Trommelkönig der Jungen

Chance gepackt: Maurice Siegfried aus Arlesheim hat die Jury des «Offizielle Brysdrummle» überzeugt und wurde im Volkshaus zum besten jungen Trommler Basels gekrönt.

Tambour aus Leidenschaft: Der 15-jährige Maurice Siegfried aus Arlesheim mit der am «Offizielle Brysdrummle» gewonnenen Trommel von Walter Buchler.  Foto: Isabelle Hitz
Tambour aus Leidenschaft: Der 15-jährige Maurice Siegfried aus Arlesheim mit der am «Offizielle Brysdrummle» gewonnenen Trommel von Walter Buchler. Foto: Isabelle Hitz

Der Druck war gross, als Maurice Siegfried am Samsag, 2. Februar, im Kleinbasler Volkshaus zum sechsten Mal beim Preistrommeln gegen die musikalische Elite der Basler Fasnacht antrat. Denn der 15-jährige Tambour hatte sich kein geringeres Ziel gesetzt, als den ersten Platz zu ergattern. «Bei den letzten sechs ‹Offiziellen› wusste ich noch nicht so genau, was ich wollte», erzählt Maurice dem Wochenblatt. Da sei dann auch die Anspannung nicht so gross gewesen wie in diesem Jahr, als er das letzte Mal in der Kategorie der Jungen mitmachen durfte. Und diese letzte Chance wollte er unbedingt nutzen.

Blasen an den Händen

Bei der Familie Siegfried spielt die Fasnacht eine wichtige Rolle. Vater Stephan trommelt bei der Gundeli-Clique, Mutter Astrid pfeift bei den Seibi. Nur der zehnjähriger Bruder Tristan spielt lieber Klavier. Maurice hat mit sechs Jahren mit seinem Vater erste Trommelerfahrung gesammelt, machte bald darauf in der Gundeli-Clique mit und wechselte später dann zu den Seibi.

Beim letztjährigen «Offizielle» hat er sich ins Final getrommelt und ist im Einzel Vierter geworden. Damals fasste er den Entschluss, dass er in einem Jahr siegen will. Im Sommer begann er, sich neben dem Üben mit der Clique und in der Basler Trommelakademie intensiv auf das «Offizielle» vorzubereiten. Seit den Herbstferien habe er täglich geübt, bis zu fünf Stunden am Tag. Bis er Blasen an den Händen hatte und seine Finger tapen musste.

Auf seinem Weg zum Trommelkönig wurde er von vielen Menschen angespornt und begleitet, erzählt Maurice. Neben seinen Eltern unterstütze ihn vor allem seine Dienstagsgruppe, die Ndjaaner, sehr. Eine wertvolle Hilfe war auch sein Coach Brett Knorpp, der selber Spitzentrommler bei den Seibi ist. Aber auch der mehrfache Trommelkönig Philipp Maier habe ihm geholfen und wichtige Tipps gegeben.

Dreifacher Sieger

«Am Donnerstag vor den Vorausscheidungen war ich ziemlich locker drauf», erinnert sich Maurice noch sehr genau. Als er sich aber am Samstag auf den Weg ans Finale ins Volkshaus machte, sei er schon nervös gewesen. Er habe sich dann aber ganz auf sich konzentriert und konnte mit dem von ihm gezogenen Trommelmarsch «Ueli» seinen Traum erfüllen. Als Preis durfte er die vom Trommelbauer Walter Buchler gestiftete Trommel mit nach Hause nehmen. Maurice hat in allen vier Kategorien des «Offiziellen» mitgemacht und auch in der Trommelgruppe und in der gemischten Gruppe gewonnen. Auf seinen Lorbeeren ausruhen will er sich, wenn überhaupt, aber nur kurz. Denn beim nächsten «Offizielle» möchte er es bei den Alten ins Final schaffen. «Ich weiss, das ist ein hohes Ziel, aber ich will es schaffen», sagt Maurice entschlossen.

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