Talstrasse und Birseckstrasse: Kanton saniert Verkehrsadern gleichzeitig

Nach der Talstrasse wird nun auch die Birseckstrasse einer Sanierung unterzogen. Beim Kreisel am Ortseingang könnte es zwischenzeitlich zu einem Verkehrskollaps kommen. Das kantonale Tiefbauamt gibt sich gelassen.

Geduldsprobe 1: An der Talstrasse verursacht die Ampelanlage zu Stosszeiten Rückstaus bis auf die Birseckstrasse.
Geduldsprobe 1: An der Talstrasse verursacht die Ampelanlage zu Stosszeiten Rückstaus bis auf die Birseckstrasse.

Oliver Sterchi

Ein Übel kommt selten allein: Die gegenwärtige Sanierung der Talstrasse führt insbesondere zu Stosszeiten bereits zu massiven Verkehrsbehinderungen. Nun wird die schwierige Situation durch die Anfang Woche begonnene Sanierung der Birs-eckstrasse im Bereich Neumattstrasse bis Hirslandweg zusätzlich verschärft. Die Arbeiten dauern jeweils bis Ende Jahr und könnten am Arlesheimer Ortseingang für ein regelrechtes Verkehrschaos sorgen.

Noch konzentrieren sich die Arbeiten bei der Birseckstrasse auf die Erneuerung der Trottoirs. Die Fahrbahn bleibt vorläufig uneingeschränkt befahrbar. Prekärer wird es erst mit der zweiten Bauphase, die im August erfolgen soll. Dann wird die Strasse nämlich nur noch eingeschränkt befahrbar sein. Das Problem: Bereits heute verursacht das Lichtsignal auf der Talstrasse teilweise Rückstaus bis auf die Birseckstrasse. Wird nun Letztere ebenfalls einem Lichtsignal-Regime unterworfen, ist das Chaos programmiert.

Koordinierte Sanierungsarbeiten

In Liestal relativiert man die kritische Situation: «Es wird kein Chaos geben», sagt Robert Leu vom Baselbieter Tiefbauamt. Man habe das Vorgehen mit der Gemeinde abgestimmt und sei darüber hinaus bestrebt, die Zeit der Fahrbahneinschränkung so kurz wie möglich zu halten, so Leu. Der stellvertretende Bereichsleiter Kantonsstrassen weist ausserdem darauf hin, dass die beiden Strassen von ihren gegensätzlichen Enden her saniert werden. Will heissen: Während sich die Arbeiten bei der Talstrasse vom Kreisel weg Richtung Münchenstein bewegen, wird bei der Birseckstrasse in umgekehrter Richtung verfahren. «Damit verhindern wir, dass die Lichtsignalanlagen zu nahe beieinander sind und den Verkehr wechselseitig behindern», sagt Leu. Auch bei der Gemeinde gibt man sich gelassen. «Die gleichzeitige Sanierung der

Birseckstrasse ist eine zusätzliche Behinderung, aber die Arbeiten erfolgen koordiniert», sagt Rainer Dietwiler von der Arlesheimer Bauverwaltung. Der Leiter des Bereichs Tiefbau verweist ebenfalls auf den Umstand, dass die beiden Strassen in gegensätzlicher Richtung saniert würden und das Lichtsignal auf der Birseckstrasse nur während kurzen Phasen in Betrieb sei.

Auch Gewerbe ist betroffen

Neben den Anwohnern ist insbesondere das Gewerbe im Tal von den Sanierungsarbeiten betroffen. Bruno Steiger, der Präsident des Arlesheimer Gewerbe- und Industrievereins (AGIV), plädiert jedoch für Verständnis: «Die Arbeiten waren dringend angezeigt. Ausserdem kommt eine moderne Infrastruktur auch dem Gewerbe zugute.» Steiger appelliert jedoch an die Verantwortlichen, dass sie die Last für die Betroffenen reduzieren sollten: «Die Anbindung des Gewerbes muss gewährleistet bleiben. Ausserdem sollten die Bauzeiten so kurz wie möglich gehalten werden.

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