelte sich jedoch schnell auch der Brunnen auf dem Domplatz zum beliebten Treffpunkt. Kinder spielten im Wasser, während sich auf dem Festplatz Freunde, Bekannte und Verwandte begegneten.

Das Fest auf dem Domplatz steht in einem erweiterten Bezug zu Traditionen aus dem skandinavischen Raum und dem Baltikum. Mit dem sogenannten «Midsommar» wird insbesondere in Schweden die Sommersonnenwende und damit der längste Tag des Jahres gefeiert. Das Fest gilt dort als eines der wichtigsten im Jahreskreis und ist geprägt von gemeinschaftlichem Essen, Musik und dem Feiern im Freien. Der Sommerzauber in Arlesheim greift einzelne Elemente dieser Tradition auf und interpretiert sie neu.

Rockige Klänge vor dem Dom

Im Zentrum des Abends stand die Bühne auf dem Domplatz. Dort trat die Band Barbie Q auf, eine regional verankerte Coverband rund um Roger Oetterli, Markus Frey, Remo Maritz und Arthur Gemperle. Das Repertoire umfasste bekannte Titel aus dem Rock- und Popbereich der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dazu gehörten unter anderem Don-na Summers «Hot Stuff», Pink Floyds «Another Brick in the Wall» sowie «Venus» von Shocking Blue. Ergänzt wurde das Programm durch Schweizer Lieder wie «I hätt no viu blöder ta» oder «Heimweh».

Für die Verpflegung sorgten verschiedene Stände mit einem breiten Angebot. Schülerinnen und Schüler der Fokusschule backten in einem Steinofen frische Pizzas. Daneben wurden unter anderem Currygerichte, Hörnli mit Ghacktem, Glacen sowie diverse alkoholische und nicht alkoholische Getränke angeboten. Gerade das Engagement der Fokusschule erklärte eine anwesende Lehrerin mit dem Anliegen, als private Schule in der Öffentlichkeit sichtbar zu sein. Gleichzeitig gehe es jedoch auch um einen sozialen Zweck, wie eine Kollegin ergänzte: Die Einnahmen aus dem Verkauf der Pizzas sollen nämlich Familien zugutekommen, die Schwierigkeiten haben, das Schulgeld zu bezahlen, um sie beim Zugang zum Bildungsangebot zu unterstützen.

Positive Resonanz bei den Besuchenden

Der Anlass stiess bei vielen Gästen auf positive Resonanz. Fröhliches Gelächter drang über die Tische hinweg, es wurde feierlich geprostet und getanzt. Insbesondere die Kinder feierten das Konzert an vorderster Front und mit sichtlicher Begeisterung. Verschiedene Besucherinnen und Besucher bekundeten ihre Freude über den Anlass sowie dessen positive Stimmung. So auch Sophia aus Basel, die gemeinsam mit ihrem Partner nach Arlesheim gekommen war. Ihr gefiel vor allem die Mischung aus Musik, Verpflegung und dem anschliessenden Fackelumzug. Wie sie den Abend bislang finde? «Absolut fantastisch!»

Mystischer Fackelumzug und ein üppiges Konzert zum Abschluss

Mit dem Einsetzen der Abenddämmerung wurde es allmählich ruhiger auf dem Domplatz. In einer Eisenschale wurde Feuer entfacht, sodass dort nach dem Konzert von Barbie Q Besucherinnen und Besucher ihre Fackeln entzünden konnten. Mit den brennenden Fackeln zogen sie anschliessend für eine kurze Runde durch die Strassen von Arlesheim, ehe sie für den letzten Programmpunkt auf den Domplatz zurückkehrten.

Den Schlusspunkt setzte ein Orgelkonzert im Arlesheimer Dom. Domorganist Markus Schwenkreis gestaltete das Programm mit drei Stücken, die die Bandbreite des Abends musikalisch aufnahmen. Eingeleitet wurde das Konzert durch den kraftvollen «Marche F-Dur» des französischen Komponisten Louis James Alfred Lefébure-Wély. Mit der anschliessenden «Prière» fanden ruhigere, fast schon zauberhafte Klänge Einzug in den Dom, und schliesslich bildete Vincenzo Petralis «Sonata finale» den üppigen Abschluss. Das Orgelkonzert wurde mit regem Applaus verdankt und bildete den abschliessenden Höhepunkt des sommerlichen Dorffests.

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